Eurosport - Di 23.Dez. 11:56:00 2008
eurosport.yahoo.de stellt Ihnen alle 14 Etappen der Dakar 2009 in Argentinien und Chile vor.
Etappe 1 - Samstag, 3. Januar
Buenos Aires > Santa Rosa
Verbindung: 196 Km | Spezial: 371 Km | Verbindung: 166 Km | Gesamt: 733 Km
Vielen ist die Pampa ein Begriff. Den dort lebenden Menschen eilt der Ruf voraus, dass sie "rüde sind, aber stets höflich bleiben". Die erste Etappe ist eine Gelegenheit, diese ausgedehnten Ebenen der Länge nach zu entdecken. Nie zuvor haben die Dakar-Teilnehmer das Rennen auf einer derart langen Wertungsprüfung in Angriff genommen. Mit nahezu 400 Km auf schnell befahrbarem Untergrund, vielleicht dem schnellsten im Programm, handelt es sich um einen ernst zu nehmenden Aufgalopp. Alle stehen vor einem langen Tag, der sämtliche Probleme der Anpassung an die Zeitumstellung regeln wird.
Etappe 2 - Sonntag, 4. Januar
Santa Rosa > Puerto Madryn
Verbindung: 0 Km | Spezial: 237 Km | Verbindung: 600 Km | Gesamt: 837 Km
Die längste Etappe der Rallye wird nicht notgedrungen die schwierigste sein. Dennoch ist Wachsamkeit gefragt, und vor allem muss das gesamte fahrerische Geschick abgerufen werden. Nach einem eher schnellen Anfangsteilstück liefert diese Wertungsprüfung einen Vorgeschmack auf sandigen Untergrund. Auf den abseits der Piste gelegenen Abschnitten dieser Etappe sind die Kopiloten gut beraten, genau auf ihre Kursaufzeichnungen zu achten. Wer zerstreut ist, wird die ersten "Dreher" hinlegen.
Etappe 3 - Montag, 5. Januar
Puerto Madryn > Jacobacci
Verbindung: 70 Km | Spezial: 616 Km | Verbindung: 8 Km | Gesamt: 694 Km
Am dritten Renntag ist das Programm der Wertungsprüfung mit über 600 Km beträchtlich - ein klarer Beleg dafür, dass sich die Teilnehmer mitten im Renngeschehen befinden, obschon die großen Schwierigkeiten noch bevorstehen. Das Vordringen auf patagonisches Gebiet, das mit einem erheblichen Streckenprofilwechsel einhergeht, erfordert neue fahrerische Qualitäten. Die Landschaft ist deutlich hügeliger: Freunde lang gezogener Kurven kommen voll auf ihre Kosten. Hier orientiert man sich an den Seen am Pistenrand, etwa ein knappes Dutzend am Tag, und an den zahlreichen Flamingos, die auf dieser Etappe die bevorzugten Wegweiser sind.
Etappe 4 - Dienstag, 6. Januar
Jacobacci > Neuquen
Verbindung: 4 Km | Spezial: 459 Km | Verbindung: 25 Km | Gesamt: 488 Km
Zum Auftakt dieser Etappe verlangen die steinigen Passagen den Armen der Motorradfahrer alles ab, während die im Umgang mit den «Wadis» Erprobten ähnlich behutsam an die argentinischen "Rios" herangehen werden. Anschließend sorgen die ersten Sandabschnitte und die vielen Kilometer abseits der Piste für Begeisterung. Vorsicht ist geboten, denn Fehler können die Fahrer zusehends teuer zu stehen kommen: Die Expedition nach Neuquen sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Während das Hauptfeld mitunter immer mehr zurückfällt, könnten sich die Favoriten allmählich hervortun und eine dauerhafte Rangordnung herbeiführen.
Etappe 5 - Mittwoch, 7. Januar
Neuquen > San Rafael
Verbindung: 173 Km | Spezial: 506 Km | Verbindung: 84 Km | Gesamt: 763 Km
Der größte Prüfstein der ersten Rennwoche wartet vielleicht auf dem Weg nach San Rafael. Aufgrund der hohen Kilometerzahl ist ununterbrochen ein hohes Maß an Konzentration gefragt. Die Piloten bekommen es auch mit richtigen Dünenpassagen zu tun, darunter ein nahezu 20 Kilometer langer Abschnitt. Lange Teile abseits der Piste wechseln sich mit viel technischeren Wegstücken ab, und zwar in den "Rios-Anstiegen". Die malerisch schöne Gebirgskette bleibt am Horizont, aber Herumbummeln ist verboten: Eine zu späte Ankunft im Biwak hinterlässt immer Spuren.
