Tour de France - Mit Doppelspitze zum Etappensieg

Eurosport - Di 23.Jun. 14:56:00 2009

Mit der Doppelspitze Linus Gerdemann und Gerald Ciolek will das Team Milram das schwache Abschneiden der vergangenen Saison vergessen machen. "Wir wollen bei der Tour spektakulär fahren, eine Etappe gewinnen und für mehr Aufmerksamkeit sorgen", sagte Team-Manager Gerry van Gerwen.

CYCLING 2009 Milram Linus Gerdemann Gerald Ciolek - 0

Vorbei sind die Zeiten, als Hauptdarsteller der großen Schleife aus deutschen Teams kamen. Bei der ersten Tour seit sieben Jahren mit nur einer heimischen Mannschaft erscheint die Konkurrenz um Rückkehrer Lance Armstrong (Astana-Team) übermächtig.

Gleichwohl hofft das neunköpfige Aufgebot, das durch Markus Fothen (Kaarst), Johannes Fröhlinger (Freiburg), Christian Knees (Euskirchen), Niki Terpstra (Niederlande), Peter Velits (Slowakei), Fabian Wegmann (Freiburg) und Peter Wrolich (Österreich) komplettiert wird, auf positive Schlagzeilen. "So schlecht sind wir gar nicht. Mit unserem Teamspirit können wir viel erreichen", sagte Gerdemann, der bei seiner letzten Tour-Teilnahme 2007 für kurze Zeit das Gelbe Trikot überstreifen durfte.

Schwaches Abschneiden als gutes Ohmen

Eine gute Tour-Bilanz ist in Zeiten andauernder Doping-Schlagzeilen und schwindender Sponsoren wichtiger denn je. Zumal es seit dem Wegfall der Deutschland-Tour an Gelegenheiten mangelt, auf großer Bühne Werbung in eigener Sache zu betreiben. Allerdings machten die Ergebnisse bei der Tour de Suisse wenig Mut: So musste sich der höher eingeschätzte Milram-Kapitän Gerdemann mit dem 41. Rang in der Gesamtwertung begnügen. Gerdemann wertete das schwache Abschneiden als gutes Omen: "Im Jahr 2007 bin ich bei der Tour de France in das Gelbe Trikot gefahren, obwohl ich vorher bei der Tour de Suisse noch schlechter gefahren bin. Jetzt gilt es, die Ruhe zu bewahren und zu regenerieren."

Noch ist das Team von den 25 Saisonsiegen, die van Gerwen im Januar als Ziel ausgegeben hatte, ein gutes Stück entfernt. Obwohl bisher erst sieben Erfolge zu Buche stehen, hält van Gerwen an seiner Vorgabe fest. "Mit dem Frühjahr konnte man nicht ganz zufrieden sein", bekannte van Gerwen, "aber für den restlichen Saisonverlauf bin ich optimistisch." Immerhin konnten Fabian Wegmann mit dem Erfolg beim Eschborn-Frankfurt City Loop und Gerdemann mit seinem Sieg bei der Bayern-Rundfahrt den hohen Ansprüchen des Sponsors zumindest teilweise gerecht werden.

Normilch AG erwartet mehr

Doch damit will sich die Nordmilch AG nicht begnügen: Ein ähnlich dürftiges Tour-Ergebnis wie im Vorjahr könnte dazu führen, dass sie ihr bis 2010 vorgesehenes Engagement schon im Herbst erneut überprüft. Einen vorzeitigen Ausstieg des Sponsors befürchtet van Gerwen auch im Falle einer schwachen Tour jedoch nicht: "Ich lebe nicht von Angst." Noch fataler als ein schwaches sportliches Abschneiden könnte sich ein Dopingfall auf die Zusammenarbeit mit dem Geldgeber auswirken. Van Gerwen ist guter Dinge, dass ihm solche Erfahrungen erspart bleiben: "Idioten gibt es überall, aber - ich glaube - nicht in unserem Team."

dpa / Eurosport

Kommentare 2 - 21 of 21

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  1. wo ist hier ne kristin.kolb? ^^

    Von Thomas, am Fr 26.Jun. 17:02
  2. @kristin Kolb:

    Was bezahlt dir deine Werbeagentur für­­ deine Beiträge hier? Für wen arbeitest du?
    STASI?
    Dein­­ Sprachstil verrät deine journalistische Ausbildung.­­ Deine Detailkenntnis verrät, dass du schnellen Zugang­­ zu Sportarchiven hast.....
    Ergo: du bist keine echte­­ Userin, du arbeitest für Geld.
    Wie nennt man das im­­ Gewerbe?

