Eurosport - Mi 23.Sep. 22:02:00 2009
Vor 27.450 Zuschauern setzte sich der Bundesligist Eintracht Frankfurt gegen den Zweitligisten Alemannia Aachen mit 6:4 (3:1) durch, zeigte dabei aber besonders in der Defensive eklatante Schwächen. Die wichtigsten Tore für Frankfurt machten Nikos Liberopoulos (5., 50.) und Alexander Meier (53.).
1. Halbzeit
Referee Jochen Drees hatte die Partie kaum angepfiffen, da machte Cesar Caio schon das 1:0 für die Eintracht. Meier setzte vor dem Aachener Strafraum gegen Seyi Olajengbesi nach, eroberte den Ball und zog ab. Der nigeriansiche Abwehrspieler konnte den Schuss zwar blocken, lenkte die Kugel jedoch genau vor die Füße des Brasilianers, der mit links zum 1:0 verwandelte (1.).
Es war ein furioser Auftakt beider Teams, bei dem die Alemannia fast postwendend zurückgeschlagen hätte, doch Oka Nikolov entschärfte die Kopfbälle der freistehenden Benjamin Auer und Florian Müller in Weltklasse-Manier (3.).
So waren es dann doch wieder Hessen, die nach weiteren zwei Minuten erneut feiern konnten. Nach einer Ecke von Patrick Ochs verlängerte Aleksandar Vasoski den Ball per Kopf zu Nikos Liberopoulos. Der drückte das Leder gekonnt mit der Stirn über die Torlinie und ließ Thorsten Stuckmann keine Abwehrchance (5.).
Aachen wirkte trotz der kalten Dusche keinesfalls geschockt und lieferte sich mit Frankfurt ein schnelles und offenes Duell. Beide Mannschaften machten offensiv eine bessere Figur als in der Defensive. Vor allem Aachen ging defensiv mit zu wenig Aggressivität zu Werke und ließ die Gastgeber immer wieder ungestört ihr Spiel aufbauen. Die Eintracht kombinierte teils klasse und suchte immer wieder den starken Ochs, dessen Flanken jedoch zu selten ihr Ziel fanden.
Weil aber auch die Elf von Michael Skibbe hinten wackelte, schafften die Gäste Mitte der ersten Hälfte den Anschlusstreffer durch Babacar Gueye. Nach einem Eckball prallte das Leder zum Senegalesen, der im ersten Versuch noch an Nikolov scheiterte, den Abpraller aber zum 2:1 einköpfte konnte (23.).
In der Folgezeit verflachte das Match etwas, dennoch war die Eintracht weiterhin das aktivere Team. Alexander Meiers Unkonzentriertheiten bei der Ballannahme verhinderten zunächst das 3:1, was sich die Alemannia jedoch vor der Pause noch selbst einschenkte. Nach Ochs langer Flanke aus dem rechten Halbfeld ließ sich Lukasz Szukala von Chris langem Bein irritieren und köpfte das Leder ins eigene Netz (45.). Mit diesem Resultat ging es dann in die Kabine.
2. Halbzeit
Dieser Schock kurz vor dem Seitenwechsel lag der Alemannia offensichtlich schwer im Magen, denn die Gäste ließen sich nach Wiederanpfiff innerhalb von weniger als fünf von der Frankfurter Offensive überrollen. Zuerst hatte Seyi Olajengbesi Glück, nicht auch ein Eigentor zu erzielen, nachdem er eine Flanke knapp am eigenen Gehäuse vorbei köpfte (46.).
Auch Caio, der nach einer Ecke freistehend vorbeiköpfte brachte es zunächst nicht fertig die Führung weiter auszubauen (47.). Doch dann war es soweit. Selim Teber zog zur Grundlinie und passte klasse flach an den Fünfer, wo Alexander Meier zu Liberopoulos verlängerte, der am langen Pfosten lauerte und nur noch zum 4:1 einschieben musste (50.).
Doch damit war es noch nicht getan. Caios missglückter Schussversuch aus der Distanz landete bei Teber, der wieder klasse von rechts flach an die Strafraumkante passte, wo Meier bereitstand und gekonnt den Ball volley ins rechte untere Eck schoss (53.). Wenig später verhinderte die Unterlatte, dass Chris gar noch das 6:1 erzielte (58.).
Zu diesem Zeitpunkt dachten alle, das diese Partie gelaufen sei, doch dem war nicht so. Vor allem die Hessen schienen gedanklich schon ganz wo anders zu sein und gingen die letzte halbe Stunde etwas zu sorglos an. Die Alemannia gab aber nicht auf und kämpfte sich zurück ins Spiel. Erst von Herve Oussalé, später von Timo Achenbach klasse bedient, verkürzte der starke Auer per Doppelpack auf 5:3 (65., 72.).
Die Krüger-Elf setzte nun alles, wobei sich natürlich viele Konterchancen für die Frankfurter boten, doch die trafen aber plötzlich das Tor nicht mehr. Martin Fenin (76.), Liberopoulos (84.) und Teber (84.) hätten alle die vorzeitige Entscheidung auf dem Fuß, als sie jeweils alleine auf den Kasten von Stuckmann liefen, doch es nicht fertig brachten den starken Alemania-Keeper zu überwinden.
So aber mussten die Hausherren tatsächlich noch einmal zittern, weil Gueye Christoph Spycher und Marco Russ austanzte und per Linksschuss drei Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer schoss. Die Hoffnung auf den Augleich währte allerdings nicht lange, denn Teber bereitete dem Wahnsinn mit einem verwandelten Strafstoß zum 6:4 kurz vor Schluss ein Ende (89.).
Kommentare 1 - 2 of 2
Wenn die Eintracht auch in der Bundesliga mehr treffen würde.......
Was fürn Spiel obwohl Frankfurt eigentlich nie richtig in Gefahr war das Spiel aus der Hand zu geben.
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