Etappe 6 - Donnerstag, 8. Januar
San Rafael > Mendoza
Verbindung: 76 Km | Spezial: 395 Km | Verbindung: 154 Km | Gesamt: 625 Km
An diesem Tag stehen erneut viele Überquerungen auf dem Programm, denn zu Beginn der Wertungsprüfung warten etwa 60 Kilometer Dünenfahrt. In der zweiten Hälfte der Etappe wird die Strecke wieder besser befahrbar, doch könnte eine breite Furt die Teilnehmer etwas aufhalten. Diese will nach allen Regeln der Kunst bezwungen werden, um ein ausgiebiges Bad zu vermeiden. Mit der Ankunft in Mendoza dringt die Rallye in die Ausläufer des Andenbergmassivs vor.
Etappe 7 - Freitag, 9. Januar
Mendoza (ARG) > Valparaiso (CHL)
Verbindung: 80 Km | Spezial: 419 Km | Verbindung: 317 Km | Gesamt: 816 Km
Die Gelände- und Landschaftsvielfalt, eine Konstante der Rallye Dakar 2009, kommt auch auf dieser Etappe zur Geltung. Neben dem reinen Landschaftswechsel machen die meisten Teilnehmer mit der Gebirgskette der Anden Bekanntschaft. Bevor sie sich damit messen, müssen sie nicht nur eine Reihe von Dünen, sondern nach dem gleichen Strickmuster wie in der Sahara auch eine Fesh-Fesh-Runde (immense Sanddünenlandschaft ohne jede Piste) hinter sich bringen, die aber von der ortsansässigen Bevölkerung "guadal" genannt wird. Im Hinblick auf das Gebirge handelt es sich um die einzige Wertungsprüfung mit Passagen in 3 000 Metern Höhe, auf technisch anspruchsvollen Pisten, die vereinzelt die Gelegenheit bieten, einen Blick auf den Aconcagua, den Gipfelpunkt der Anden (6 959 Meter), zu erhaschen. Danach überqueren die Teilnehmer auf dem Verbindungsstück die Grenze, um in Valparaiso das Meer zu erreichen.
Etappe 8 - Sonntag, 11. Januar
Valparaiso > La Serena
Verbindung: 245 Km | Spezial: 294 Km | Verbindung: 113 Km | Gesamt: 652 Km
Nach einem Ruhetag an der Pazifikküste wird das Rennen gemächlich wieder aufgenommen. Die Mittelgebirgspisten liegen vermutlich am ehesten den Piloten mit den besten Lenkkünsten. Die Experten in den Bereichen Steuereinschlagen, Spurberechnung und Bremsmanöver können sich Chancen ausrechnen. Indes haben die Führenden der Rallye auf dieser Etappe sicher mehr zu verlieren als zu gewinnen.
Etappe 9 - Montag, 12. Januar
La Serena > Copiapo
Verbindung: 88 Km | Spezial: 449 Km | Verbindung: 0 Km | Gesamt: 537 Km
Bühne frei für den ersten Akt einer entscheidenden Trilogie. Das Fahrerfeld nimmt es mit der namhaften Wüste von Atacama auf, der dem Ruf nach trockensten der Welt. Diejenigen, die hier auf viele Dünen hoffen, kommen auf ihre Kosten. Allerdings erwartet sie auch mindestens genauso viel Schotter. Diese Etappe mit zahlreichen Geländewechseln hat Symbolcharakter für die Rallye Dakar 2009. Die Lage der schwierigen Passagen mit langen Dünenabschnitten auf dem Schlussstück der Etappe zwingt die Piloten, mit ihren Kräften gut hauszuhalten. Hier sind gleichzeitig Polyvalenz und absolut genaue Krafteinteilung gefragt.
Etappe 10 - Dienstag, 13. Januar
Copiapo > Copiapo
Verbindung: 20 Km | Spezial: 666 Km | Verbindung: 0 Km | Gesamt: 686 Km
Die Wertungsprüfung des Tages ist schlichtweg die längste und schwierigste der gesamten Rallye. Wie schon am Vortag erwartet die Fahrer auf dem Schlussstück von rund hundert Kilometern Länge eine ganze Reihe von Dünen. Und in diesem Bereich werden selbst die besten Spezialisten eine neue Erfahrung machen: Die chilenischen Dünen sind wahre Sandberge, und es will erst einmal gelernt sein, deren Flanken auf über einem Kilometer zu erklimmen und hinab zu fahren. Eine weitere Unbekannte: Niemand weiß mit Genauigkeit, wie sich der Sand unter der großen Hitzeeinwirkung in dieser Region verhalten wird. Nichtsdestotrotz muss man bis zum Schluss kühlen Kopf bewahren.
