Berlin (dpa) - Die deutschen Volleyball-Frauen, gerade erst in der Olympia-Qualifikation für Peking gescheitert, können beim Grand Prix gegen starke Gegner ihr Image wieder aufbessern.
Zunächst spielt das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti in Ningbo/China (20. bis 22. Juni) gegen Olympiasieger China, den WM-Zweiten Brasilien und Außenseiter Thailand. Das geht aus dem vom Volleyball-Weltverband FIVB bekanntgegebenen Spielplan hervor. Der Wettbewerb wird jährlich ausgetragen; die Deutschen hatten sich im Vorjahr in Ankara qualifiziert.
Am zweiten Vorrunden-Wochenende vom 27. bis 29. Juni (Ort noch nicht bekannt) sind erneut Brasilien, die Türkei und Korea die Gegner, ehe zum Abschluss der Vorrunde in Bangkok/Thailand (4. bis 6. Juli) gegen Kuba, Südkorea und die Dominikanische Republik gespielt wird. «Es sind gute Gegner für meine junge Mannschaft, vor allem zum Auftakt mit Brasilien und China. In der zweiten und dritten Woche haben wir etwas leichtere Gegner, aber alle Partien werden wichtige Erfahrungen für meine Mannschaft bringen», meinte Guidetti.
Der Italiener kündigte an, dass er einen Neuaufbau mit Spielerinnen plant, die entweder neu ins Team kommen oder bereits unter seiner Regie dabei waren. «Ich möchte eine neue Gruppe von 16 bis 18 Spielerinnen bilden, mit denen ich in den nächsten Jahren die Europameisterschaften, Weltmeisterschaften und den Grand Prix spielen werde.» Ziel sei es, die Weltranglistenposition zu verbessern, um mehr Qualifikationschancen für die Olympischen Spiele 2012 in London zu haben. Für einen Peking-Start hätten die Deutschen die europäische Ausscheidung in Halle/Westfalen gewinnen müssen, wo sich Weltmeister Russland das Ticket sicherte.
Die fünf Erstplatzierten der drei Vorrunden-Wochenenden sowie Gastgeber Japan ermitteln vom 9. bis 13. Juli in der Grand-Prix- Finalrunde den Nachfolger der Niederlande, die auf eine Teilnahme verzichtet hatten. Folgende zwölf Teams nehmen dieses Jahr am Grand Prix teil: USA, Japan, Türkei, Südkorea, China, Brasilien, Deutschland, Thailand, Italien, Kuba, Polen, Dominikanische Republik.



