Eurosport - Fr 23.Okt. 09:02:00 2009
Kopfschütteln in Bremen, Erleichterung in Hamburg: Während sich der Hamburger SV mit einem 1:0 bei Celtic Glasgow wieder klar auf Kurs befindet, verschenkte Werder beim 2:2 gegen Austria Wien den ersten Matchball in der Gruppenphase der Europa League.
So richtig schienen es die Werderaner Akteure nicht glauben zu wollen.
Nach dem Doppelpack von Claudio Pizarro (19./63.) wähnte sich das Team von Trainer Thomas Schaaf schon mehr oder weniger im Sechtzehntelfinale des europäischen Wettbewerbs. Drei Spiele, neun Punkte - bei noch ausstehenden drei Partien würde da nichts mehr anbrennen. Ebenso wie in der Partie gegen den österreichischen Bundesligisten, der sich mit Engagement und viel Kampfkraft gegen die erste Heimpleite seit dem 2. November 2008 wehrte. Doch es kam alles anders. Werder fühlte sich einfach zu sicher; und genau das nutzten die Österreicher durch Emin Sulimani (73.) und den Brasilianer Schumacher (87.) eiskalt aus.
"Das ist sehr, sehr ärgerlich. Wir haben ein Spiel aus der Hand gegeben, das wir eigentlich schon klar gewonnen hatten", schimpfte Werder-Manager Klaus Allofs über das Remis, das statt einer komfortablen Führung in der Gruppe L eine nun offene Konstellation bedeutet. Zumal Athletic Bilbao (6 Punkte) dank eines 2:1 gegen CD Nacional (1) den Werderaner wieder auf den Fersen ist. Coach Thomas Schaaf ärgerte sich über die leichtfertig vergebenen Chancen, die bei konsequenter Verwertung das Spiel lange vor dem Abpfiff zu Gunsten Bremens entschieden hätten. "In der ersten Halbzeit haben wir vieles richtig gemacht, doch wir hätten noch mehr Tore erzielen müssen".
"Das darf man sich nicht erlauben"
"In den letzten Spielen haben wir von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft. Ich weiß nicht, warum diesmal nicht", sagte der enttäuschte Torhüter Tim Wiese. Warum das Schaaf-Team in den letzten 25 Minuten jegliche Offensiv-Bemühungen einstellte und kaum mehr für Entlastung sorgte, konnte der Keeper auch nicht erklären. "Wir sind sehr enttäuscht, dass wir noch zwei Tore bekommen haben", erklärte Mesut Özil. "In der ersten Hälfte haben wir 100 Prozent gespielt, in der zweiten Halbzeit dann nachgelassen. Das darf man sich nicht erlauben."
Die Austria, mit zwei Zählern Dritter in der Gruppe, hat mit dem Unentschieden gegen den haushohen Favoriten aus der deutschen Bundesliga seine Hoffnung auf ein Weiterkommen am Leben gehalten. "Wir haben immer an uns geglaubt. Ein 2:2 gegen Werder, das hat etwas", freute sich Austria-Spieler Zlatko Junuzovic.
"Beste Antwort" durch Berg
Beim Hamburger SV hingegen lief alles wie am Schnürchen - erst recht, wenn man die katastrophale Personalsituation bei den Hanseaten in Betracht zieht. Dank des goldenen Tores durch den schwedischen Neuzugang Marcus Berg (63.) sicherte sich das Team von Trainer Bruno Labbadia den zweiten Sieg im dritten Spiel - das bedeutet Platz eins in der Gruppe C, punktgleich mit der Überraschungsmannschaft Hapoel Tel Aviv, die Hamburg-Bezwinger Rapid Wien beim 5:1-Heimerfolg aus dem Stadion schoss.
"Wir haben uns eine sehr, sehr gute Ausgangsposition geschaffen", bilanzierte HSV-Trainer Labbadia zufrieden. Und diese gute Ausgangsposition erarbeiteten sich dei Rothosen mit einem couragierten und vor allem offensiven Auftritt im Celtic Park. Auch ohne den verletzten Paradesturm Mladen Petric/Paolo Guerrero setzten die Hamburger die Schotten immer wieder unter Druck. Zwar hatten die Gastgeber mehr vom Spiel, doch der Abschluss der Briten vorm Tor war an Harmlosigkeit kaum zu überbieten.
Dass ausgerechnet der viel gescholtene Berg den entscheidenden Treffer beisteuerte, freute Labbadia ganz besonders. "Er stand zuletzt stark unter Druck", so der HSV-Coach über den 10-Millionen-Euro-Einkauf. "Das war die beste Antwort." Auch der nach knapp zweimonatiger Verletzungspause zurückgekehrte Marcell Jansen überzeugte.
