Eurosport - Mi 23.Sep. 14:06:00 2009
Die Ablehnung ist fast allgegenwärtig. Trotzdem wird der frisch gekürte Vuelta-Gewinner Alejandro Valverde als Topfavorit im schweizerischen Mendrisio ins WM-Rennen gehen. "Wir haben schon 2007 in Stuttgart versucht, ihn nicht starten zu lassen. Da hat er sich eingeklagt", sagte Enrico Carpani.
"Wir haben keine rechtliche Handhabe. Der Fall Valverde ist ein Fall des CAS, und wir müssen das Urteil des Sportgerichtshofes abwarten", so der Sprecher des Weltverbandes UCI weiter, der in der Affäre um den 29-jährigen Spanier einmal mehr keine glückliche Figur macht. Das Italienische Olympische Komitee CONI hatte Valverde am 11. Mai wegen seiner Verbindungen zum mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes für zwei Jahre gesperrt.
Vielleicht bringt das CAS-Urteil, das bis zum 17. Oktober gefällt sein soll, Klarheit darüber, ob die bislang nur auf Italien begrenzte Sperre ausgedehnt wird. Das CONI hatte Valverdes DNA mit dem beschlagnahmten Blut aus der Fuentes-Praxis verglichen und Übereinstimmung beim Blutbeutel Nr. 18 festgestellt. Valverde bestreitet weiter beharrlich jede Manipulation.
Klartext von deutschen Assen
Die beiden deutschen Zeitfahrer Tony Martin und Bert Grabsch, am Sonntag seine direkten Konkurrenten, positionierten sich klar gegen den Spanier, der von seinem Landesverband jede erdenkliche Rückendeckung erhält. "Wenn das Gesetz auf seiner Seite ist, muss es gelten. Aber sein Start ist nicht okay und schädlich für das Image des Radsports. Es ist Unsinn, dass er in manchen Ländern starten darf und in anderen nicht", sagte Columbia-Profi Martin - als Polizeimeister in rechtlichen Fragen wahrscheinlich besonders sattelfest.
"Die UCI setzt sich nicht durch. Ich hoffe, er ist sauber und ich hoffe, es wird bald geklärt, ob er es auch früher war", erklärte Titelverteidiger Grabsch, der sich zusammen mit Martin als Mitglied der mit Abstand und auf allen Terrains erfolgreichsten Mannschaft der Welt auch Doping-Unterstellungen gefallen lassen muss. Auch Doppel- Weltmeister Paolo Bettini, inzwischen nicht mehr aktiv und in Mendrisio rechte Hand des italienischen Nationalmannschafts-Chefs Franco Ballerini, meldete sich zu Wort: "Die UCI hat kein Interesse am Fall Valverde."
Verweise auf den Fall des gesperrten Stefan Schumacher, der zuerst auch nur in Frankreich die Rote Karte gezeigt bekam, dann aber recht zügig weltweites Fahrverbot erhielt, lässt UCI-Mann Carpani nicht zu: "Schumacher war nachweislich positiv auf CERA, Valverde hatte keine positiv verlaufene Kontrolle."
TV-Tipp:
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Kommentare 1 - 6 of 6
oh joshi, das lied kenne ich schon seit den 80ern du bübchen
Bin auch der Meinung von valvpiti, und sehr gespannt auf das Urteil des CAS.
Übrigens interessante Idee auch mal Proben von AC mit Blutbeuteln von Fuentes zu vergleichen.
Aber die UCI hat kein Interesse die Grossen zu hängen, lieber hier und da mal einen Kleinen, um dem Volk zu suggerieren, wir machen was gegen Doping.
@mountycanfsl
Du bist ein Troll und kennst das Lied überhaupt net.
... ich - bin so ein - lustiger Astronaut und ich singe ein Lied ...
Kann mich valvpiti nur anschließen. Toll wenn es Regeln gibt die für den einen angewand werden, für den anderen nicht. Wenn von der UCI alle gleich behandelt werden würden, wäre Armstrong jawohl der erste der gesperrt gehört.
Obwohl ich es persönlich toll finden würde wenn Valverde gewinnt oder wenigstens eine Medallia holt. Würde die UCI dann wieder mal einen Neuanfang starten?
Mein Gott ,was die für ein Tam Tam um Valverde machen. Das geht jetzt schon fast 3 JAhre lang so. Langsam wirds langweilig. Aber auch hier sieht man wieder wie mit zweierlei Maß gemessen wird. Armstrong darf überall mitfahren, obwohl nachweislich in den 1999 er Proben Epo nachgewiesen wurde und Eurosport widmet ihm sogar ne eigene Sendung. Da sagt niemand was. Aber klar Armstrong bringt halt viel Aufmerksamkeit und damit auch irgendwie Geld. Oder Contador, da kommt das italienische Komitee nicht auf die Idee mal Blutproben mit den AC-Beuteln zu vergleichen. Aber net falsch verstehen. Ich bin auch der Meinung das Valverde gesperrt gehört. Nur man sollte einfach mal alle gleich behandeln und nicht mal so oder so entscheiden.Aber jetzt mal doping hin oder her. Ich würde auch weiterfahren, wenn die UCI zu blöd wäre mich zu sperren, also das kann man ihm ja wohl echt net vorwerfen. Bin echt mal gespannt ob nach dem Cas-urteil Ruhe ist.
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