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Notizen vom 25. Spieltag

Mo 24 Mär, 12:21 Uhr


Hamburg (dpa) - Amüsantes und Interessantes: Die Deutsche Presse-Agentur dpa hat unterhaltsame Randgeschichten vom 25. Spieltag der Fußball-Bundesliga zusammengestellt.

WEITER WEG: Noch weiter und vor allem beschwerlicher als für Mannschaft und Fans von Schalke 04 war für Albert und Fabian Recktenwald der Weg zum Spiel bei Hertha BSC. Der 61-jährige Saarländer und sein 16-jähriger Sohn legten die 840 Kilometer aus Welschbach nach Berlin mit dem Fahrrad zurück. Beide waren seit dem 14. März unterwegs und bewältigten auf ihrer Tour immerhin auch 5400 Höhenmeter. Als Belohnung gab es zwei Eintrittskarten von Hertha BSC für die Partie am Ostersonntag.

SCHNAPSZAHL: Beide Spieler mit der Rückennummer 33 gehörten in Stuttgart zu den Protagonisten - Grund zum Feiern hatte am Ende aber nur einer. Stuttgarts Mario Gomez traf zwar bei einem Eigentor zunächst auf der falschen Seite, durfte sich aber später noch über seinen 15. Saison-Treffer und das 4:1 des VfB freuen. Rostocks Gledson verschuldete mit der Hand den Elfmeter, der die Pleite seines Teams einleitete. Dazu gezwungen hatte den Ex-Stuttgarter mit einem Pass im Strafraum übrigens der glücklichere «33er»: Gomez.

ENTE: Eine Verpflichtung des polnischen Nationaltorhüters Artur Boruc (Celtic Glasgow) ist beim FC Bayern kein Thema. «Das ist wirklich eine Ente, eine totale Ente. Schottische Enten schmecken ja auch nicht so gut. Die sollte man gerade jetzt zu Ostern dort lassen, wo sie hingehören: im Kühlschrank», sagte Bayern-Vorstandschef Karl- Heinz Rummenigge. Michael Rensing habe nach wie vor das Nummer-1- Versprechen für die neue Saison. Während Manager Uli Hoeneß die Spekulationen angesäuert als «die größte Karl-May-Geschichte überhaupt» abtat, bemühte Rummenigge einen anderen Streifen: «Wir alle kennen Borat aus dem gleichnamigen Film, der ist bei uns berühmt. Aber alles andere ist eine Ente.»

ABSCHIEDSTRIKOT: Zu seinem Liga-Abschied von Rekordtorhüter Oliver Kahn wollte Nationalmannschaftskandidat Rene Adler vor allem eins: Das «Titan»-Trikot. «Ich habe gefragt, ob ich sein Trikot bekomme, weil ich mir das einrahme - das war das letzte Mal in der Bundesliga», sagte der Leverkusener und bekam die Trophäe; vielleicht aber doch nicht die letzte. «Kann doch sein, dass wir uns im UEFA- Cup-Halbfinale noch mal treffen», meinte Kahn.

ROTE SCHUHE: Tamas Hajnal, der in der kommenden Saison zu Borussia Dortmund wechselt, wollte an seiner künftigen Arbeitsstätte einen besonderen Farbakzent setzen. Der 17-fache ungarische Nationalspieler des Karlsruher SC lief erstmals mit roten Fußballschuhen zum Bundesliga-Gastspiel beim BVB auf. «Es war ein neues Modell», sagte Hajnal. Allerdings drückten die neuen Treter. «Ich habe mich darin nicht so gut gefühlt», begründete er den Schuh-Wechsel in der Halbzeitpause.

ABGESPECKT: Verwundert hat Hannovers Trainer Dieter Hecking, dass Verteidiger Iulian Filipescu vom MSV Duisburg offenbar leichter ist als er dachte. Zu der Situation, die in der 5. Minute zum Platzverweis gegen Mike Hanke führte, sagte der Coach: «Wenn man 100 Kilogramm auf dem Fuß stehen hat, ist das auch nicht schlecht.» MSV- Trainer Rudi Bommer korrigierte sofort: «86 Kilogramm.» Darauf wiederum Hecking: «Ich wusste gar nicht, dass er abgenommen hat.»

SEKUNDENPECH: Ein ungewöhnlich kurzes Gastspiel hatte bei der Heimpartie gegen den VfL Bochum der Nürnberger Abwehrakteur Dominik Reinhardt. Für den verletzten Jaouhar Mnari eingewechselt, musste der 23-Jährige wegen einer Verletzung am Oberschenkel schon nach knapp 180 Sekunden wieder das Feld räumen. «Das habe ich auch noch nicht erlebt», staunte «Club»-Trainer Thomas von Heesen. «Er kommt rein, ein Sprint, Zerrung. Ich frage mich, wie er sich warm gemacht hat.»