Eurosport - Mo 23.Jun. 10:11:00 2008
Sechs Wimbledon-Titel haben die Schwestern Venus und Serena Williams in den vergangenen acht Jahren unter sich aufgeteilt.
Sechs Wimbledon-Titel haben die Schwestern Venus (2000, 2001, 2005, 2007) und Serena Williams (2002, 2003) in den vergangenen acht Jahren unter sich aufgeteilt. Welche Spielerin hat das Potenzial, diese Serie zu brechen? eurosport.yahoo.de nimmt die aussichtsreichsten Kandidatinnen unter die Lupe.
Maria Scharapowa
Im Jahr 2004 holte die 21-Jährige in London ihren ersten Grand-Slam-Titel. Dieser Erfolg katapultierte die Russin endgültig in die Weltspitze. Es war der bisher wichtigste und bedeutendste Sieg für Scharapowa. Die aktuelle Nummer zwei der Welt reist mit einer Bilanz von 23:4 als hohe Favoritin an die Church Road. Nach ihrem Triumph bei den Australian Open und dem frühen Achtelfinal-Aus in Paris will "Masha" beim dritten Major-Turnier auf ihrem Lieblingsbelag die bis dato sehr guten Saisonleistungen krönen. Erstmals seit fünf Jahren startete sie nicht beim Vorbereitungsturnier in Birmingham, um sich voll auf ihr Rasenhighlight zu konzentrieren.
Seit dem French-Open-Sieg wird die Serbin auch an der Spitze der Weltrangliste geführt. Die Allrounderin fühlt sich auf jedem Untergrund wohl und hat sich seit ihrer ersten Teilnahme im All England Club 2005 von Jahr zu Jahr gesteigert. 2007 schaffte es die 20-Jährige bis ins Halbfinale. Der schnelle Rasen kommt ihrer schnörkellosen Grundlinien-Power entgegen. Auch ihr starker Aufschlag ist ein großes Plus. Allerdings bestritt Ivanovic bis zum Showdown noch kein Match auf diesem Belag. Die Belgraderin ist durch ihren ersten großen Titel in Paris gereift und hat auch beim ältesten Tennisturnier der Welt klare Titel-Ambitionen.
Die Weltranglisten-Dritte ist eine Kämpferin und hat vor allem während der Sandplatz-Saison durch konstant hervorragende Leistungen geglänzt. Doch auf dem "heiligen Rasen" werden die Karten neu gemischt. Ihr bestes Resultat in der englischen Metropole war das Achtelfinale vergangenes Jahr. Der ganz große Wurf blieb der Serbin bislang nicht vergönnt. In den entscheidenden Momenten waren ihre Gegnerinnen den gewissen Tick abgebrühter. Auf der Rechung sollte man die 23-Jährige trotzdem haben. Für eine Überraschung sorgen kann Jankovic allemal. Ob die Belgraderin den längst fälligen Major-Erfolg in London feiern wird, ist allerdings fraglich.
Die Außenseiterinnen
Das Fernbleiben in Birmingham, s'Hertogenbosch oder Eastbourne scheint unter den Top-Ten-Damen fast abgesprochen. Die Geheimniskrämerei ist groß und Prognosen über die Rasen-Form der Spielerinnen schwierig. Eines ist jedoch sicher - Vorsicht vor den Williams-Schwestern! Denn sowohl Venusals auch Serena scheinen an der Church Road über sich hinauswachsen zu können.
Nie zuvor wurde die Konkurrenz im All England Club in den letzten Jahren so dominiert wie von den beiden US-Amerikanerinnen. Die 28-jährige Venus wird nach vier Siegen in einem Atemzug mit Martina Navratilova (9), Steffi Graf (7) und Billie Jean King (6) genannt. 2007 gewann sie an Position 23 gesetzt völlig unerwartet. Serena triumphierte zwei Mal. Findet sie ihre Konstanz, ist die muskelbepackte 26-Jährige für jede Kontrahentin eine Gefahr. In London sind bei den an Nummer sechs (Serena) und sieben (Venus) gesetzten Kalifornierinnen alle Verletzungssorgen vergessen und es werden ungeahnte Energien frei gesetzt. Williams und Wimbledon - das passt einfach!
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