DFB-Pokal - VfB schlägt VfB, Stuttgart weiter

Eurosport - Do 24.Sep. 00:12:00 2009

Der kriselnde VfB Stuttgart glänzte auch im Pokal nicht. Erst in der Verlängerung glückte der Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Bastian Henning (6.) brachte den VfB Lübeck in Führung, ehe Julian Schieber (78.), Sami Khedira (110.) und Cacau (116.) das Stuttgarter Weiterkommen sicherten.

FOOTBALL 2009-2010 DFB Pokal VfB Lübeck VfB Lübeck - VfB Stuttgart - 0

Ohne den unter der Woche wegen eines Oktoberfest-Besuches suspendierten Jens Lehmann reiste der krisengeplagte VfB Stuttgart in den hohen Norden, in die Hansestadt Lübeck. Im Vergleich zur peinlichen 0:2 Heimpleite gegen Köln rutschte Kapitän Thomas Hitzlsperger wieder in die Startformation.

1. Halbzeit:

Die Stuttgarter schienen in der Anfangsphase gedanklich noch in der Kabine zu sein. Der Regionalligist begann mit höchstem Einsatz und wurde nach sechs Minuten bereits belohnt: Hennings lief alleine auf Ulreich zu und vollendete in echter Torjägermanier mit dem linken Außenrist aus halblinker Position. Boka hatte zuvor das Abseits aufgehoben.

Der Babbel-Elf war nach dem Rückstand die Verunsicherung deutlich anzumerken. Nach sechs sieglosen Spielen in Folge brauchten sie eine halbe Stunde, um sich auf die perfekt eingestellten Lübecker einzustellen. Angetrieben vom frenetischen Publikum ließen die Gastgeber kaum Chancen der Schwaben zu, außer einem Kopfball von Sebastian Rudy, der knapp am Winkel vorbeistrich (33.) und einer Chance von Mathieu Delpierre, bei der Nourreddine Semghoun gut reagierte (36.), war der Lübecker Keeper nicht gefordert.

Kurz vor der Pause war es erneut Torschütze Hennings, der nach einem weiten Befreiungsschlag völlig frei vor Ulreich auftauchte. Aus 13 Metern in halbrechter Position schoss er nur ganz knapp am langen Pfosten vorbei. Die Pausenführung des Viertligisten war auf Grund des aufopferungsvollen Einsatzes und der sehr guten taktischen Einstellung durchaus verdient.

2. Halbzeit:

Auch in der Halbzeitpause gelang es Stuttgarts Coach Markus Babbel nicht, seinen Mannen die Bedeutung dieses Spiels klar zu machen - oder sie wussten es nicht umzusetzen. Erst die Einwechslungen von Khedira in der 58. und Schieber in der 75. Minute brachten die Wende zu Gunsten der Schwaben. Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung war es Schieber, der die Schwaben in die Verlängerung schoss. Sein Schuss aus 18 Metern schlug im unteren linken Eck ein.

Pavel Pogrebnyak hatte noch vor Ende der regulären Spielzeit mehrere hochkarätige Chancen, um die Partie zu Gunsten der Stuttgarter zu entscheiden. Der Russe war über die komplette Spielzeit völlig untergetaucht und so passte es ins Bild, dass er die Gelegenheit in Minute 87 überheblich vergab. Die Verlängerung musste die Entscheidung bringen.

1. Halbzeit Verlängerung:

Erneut Pogrebnyak und der eingewechselte Lindner hatten jeweils eine Chance, ihr Team in Front zu schießen. Lindner scheiterte am Außenpfosten, Pogrebnyak an sich selbst.

2. Halbzeit Verlängerung:

Als die Kräfte der Lübecker endgültig schwanden, schlug der VfB eiskalt zu. Nach Roberto Hilberts Flanke von der rechten Seite war Khedira einen bruchteil vor seinem Bewacher am Ball und besorgte die Führung (110.). Die Hansestädter hatten dem nichts mehr entgegenzusetzen. Vier Minuten vor dem Ende bediente Arthur Boka von der Grundlinie Cacau, der den Ball aus kürzester Distanz zur endgültigen Entscheidung über die Linie drückte. Stuttgart war über weite Strecken die schwächere Mannschaft und war mit der aufopferungsvollen Spielweise der Lübecker überfordert. Am Ende setzten sie sich aber als die clevere Mannschaft durch.

