Saison 2009 - Chronologie des Formel-1-Streits

Eurosport - Di 23.Jun. 11:34:00 2009

Die Lösung des monatelangen Konflikts kann wohl nur noch Max Mosley herbeiführen, wenn der umstrittene Präsident der FIA erklärt, dass er sich nach seiner im Oktober auslaufenden Amtszeit nicht mehr zur Wiederwahl stellt. Eine Entscheidung wird bei der Weltratssitzung in Paris erwartet.

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17. März: Der Motorsport-Weltrat der FIA beschließt für die Saison 2010 die Einführung einer freiwilligen Budget-Grenze.

24. April: Vor dem Bahrain-Grand-Prix fordert Mosley die wütenden Teams auf, eine für sie akzeptable Budget-Regelung vorzuschlagen.

29. April: Der Motorsport-Weltrat erhöht das Etatlimit auf rund 45 Millionen Euro, legt die Details der Regel fest und präzisiert Ausnahmen. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hatte den Beschluss mit einem Brandbrief vergeblich zu verhindern versucht und auf ein Ferrari zugesichertes Veto in Regelfragen verwiesen.

12. Mai: Ferrari droht nach einer Vorstandssitzung mit einem Rückzug aus der Formel 1, wenn die neuen Regeln umgesetzt werden. Tags zuvor hatte Dietrich Mateschitz eine Anmeldung seiner Teams Red Bull und Toro Rosso für 2010 unter dem geplanten Reglement ausgeschlossen.

13. Mai: Auch Renault will aussteigen, wenn die Regeln so bleiben.

15. Mai: Krisengipfel in London: ergebnislos. Es wird bekannt, dass Ferrari bei einem Pariser Gericht eine Einstweilige Verfügung gegen die Regelreform erwirken will. Die Scuderia pocht auf ein angebliches Veto-Recht, das ihr Mitsprache in Regelfragen zugestehen soll.

20. Mai: Das zuständige Pariser Gericht weist den Antrag auf Einstweilige Verfügung ab.

22. Mai: Krisengipfel in Monte Carlo. Nach stundenlangen Beratungen gehen FOTA und Mosley ohne Ergebnis auseinander.

24. Mai: Mosley: "Dass eine Lösung gefunden wird, ist sehr sicher."

25. Mai: Die Rennställe fordern einen Aufschub des neuen Regelwerks.

25. Mai: Williams schert aus. Der englische Rennstall schreibt sich vorbehaltlos und als erstes der zehn aktuellen Teams für 2010 ein.

27. Mai: Wegen seiner Nennung für 2010 wird das Williams-Team vorübergehend aus der FOTA ausgeschlossen.

29. Mai: Am letztmöglichen Tag schreiben sich die FOTA-Rennställe ein - geknüpft an zwei Bedingungen: Ein neues Concorde Agreement muss bis zum 12. Juni unterschrieben sein, und gefahren werden muss 2010 unter denselben Regeln wie 2009.

3. Juni: Friedenshoffnung platzt. Mosley nennt die FOTA-Bedingung nach einem neuen Concorde Agreement bis 12. Juni "unrealistisch".

5. Juni: Es wird bekannt, dass sich auch Force India ohne Bedingungen eingeschrieben hat. Nur noch acht Teams in der FOTA.

8. Juni: Mosley-Brief an die FOTA-Teams: Die Rebellen sollen ihre Bedingungen fallen lassen. Danach könne man die Regeln ändern.

11. Juni: Blitz-Treffen zwischen Mosley und den FOTA-Vertretern Stefano Domenicali (Ferrari), Ross Brawn (BrawnGP), Christian Horner (Red Bull) und John Howett (Toyota).

12. Juni: Alle zehn aktuellen Teams stehen auf der insgesamt 13 Rennställe umfassenden Startliste für 2010. McLaren-Mercedes, BMW- Sauber, Renault, BrawnGP und Toyota werden zu weiteren Gesprächen eingeladen. Bis spätestens 19. Juni sollen die Teams, die wie Ferrari, Red Bull und Toro Rosso nur unter Vorbehalt gemeldet haben, nach dem Willen der FIA endgültig für 2010 nennen.

13. Juni: Di Montezemolo: "Wir werden nicht an der nächsten Weltmeisterschaft teilnehmen, wenn die Regeln so bleiben und Ferraris Rechte nicht berücksichtigt werden."

15. Juni: FIA-Presseerklärung: "Es gibt eindeutig ein Element in der FOTA, das entschlossen ist, jegliche Einigung zu verhindern, ohne Rücksicht auf den Schaden, den dies auf den Sport haben könnte."

16. Juni: FIA-Presseerklärung mal zwei: "Die Finanzregeln der FIA bleiben daher wie veröffentlicht." Im zweiten Schreiben bezichtigt die FIA die FOTA, die Hoheit über die Regeln und die kommerziellen Rechte an sich reißen zu wollen.