Etappe 11 - Mittwoch, 14. Januar
Copiapo > Fiambala
Verbindung: 20 Km | Spezial: 215 Km | Verbindung: 445 Km | Gesamt: 680 Km
Auf der Königsetappe der Rallye steht der Eifer der Kopiloten im Mittelpunkt. Die Fahrzeuge verlassen am Morgen den Pazifik und nehmen Kurs auf die Grenze. Zwischendurch müssen ständig Entscheidungen über die zu benutzenden Täler getroffen werden. Die Rückkehr auf argentinischen Boden erfolgt in einem bezaubernden Rahmen, auf dem Paso San Francisco, in fast 4 700 Metern Höhe. Zum Abschluss dieses langen, «farbenfrohen Tages» führt das Anschlussstück die Teilnehmer in ein Sand-Dekor mauretanischer Ausprägung. Wenn der Zufall es will, könnte die Rallye an dieser Stelle sogar den "bolivianischen Winter" erfahren, ein seltenes Phänomen, das manchmal mitten im Hochsommer Schneefälle verursacht!
Etappe 12 - Donnerstag, 15. Januar
Fiambala > La Rioja
Verbindung: 4 Km | Spezial: 253 Km | Verbindung: 261 Km | Gesamt: 518 Km
Mit Blick auf Überquerungen entspricht die Wertungsprüfung des Tages einer geballten technischen Ladung. Mehrere Dünensorten stehen an, darunter auch die äußerst gefürchteten "weißen Dünen". Drei Tage vor der Zielankunft kann diese Etappe die Rangordnung durcheinander wirbeln, insbesondere weil die Begleitfahrzeuge keinen Zugang zum Biwak von Fiambala haben. Oberstes Gebot ist abermals die richtige Krafteinteilung für den fahrbaren Untersatz.
Etappe 13 - Freitag, 16. Januar
La Rioja > Cordoba
Verbindung: 161 Km | Spezial: 545 Km | Verbindung: 47 Km | Gesamt: 753 Km
Nach den tausenden bereits zurückgelegten Kilometern kommt die vorletzte Etappe einem wahren Kraftakt gleich. Für die Spitzenpiloten geht es um Positionskämpfe, während sich die Amateure vor Übermut hüten sollten. Fehler könnten ein bitteres Andenken hinterlassen, denn es handelt sich um den Kaktustag. Im Biwak werden die Ärzte wohl zur Epilierpinzette greifen. Und schließlich gehören für die Experten der traditionellen Rallye einige Straßen zum Kulturgut des WM-Laufes, der jedes Jahr in Cordoba stattfindet. Hier sorgen die "aficionados" garantiert für Volksfeststimmung.
Etappe 14 - Samstag, 17. Januar
Cordoba > Buenos Aires
Verbindung: 224 Km | Spezial: 227 Km | Verbindung: 341 Km | Gesamt: 792 Km
Das Abenteuer nahm in der Pampa seinen Lauf. Nach der Erforschung von zwei Staaten mit kontinentalen Ausmaßen finden die Teilnehmer einen vertrauten Landschaftstyp wieder. Auf diesen langen, gut befahrbaren Wegen ist weiterhin Konzentration gefragt. Diejenigen, die es bis nach Buenos Aires und bis in die Abschlusswertung schaffen, werden die beeindruckendste, jemals in Form einer Langstrecken-Rallye zurückgelegte Rundfahrt vollendet haben. Und sie werden stets die ersten bleiben.
Kommentare 1 - 3 of 3
quark-------- olympia findet auch als olympiade in immer wieder neuen ländern statt und nicht immer in greece-----.so long dakar gerne als status weltweit , in gus , israel, gaza ect.
Ich liebte die Dakar Ralley auch ............... und war riessig entäuscht das sie einfach so kurz vorher abgesagt worden ist .
Sicher wird die neue Ralley auch Spannend und super ....halte aber den Namen Dakar für falsch und eine Mogelpackung . Selbst wenn die Ralley noch besser wird wie in Dakar.....Dakar Ralley ist in Afrika . Das hier ist ned Südamerikanische Veranstalltung.
Natürlich verfolge ich sie weil ich es einfach geil finde ....aber makaber ist es schon ...... das ist wie wenn mein Kind stirbt ...und ich dessen Namen ,meinem Neugebohrenen geben würde.
Ich liebe die Rally Dakar und habe sie Sehr vermisst bleibt nur noch Daumedrücken für ein spannendes Rennen. :)
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