    Von verzaubern, am Mi 24.Jun. 22:45
  3. @kristin Kolb:

    Was bezahlt dir deine Werbeagentur für­ deine Beiträge hier? Für wen arbeitest du?
    STASI?
    Dein­ Sprachstil verrät deine journalistische Ausbildung.­ Deine Detailkenntnis verrät, dass du schnellen Zugang­ zu Sportarchiven hast.....
    Ergo: du bist keine echte­ Userin, du arbeitest für Geld.
    Wie nennt man das im­ Gewerbe?

    Von verzaubern, am Mi 24.Jun. 22:44
  4. Lieber ne Schwester im Puff,als nen Bruder bei Milram !

    Von janne_837, am Mi 24.Jun. 21:17
  5. Lieber ne Schwester im Puff,als nen Bruder bei Milram !

    Von janne_837, am Mi 24.Jun. 21:14
  6. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    @semje du wirst ja wohl nicht sagen wollen das Radsport­ heutzutage etwas anderes als ein rein wirtschaftliches­ Medienspektakel ist genau wie­ Fussball,Handball,Basketball,Langlauf uvm.

    Mir ist es­ eigentlich egal ob der Sieger gedopt oder ungedopt­ ist,der zweite hätte ja auch dopen können vllt hätte er­ dann gewonnen,ist ja jeden Sportlers freie­ Entscheidung.

    Den Hausberg werd ich sicher ned­ bezwingen,idh bin dann doch eher der Zeitfahrer ;-)

    Von Thomas, am Mi 24.Jun. 14:50
  7. doping ist super, macht die radler naemlich schneller,­ also schoen weiter so. immer rein mit den spritzen und­ den tabletten! die profis koennen einem so richtig die­ freude an dem tollen sport nehmen. na ja egal, ich­ gucke die tour sowieso, ob mit oder ohne doping.
    kann­ mir bitte jemand sagen, ob die tour schon mal jemand­ ohne doping gewonnen hat, danke!

    Von bock.roger, am Mi 24.Jun. 10:59
  8. "Idioten gibt es überall, aber - ich glaube -­­ nicht in unserem Team."

    Schau mer mal.....!!!

    Von christian.nimmervoll, am Mi 24.Jun. 10:58
  9. wer sponsert denn dieses jahr die tour EPO verleiht dir­ flueeeegel oder EPO we love it....

    Von bock.roger, am Mi 24.Jun. 10:32
  10. Ich hab erst gelesen: "Tour de Dope - Mit­ Doppelspritze zum Eposieg"

    Von griller4, am Mi 24.Jun. 10:24
  11. gab es mal einen tour d f sieger der nicht gedopt was?­ weiss das jemand...! danke

    Von bock.roger, am Mi 24.Jun. 10:19
  12. wer sauber ist, kann die Tour nicht gewinnen. Wollen­ wir mal hoffen, dass Gerdemann sauber ist/bleibt!

    Von Moralische Instanz, am Mi 24.Jun. 7:48
  13. Man sollte realistisch sein, und dem gesamtem Team­ etwas Zeit geben. Die "Leader" sind noch sehr­ jung. Dazu beide sehr weit von der Vorjahresform­ entfernt.
    Ich glaube auch, dass Ciolek + Peter Pan­ sauber sind.
    Hoffe Nordmilch bleibt cool.

    Von hrlutscher, am Mi 24.Jun. 6:43
  14. Nordmilch erwartet mit Recht mehr.

    Von u.pharsim, am Mi 24.Jun. 1:29
  15. "Idioten gibt es überall, aber - ich glaube -­ nicht in unserem Team."