17. Juni: FOTA an FIA-Chef Mosley: "Jetzt ist die Zeit, eine vernünftige und schnelle Lösung für die noch offenen Probleme zu finden." Stunden später weist Mosley diese weitgehend zurück.

19. Juni: Die FOTA kündigt eine eigene Rennserie an.

21. Juni: Mosley meint, eine Lösung sei eigentlich nahe, das sehen die FOTA-Teams ganz anders.

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dpa / Eurosport

Kommentare 1 - 9 of 9

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  1. @grammlincramer
    - denkst Du bevor Du schreibst?
    - liest­ Du bevor Du postet?
    Ich habe selten so ein schlechtes­ Posting gelesen. Dazu garnierst Du den schlechten­ Inhalt mit Fäkaliensprache.

    Von W, am Mi 24.Jun. 16:13
  2. FORMEL ! IST EIN SPORT UND KEINE SCHEIß BÖRSE

    Von grammlincramer, am Mi 24.Jun. 14:10
  3. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    @ lacherdraco

    damit hast du recht aber die­ konkurrenzfähigen teams sind nicht gut wegen dem geld­ sondern weil sie die besten mechaniker haben. die­ besten ideen einfach. sie das team von adrian newey­ oder rosss brawn. dass sind die hellsten köpfe und das­ team läuft. wie du sicher weist hatte honda keine kohle­ und jetzt führen sie (und das noch ohne budgetgrenze)

    Von grammlincramer, am Mi 24.Jun. 14:00
  4. Die Spaltung ist doch längst beschlossen. Statt zu­ lamentieren und mit Anwälten zu drohen, solllte man­ eine zweite Meisterschaft als Chance ansehen. Die­ Formel 1 fährt mit einer Budgetbegrenzung und gibt­ dadurch Privatteams die Möglichkeit an einer­ Meisterschaft auf hohem Niveau teilzunehmen. Die FOTA­ richtet eine Meisterschaft ohne Budgetgrenzen aus.­ Dadurch wird dort Motorsport auf höchstem Niveau­ geboten. Nichts anderes hat doch MM gefordert, ausser­ dass er beide Meisterschaften gleichzeitig fahren­ lassen wollte. Für den Fan kann eine Abspaltung nur­ Vorteile bedeuten. Er kann sich die interessanteste­ Variante aussuchen, oder gar Beide verfolgen.
    Ich­ freue mich auf die gespaltene Meisterschaft, auch weil­ die FOTA günstigere Preise für die Fans versprochen­ hat, und weil renommierte Strecken, wie Magny Cours,­ Montreal oder Silverstone wieder dabei wären.

    Von W, am Mi 24.Jun. 9:07
  5. Wie war es damals beim Bund?..ah ja..."und jetzt­ werde ich ein paar Freiwillige bestimmen, die heute­ Abend den Kasernenhof fegen"... soviel zur­ "Freiwilligkeit" der Budget-Obergrenze der­ F-1

    Von pototoy, am Di 23.Jun. 17:42
  6. Meiner Meinung nach muss die FIA einfach nachgeben! Die­ Formel 1 ist nunmal dafür gemacht das es darum geht die­ schnellsten fahrer in den schnellsten rennwagen der­ welt kämpfen um die höchste weltmeisterschaft des­ autorennsportes.
    ich kann nunmal nicht mit 100 euro in­ die größte meisterschaft miteinsteigen und verlangen­ dort gewinnen zu können. man muss es realistisch sehen.­ wenn ich das nötige geld habe die richtigen leute im­ team habe(die auch geld kosten) kann ich auch ein team­ aufstellen das konkurenzfähig ist! wenn ich das alles­ habe aber von "ärmeren" teams überholt werde­ weil sie mehr freiheiten haben ist das nicht­ vergleichbar!

    also schlussendlich muss es heißen­ entweder Formel 1 wie sie war und groß wurde oder es­ beenden und eine RICHTIGE formel 1 aufbauen!

    Von lacherdraco, am Di 23.Jun. 15:35
  7. @kurvenkratzer: die budgetobergrenze ist freiwillig...­ es ist nicht vorgeschrieben, dass sich ein team daran­ halten muss... nur die, die sich nicht daran halten,­ bekommen gewisse freiheiten nicht, die die, die sich­ daran halten, bekommen

    Von christoph b, am Di 23.Jun. 13:52
  8. Den Beginn darf man ruhig weiter in die Vergangenheit­ legen. Die Budgetgrenze hat doch nur ein Fass zum­ Überlaufen gebracht.

    Wäre es das nicht gewesen, Mosley­ hätte gewiss eine andere Idee entwickelt.

    Von Andreas S, am Di 23.Jun. 13:24
  9. 17. März: Der Motorsport-Weltrat der FIA beschließt für­ die Saison 2010 die Einführung einer freiwilligen­ Budget-Grenze.

    Die Formulierung finde ich gut :-)) Von­ Freiwilligkeit keine Spur

    Von kurvenkratzer008, am Di 23.Jun. 11:46
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