Spieler des Spiels: Julian Schieber

Der junge Angreiffer schoss sein Team mit seinem Treffer in die Verlängerung. Erst nach seiner Einwechslung entwickelte Stuttgart gefährlichen Zug zum Tor. Sein öffnender Pass auf Boka vor dem 3:1 leitete die Entscheidung ein.

Yannick Bassler / Eurosport

Kommentare 1 - 5 of 5

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  1. Das Erreichen der Verlängerung war nicht glücklich.­ Gerade in der letzten halben Stunde hat der VfB extrem­ Druck aufgebaut und die Lübecker hätten sich nicht­ beschweren können, wenn sie in der Nachspielzeit schon­ das 1:2 gefangen hätten. Letztendlich ist es nur zur­ Verlängerung gekommen, weil StuttgarT mehrere­ Großchancen ausgelassen hat, die sie als Profis­ eigentlich hätten nutzen müssen.

    Für die Lübecker ist­ das das Spiel ihres Lebens, und wenn sie dann glücklich­ früh in Führung gehen, lecken die natürlich Blut gegen­ eine geschwächte B-Elf.

    Stuttgart ist weiter. Fragt­ mal die potentiellen Meister Hamburg, Wolfsburg oder­ Leverkusen, wie es denen ergangen ist. Im Pokal zählt­ nur das Weiterkommen.

    Von Pascal F, am Do 24.Sep. 15:48
  2. ...."war klar das der VFB es schwer haben würde,­ aber das­ weiterkommen war nie in Gefahr"
    Wer so­ ein Blödsinn schreibt, war sicherlich nicht beim Spiel­ dabei!
    Zur Pause hätte sich Stuttgard nicht beschweren­ können, wenn es 2:0 für Lübeck gestanden hätte (eine­ 100% Cance wurde nicht genutzt)! Echte Chancen­ Stuttgard: Bis dahin Fehlanzeige!
    Auch zu Beginn der 2.­ Halbzeit das gleiche Bild, wieder eine 100% Chance für­ Lübeck.
    Erst zum Ende der 2. Halbzeit, nach dem­ glücklichen Tor, wurde Stuttgard etwas stärker.
    Klare­ Chancen habe ich jedoch wieder kaum gesehen.
    In der­ somit für Stuttgard glücklich erreichten Verlängerung,­ waren die Schwaben dann die routiniertere und bessere­ Mannschaft - wen wunderts, gegen einen 4 Ligisten...

    Von relagser, am Do 24.Sep. 14:18
  3. Seit 50 Jahren bin ich VfB Fan, es ist immer das­ Gleiche ein oder 2 Jahre hui, danach 10 das übliche­ Hängen und Würgen. Ich wette heute schon, in der BL.­ Platz 10 und in der CL letzter in der Gruppe.Und wer­ schießt dei Tore, die Stars wie Marica, Progrbnyak,­ oder Scieber und Rudy. Carlos VfB Fan

    Von karlheinzzobel, am Do 24.Sep. 8:13
  4. war klar das der VFB es schwer haben würde, aber das­ weiterkommen war nie in Gefahr.

    Von Alexander, am Do 24.Sep. 0:40
  5. den satz "perfekt eingestellten Lübecker­ einzustellen" hätte meine deutschlehrerinn auf­ jeden fall angestrichen wegen wort wiederholung oder­ sowas. ich dachte immer man braucht ein abgeschlossenes­ studium um journalist zu werden...anscheinend bei­ eurosport nicht. schöne praktikanntenarbeit! weiterso­ eurosport, zum glück gibt es eh keine alternativen...

    Von sebastian.steinberg, am Do 24.Sep. 0:31
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