Eurosport - Mo 23.Nov. 11:41:00 2009
Schon wieder nicht gewonnen. Für den FC Bayern fühlt sich das Remis gegen Bayer wie eine Niederlage an. Unterdessen geht der Lauf von Leverkusen weiter.
Man ahnt ja schon Schlimmes, als Bayern-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge, Manager Uli Hoeneß und Finanzvorstand Karl Hopfner nach dem Spiel gegen Leverkusen strammen Schrittes den Gang in die Kabine antreten. Die Gesichter der drei Herren lassen ebenfalls nichts Gutes erahnen. War es das etwa für Trainer Louis van Gaal? Gratulieren wollen sie dem Trainer und der Mannschaft zum 1:1 gegen Bayer Leverkusen bestimmt nicht.
Über die Motivation des medienwirksamen Kabinengangs schweigt sich Rummenigge anschließend aus. "Ich habe gar nichts gesagt", sagt er. Er sei lediglich zur Mannschaft gegangen, mehr nicht. "Was soll ich da große Reden schwingen?" Rummenigge spricht von einem verpassten Befreiungsschlag und davon, dass die Partie kein Schicksalsspiel für den Trainer gewesen sei. Es fällt schwer, ihm das abzunehmen.
Bayer bleibt ungeschlagen
Eine Niederlage gegen Bayer hätte wohl das Aus für Louis van Gaal bedeutet, zu groß lastet der Erfolgsdruck. Und mit einem Sieg hätten die Bayern den Rückstand auf die Tabellenspitze auf drei Punkte verkürzt. So ist es nur ein Unentschieden geworden, das dritte in Folge für die Münchener - eines, das sich anfühlt wie eine Niederlage.
Die letzte Heimniederlage der Bayern gegen Leverkusen liegt allerdings mehr als 20 Jahre zurück. Eine andere Serie hat nach den 90 Minuten vom Sonntag ebenfalls Bestand: Bayer bleibt als einziges Team in dieser Saison noch ungeschlagen. "Wir wollten gewinnen, aber wir haben nicht gewonnen. Das ist unser Problem", van Gaal bringt die Misere seiner Mannschaft auf den Punkt.
Darauf einen Rioja
Bei Philipp Lahm klingt das so: "Durch Siege kommt das Selbstbewusstsein. Siege geben der Mannschaft Sicherheit." Für Mario Gomez fehlen einfach die Ergebnisse, umso bitterer seine Erkenntnis: "Der Tabellenführer war nicht besser als wir." Das Problem: Alles liefe darauf hinaus, keinen Fehler zu machen, so Gomez weiter. "Das ist ein Weg", sagt er noch, "aber manchmal muss man auch mehr auf Risiko gehen. Das haben wir zu wenig gemacht."
Dabei geht gegen Bayer alles so gut los - 1:0 nach acht Minuten durch Gomez. Von so einem Start träumt van Gaal wahrscheinlich am Abend zuvor bei einem Gläschen Rioja, wenn er mit den Bayern-Verantwortlichen über Fußball fachsimpelt. Doch van Gaal hat keine Zeit, sich gemütlich zurückzulehnen, schon sechs Minuten später schlug Stefan Kießling mit seinem neunten Saisontreffer zurück.
Leverkusen spielt verstecken
Glück für Bayern, dass Schiedsrichter Knut Kircher Abseits pfeift, als Leverkusens Stürmer nach einem traumhaften Doppelpass mit Toni Kroos erneut einnetzt. Es war gleiche Höhe. Bayer hat in der ersten Hälfte mehr vom Spiel, Bayern gehört die zweite. "Wir haben uns ein bisschen versteckt", so formuliert es Kießling später. Ein bisschen ist gut, der Notizblock des Reporters verzeichnet nach der Pause keine Torgelegenheit für Leverkusen.
Dann kommen erschwerend die Pfiffe hinzu. Die Pfiffe gegen van Gaal werden mit zunehmender Spielzeit immer lauter. Nach dem Schlusspfiff ist es ein Pfeifkonzert. Dabei kann man den Bayern nicht den Vorwurf machen, sie hätten nichts unternommen. Es ist nur nichts dabei herausgekommen.
