Frankfurt/Main (dpa) - Artland patzt, ALBA jubelt: Durch die überraschende 73:80-Heimpleite gegen die Paderborn Baskets haben die Artland Dragons Quakenbrück (38:12 Punkte) am 25. Spieltag ihre Führung in der Basketball-Bundesliga eingebüßt.
Mit 40:12 Punkten übernahm Ex-Meister ALBA Berlin nach dem 73:64-Sieg gegen die Eisbären Bremerhaven zumindest für einen Tag die Tabellenführung. Als dritte Kraft etablierte sich der am Montag bei rationpharm Ulm spielende Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen endgültig als dritte Kraft an der Spitze.
Unterdessen geht der Kampf um die begehrten Playoff-Plätze mit unverminderter Spannung weiter. Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg (34:16) nach dem 71:66-Erfolg bei EnBW Ludwigsburg und die Telekom Baskets Bonn (32:18) nach dem 77:73 bei den Tigers Tübingen haben dabei die besten Karten. Im Tableau der ersten Acht blieben die EWE Baskets Oldenburg (32:20) dank des 83:76-Sieges bei den Gießen 46ers, die Skyliners Frankfurt (30:22) durch das 77:65 im direkten Duell beim Konkurrenten Phantoms Braunschweig (26:24) und die Köln 99ers (26:24) durch den 82:70-Sieg gegen TBB Trier. Schlusslicht Science City Jena feierte mit dem überraschenden 74:59 beim Mitaufsteiger BG Göttingen den zweiten Sieg in Serie und hat sich im Abstiegskampf noch längst nicht aufgegeben.
Nach elf Heimsiegen in Serie leistete sich Vizemeister Quakenbrück gegen den krassen Außenseiter aus Paderborn die zweite Heimniederlage seit dem 72:78 gegen ALBA zum Saisonauftakt am 4. Oktober 2007. «Wir sind offensiv in Panik geraten und haben an uns gezweifelt», meinte Dragons-Coach Chris Fleming, der eigentlich nur mit Topscorer Rodgers (19 Punkte/9 Rebounds) zufrieden sein konnte. «Das war ein Befreiungsschlag gegen ein Topteam», sagte Paderborns Trainer Douglas Spradley, der in Black (20) und Esterkamp (17) seine Besten hatte.
Ohne die verletzten Thompson und Nikolic kam ALBA gegen Bremerhaven zum dritten schwer erkämpften Sieg in Serie, der erst in der Schlussminute gesichert wurde. «Wir müssen weiter hart arbeiten, um für die entscheidende Saisonphase gut gerüstet zu sein», meinte ALBA-Coach Luka Pavicevic. Bobby Brown (18) bei Berlin und Tolliver (21) bei Bremerhaven waren die besten Werfer. Bonn (Davis/15) hatte das Glück, dass Tübingen mit Moye und Katic (je 19) als Topscorer im dritten Spiel binnen sechs Tagen zum Schluss müde waren.
Hellwach im Schlussviertel (24:13) waren dagegen in Braunschweig (John Allen/16) die Skyliners, bei denen Evtimov (24/5 Dreier) und Derrick Allen (19) herausragten. Im letzten Viertel (30:20) entschied auch Oldenburg (Paulding/18) das Spiel in Gießen (Rouse/19) für sich. Den längeren Atem hatte auch Meister Bamberg (Reiner/17) bei seinem Sieg in Ludwigsburg (Schaffartzik/17), das auch ohne die verletzten Woudstra und Harris lange bravourös mithielt. Miller (20) führte Jena zum Überraschungssieg in Göttingen (Ivey/13). «Wir glauben weiter an den Ligaverbleib und werden nicht aufgeben», meinte Coach Sean McCaw angesichts von nur noch vier Punkten Rückstand zum rettenden Ufer.