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Kommentare 1 - 13 of 13
einerseits bin ich traurig weil meine rapid-buam untergegangen sind wie die Titanic !!
andrerseits stolz auf die leistung der austria ... die bewiesen hat , mit einsatz
und (fairen) kampf kann man viel erreichen ...(auch gegen eine technisch und
namentlich stärkere mannschaft was Werder mit sicherheit ist )
auch die salzburger mit 9 punkten aus 3 spielen ..sind zu erwähnen ...
nun ja unsre zeit ..beginnt erst samstag ;-)) in sölden .....
skifahren können "wir" doch noch besser ...
mlg
Mal nicht die Hühner Scheu machen.Werder wird sich eindeutig für die nächste Runde qualifizieren.
2 Punkte noch und das Ding ist durch.
auch, wenn Jahuu/Eurospuck wieder fleißig zensiert: Der Wiese sieht trotzdem ziemlich tuntig aus - Prosecco, Stößchen, Baby....
Werder fehlt gar nichts, dem schließe ich mich an. Bei dem Hammerprogramm Liga, Euro und DFB Pokal, dauernd auf dem Platz - - da versucht man Kräfte zu schonen. Und bei zwei Null ist dann einfach die Konzentration nicht mehr so extrem Hoch, und schon passiert es. Und so gibt es auch noch ein paar Zuschauer die ins Weserstadion kommen. Aber alles in allem ist Werder gut dabei, auf allen Veranstaltungen, und dies können auch nicht viele von sich behaupten.
Wäre es KO-Spiel gewesen und nicht dieser langweilige Gruppenspielmodus, wäre das ne sichere Kiste gewesen. So werden wenigstens noch ein paar Zuschauer für die 2 ausstehenden Heimspiele ins Weserstadion gelockt.
zu carlo #1
ich hoffe die Primitivität ist nicht typisch.
Dumm allemal und extrem überheblich, so wie offenbar der Trainer. Denn jeder der 3 Jahre Bürgerschule geschafft hat, müsste wissen dass eine österreichische Mannschaft gegen eine von uns immer bis zum Äusersten motiviert ist. Wenn man das leicht nimmt, geht es schief.
Irgendwie ist die Bilanz von Tim Wiese im internationalen Geschäft nicht besonders gut. Mehr Eier hat Butt auch nicht bekommen. Das erklärt warum er bei Jogi bestenfalls die Nummer 4 ist.
NEBENBEI halten Rost und Butt eigentlich genauso gut.
Werder braucht einfach mehr Nerven für das internationale Geschäft, oder um zu zitieren " richtige Eier".
Schon arg, wenn 2 deutsche Mannschaften eine Führung aus der Hand geben, dass ist auch eine Schwäche der Trainer.
Werder fehlt gar nichts, außer manchmal die Konzentration bis zum Abpfiff.
Dem Werder team fehlt ein wirklicher Captain, der die Mannschaft an die Kandarre nimmt, wenn sie einen Durchhänger hat. Frings ist zu lahm, Özil wohl noch zu jung...?
@freibier fuer alle!!!
Dera hat n Eichhoernchen im Darm rumlaufen deshalb guckt der so.
Hoffen wir mal, dass sich sowas nicht wiederholt. Austria hat den Punkt verdient gehabt, da kann man für die Österreicher mal den Hut ziehen. Dennoch, Bremen hat sogar noch ne Menge Glück gehabt, dass sie das Spiel nicht noch verloren haben ( man denke an das "zwischenzeitliche 1:1", da der Ball von Frings gespielt wurde, hätte dieses Tor zählen müssen ). Naja, immerhin können wir froh sein, dass zumindest der HSV sein Spiel gewonnen hat und die Bundesliga sich nicht komplett blamiert hat. Schwache Spiele von allen Deutschen Clubs ( bis auf den HSV ). Hoffentlich gelingt ihnen in den nächsten Spielen Wiedergutmachung ( besonders bei der Hertha, aber auf die würd ich international keinen Blumentopf setzen, die sind einfach nicht reif fürs internationale Geschäft und das sagt auch gerade der Tabellenplatz in der Liga aus )
@ Carlo
So Kommentare helfen niemand und sind eigentlich einfach nur ziemlich dumm. Irgendwann muss auch mal ein fairer Verlierer sein. Wobei man ja noch nicht mal verloren hat. Und ich denke mir auch, dass es in diesem Artikel mal wieder etwas populistisch ist Werder so darzustellen als wäre es im Grunde genommen ein verlorenes Spiel gewesen. Werder hat gut gespielt. Ein Dreier wäre verdient gewesen. Aber der Punkt, nicht zuletzt einfach weil Wien noch 2 Tore geschossen hat und den Punkt geholt hat, ist ebenso verdient für den Gegner. Aber auch für Werder, die im Grunde genommen ja auch selbst Schuld sind. Mal ganz hart gesagt... Aber Bremen ist eine Tuniermanschaft und sie werden sich trotzdem durchbeisen.
sch**ß austria
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