    Schau mer mal.....!!!

    Von christian.nimmervoll, am Mi 24.Jun. 1:24
  16. Gerdemann ist sauber und wird irgendwann die Tour­ gewinnen

    Von slin, am Di 23.Jun. 20:59
  17. Selten so'nen Quatsch gelesen. Sport und Wirtschaft­ vergleichen wollen. Völlig absurde Idee damit Doping­ rechtfertigen zu wollen.

    Mir ist ein sauberer Zweiter­ lieber als ein dopingverdächtiger Sieger. Die Medien­ sind Schuld daran, dass nur der Sieger genannt wird.­ Die Redaktionsleiter entscheiden welche Nachrichten­ gebracht werden und ob ein zweiter oder dritter erwähnt­ wird. Mir doch egal, dass momentan der Radsport einen­ schlechten Ruf geniesst!

    In zwei Jahren ist es­ vielleicht wieder mal ein Schmiergeldskandal in einer­ anderen Sportart oder Doping bei den Langläufern. Das­ ZDF überträgt es trotzdem. Der Radsport ist halt nunmal­ der Sündenbock.

    @Thomas H:
    Durchatmen, Rad aus dem­ Keller holen und den Hausberg bezwingen.
    Dass die­ Bankster nicht mit zwei Jahren Berufsverbot bestraft­ werden, hat das Volk ihren Politikern zu verdanken, die­ es selbst gewählt hat.

    Von Jens S, am Di 23.Jun. 19:42
  18. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    Warum ist Doping denn schlimmer als verlieren? Weil­ eine Gesellschaftliche Norm das so sieht? Weil es­ offiziell so gehandhabt wird?

    Es hat sich auch keiner­ beschwert als Investmentbanken in faule Kredite­ investiert haben und Riesengewinne einfuhren und davon­ auch noch Steuern hinterzogen,da hiess es "schön­ macht das nichtmehr und finito"

    Beim Doping soll­ das jetzt anders gehandhabt werden? Um es überspitzt zu­ sagen:

    Doping = Kapitalismus - Ich habe grosse Erfolge­ es kann aber auch einen Totalabsturz geben­ (Krankheit,Karriereende,Tod)

    Nicht Dopen = Soziale­ Marktwirtschaft - Alle haben die gleichen­ Rahmenbedingungen die von aussen vorgegeben werden­ wenig Risiko aber auch weniger grosse­ Erfolgschancen

    Ergo entweder erlaubt Doping oder­ gründet eine saubere und eine unsaubere Klasse.

    Von Thomas, am Di 23.Jun. 19:18
  19. Ein sehr guter Kommentar Sam. Einerseits stehen die­ Fahrer enorm unter Druck in diesem Jahr. Ein Erfolg bei­ der Tour (Etappensieg oder gar Trikot) würde dem Team­ enorm helfen. Dieser darf jedoch nicht um jeden Preis­ erlangt werden, denn nur ein einziger Dopingfall würde­ wohl in letzter Konsequenz das Aus für das komplette­ Team bedeuten.
    Ich denke, dass Milram derzeit über­ keinen Fahrer für das GK verfügt, dafür darf man bei­ Gerdemann hoffen, dass sich seine Form bis zur Tour­ noch ein wenig steigert und bei der Grande Boucle­ zumindest ein Tagessieg drin ist.
    Mir ist ehrlich­ gesagt der Fortbestand des einzig verbliebenen­ Pro-Tour-Teams lieber als ein ähnlich gutes Abschneiden­ wie das von Gerolsteiner 2008.

    Die Vorfreude auf die­ Tour derzeit wird von Tag zu Tag größer....

    Von wuselinho, am Di 23.Jun. 16:39
  20. "Noch fataler als ein schwaches sportliches­ Abschneiden könnte sich ein Dopingfall auf die­ Zusammenarbeit mit dem Geldgeber auswirken."

    Wenn­ die Radprofis, die Teams und vor allem die Fans diese­ wahre Aussage nur mal beherzigen würden: Doping ist­ schlimmer als verlieren.

    Von Sam S, am Di 23.Jun. 15:54
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