Kommentare 162 - 181 of 181
Den Bayern würde es schon helfen wenn sie nicht immer das Tripel als Saisonziel ausgeben würden. Kein Wunder das in den letzten Jahren nicht so viel Zusammengelaufen ist. Die anderen Vereine schlafen nicht. In der Bundesliga haben sie Hamburg, Bremen, Wolfsburg, Hoffenheim und auch bald Schalke als Konkurrenten. Früher war es immer nur eine Mannschaft. Und in Europa wird es auch nicht leichter. Sieht man daran das Mannschaften wie Liverpool nur dritter in der Gruppe werden oder das Rubin Kazan in Barcelona gewinnt. Wenn die Bayern clever sind geben sie als Saisonziel die Championsleague Quali aus und dann haben die Ruhe. Es muss ein Umdenken erfolgen sonst endet das in einer Katastrophe für die Bayern.
ich ahne schlimmes heute gegen haifa werden sie wieder velieren denn haifa spielt nicht schlecht haben sie schon oft bewiesen
Fans wie Martina braucht jeder Verein. Ein Fan, der auch in schlechten Zeiten zu seinem Verein steht. Daumen hoch.
viel zu leise diese Pfiffe, die sollen ihm so in den Ohren gellen damit er endlich abhaut
Van Gaal sollte mal wie Toni die 2. Mannschaft der 3. Liga trainieren damit er wieder Trainerpraxis bekommt.
ist doch ein guter trainer für die drecksseppels weiter so...ihr weisswurstfressenden @#$%.
Gut so, zehn Tabellenplätze tiefer wären sie mir noch viel lieber. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Immerhin haben wir ja noch die Rückrunde.
Egal wie Bayern spielen oder welcher Trainer gerade in der Luft zerrissen wird - der FC ist und bleibt mein Verein - in guten wie in schlechten Zeiten
lasst van gaal in ruhe nur er kann uns wieder zum meister machen.....
Tja Bayern heisst Feiern! Warum gibt es denn so viele Bayern Anhänger? Meineserachtens keine ehrlichen Fans die zu ihrer Mannschaft stehen.Wenn Bayern nicht auf dem 1.Platz steht ein Riesenskandal.Ist doch wie in einer EHE: in Guten und in schlechten ZEITEN!Schön ist auch immer zu sehen wie sich die Arroganz eines Herrn Hoeneß darstellt.Wenn Spiele gewonnen wurden kann er gar nicht genug Kommentare der Presse abgeben.Spiele verloren oder unentschieden: ab sofort ohne ein Kommentar in die Kabine.Der FCB ist nicht mehr das non plus ultra in der Bundesliga und sowieso schon lange nicht mehr im internationalen Fussball.
Dass die Diskussion um die Schwächeperiode des FC Bayern München diese oftmals auch ungangemessenen und verletzenden Ausmaße angenommen hat, muss man sich an der Isar natürlich selbst ans Bein binden. Ich habe in diesem Forum den Dummspruch "Euer Neid ist unser Stolz!" kennen gelernt. Es ist eine Haltung gepflegt worden, die mit Sport wenig zu tun hat. Und wenn heute die Retourkutschen en masse kommen, nimmt dies kaum Wunder.
Dennoch, ich finde es als langjähriger Fußballfan erschreckend, wie die Dinge in München laufen (oder sie dies eben auch nicht tun). Wir haben mit Sicherheit eine interessantere Liga bekommen, mit mehreren Kandidaten, die für den Titel in Frage kommen. Aber in gewisser Weise fehlt da eine Konstante. Der FCB war immer das Maß schlechthin. Dieses Maß hat die Bundesliga ebenfalls verloren. Müßig zu streiten, ob man das braucht oder nicht. Es ist einfach nicht mehr da, und wenn man über 40 Jahre hinweg daran gewöhnt ist, erscheint Vieles neu.
Ich würde mir einen FC Bayern wünschen, der nicht nur in alter Stärke, souverän und von den Gegnermannschaften respektiert und gefürchtet, sportliche Erfolge einfährt, sondern auch, dass das unsägliche Großkotzgehabe ein Ende nähme. Ein solcher Verein, erfolgreich, mit rassigem Spiel, hochklassiger Mannschaft und dabei sympathischem Auftreten - ich glaube, es gäbe um Längen mehr Fans!
soll doch der fc bayern bleiben wo er jetzt steht,vieleicht ändert sich ja mal was wenn es weniger geld gibt. von frank am24.11.09 dresden
@ Blue Devil z.Zt. comm. 161: wir sind doch in einigem doch recht ähnlicher Meinung. Insbesondere was die "Aktion Klinsmann" angeht scheint das ja wohl auch gar nicht allzu schwierig zu sein. Mit dem Zweijahresvertrag und ggf. vorzeitiger Auflösung hatte ich übrigens Ze Roberto gemeint (hab ich gerade erst festgestellt, daß ich den gar nicht namentlich erwähnt hatte). Was Robben angeht sehe ich das allerdings etwas anders als Du: warum hat Real denn diesen sicherlich klasse Fußballer abgegeben? Warum wollte ihn eigentlich trotz des Schnäppchenpreises keiner so richtig haben? Es ist doch seit drei oder vier Jahren bekannt, daß er extrem verletzungsanfällig ist und soweit mit bekannt ist nicht eine Saison komplett durchspielen konnte. Mit "komplett durchspielen" meine ich nicht das Fehlen wegen eines Hustens oder einer leichten Muskelverhärtung. Das waren permanent schwerwiegendere Verletzungen und vor allem überwiegend ohne gegenerische Einwirkung. Also nicht Verletzungen aufgrund irgendwelcher direkter Fouls sondern vermutlich aufgrund körperlicher / muskulärer Probleme. Und das bei einem - wie man meinen sollte - austrainierten Fußballprofi. Das lässt eben darauf schließen, daß der Bursche nicht nur einfach Pech hat sondern viel mehr ganz einfach den Anforderungen die der SPitzenfußball abverlangt nicht dauerhaft gewachsen ist. Darüber hinaus halte ich im Übrigen den Breno für ein in München absolut verkanntes Talent. Von der Anlage her ist das ein Riesenkicker. Dem müsste nur wirklich mal für einige Spiele tatsächlich das Vertrauen geschenkt werden. Auch wenn er anfangs Fehler machen wird, was gerade bei einem Abwehrspieler der noch nicht an das Mannschaftsgefüge und an die Laufwege der anderen unter Wettkampf-bedingungen gewohnt ist sicher nicht ausbleiben wird. Das ist das Manko bei den Bayern. Nicht erst jetzt unter van Gaal sondern schon seit geraumer Zeit: gerade die jungen Spieler werden nicht aufgebaut sondern müssen sofort funktionieren
soll doch der fc bayern bleiben wo er jetzt steht,vieleicht ändert sich ja mal was wenn es weniger geld gibt. von frank am24.11.09 dresden
gäähhhhnnnnnnnn
Mir persönlich ist es ziemlich egal, welchen Spieler Bayern mal wann von welchen Club geholt hat, um diese dann angeblich zu schwächen.
Es ist nur einfach schön zu sehen, das der gesamte verein, incl. seiner Fans jetzt seit fast 2 Jahren auf die Mütze bekommt.
Wie hat Rehagel (welcher neben z.B. Magath, der immerhin 2x Meister und 2x Pokalsieger wurde, Halbfinale Cl Leaguage, wg. "Erfolglosigkeit" gefeuert wurde) immer gesagt:
Geld schießt keine Tore! Recht hat er!
Nach Müller und Badstuber sollte nun endlich Baumjohann zeigen dürfen, was er drauf hat. Wenn nicht jetzt, wann dann ?
Das Argument ist doch längst überholt. Oder will jemand behaupten, die Bayern wollten Gladbach schwächen indem sie Baumjohann dort loseisen ? Nur weil das vielleicht mal so gewesen ist, dass die Bayern andere Spieler holen um die Gegner zu schwächen, gilt das nicht für die Gegenwart. Man hat doch längst andere Ziele. Einen Gomez holt man eben, weil es ein klasse Stürmer ist. Was ist dabei wenn man das Geld dazu hat ?
@Harry #142
Du schreibst "Was man Ihnen vorwerfen kann, ist ...dass sie Ihre Stärke durch die Schwächung anderer Bundesligisten erreichen." Dann sag mir doch mal, wer die Bundesligavereine sind, bei denen sich die Bayern in den letzten Jahren bedient haben? Wer sind denn die Bundesligaspieler anderer Vereine, die daran Schuld sind, dass die Bayern so stark sind?
Ich als Nicht-Bayern-Fan find es einfach nur köstlich wenn diese selbsternannten Fußballmillionäre den
Finger nicht aus dem @@-sch bekommen und es nicht einmal fertigbringen einen Pass (der auch ankommt)
über 4 oder 5 m zu spielen,geschweige denn einen Freistoß korrekt auszuführen (höchst peinlich aber von
großem Unterhaltungswert,hahah) .Diese Jungs machen tagtäglich nichts anderes als Fußballspielen,da
sollte zumindest die Ballbehandlung beherrscht werden.Und dann dieser Tulpenverschnitt eines Trainers.
Wenn ich schon höre:"Die Spieler brauchen Zeit um sich auf mein System einzustellen",na das ist ja sowas
von antiquiert.Ein guter Trainer stellt sich auf seine Spieler ein,schaut was er an Spielermaterial hat und legt
dann das Spielsystem fest.Wenn ich sehe das mein System nicht funktioniert muß ich halt nunmal flexibel sein
Es sind wirklich genügend gute Spieler vorhanden um einen frischen Offensivfußball zu spielen und nicht
dauernd dieses "hintenrum,hintenrum und ballhalten,ballhalten.Mit dieser Art erntet man in Europa nichts
mehr.Und setzt endlich diesen Schweinsteiger auf die Bank.Der ist die größte Niete und hat es wirklich
drauf ein Spiel langsam zu machen.Trotz allem aber bin ich froh das wir den FCB haben,ohne Ihn wäre
die Sportszene nur halb so interessant.Grüße aus China
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