Bundesliga - Karlsruhe und Berlin am Ende ohne Glück

Eurosport - Sa 23.Mai. 18:12:00 2009

Der Karlsruher SC hat trotz eines 4:0 (2:0)-Sieges gegen Hertha BSC den Sprung auf den Relegations-Platz verpasst und muss den Gang in Liga zwei antreten. Die Tore für die Hausherren erzielten Sebastian Freis (33.), Maik Franz (40.) und Joshua Kennedy (62. und 70.).

FOOTBALL 2008-2009 Bundesliga Karlsruhe-Berlin - 0

Karlsruhe gewann zwar mit 4:0 gegen erschreckend schwache Berliner, da sich aber Cottbus gegen Leverkusen durchsetzte müssen die Badener den direkten Weg in die zweite Liga antreten. Berlin verpasste den Sprung auf einen Champions-League-Platz und darf im nächsten Jahr immerhin in der neugegründeten Europa-Liga an den Start gehen.

"Das ist ein bisschen wie ein Trauma", sagte KSC-Schlussmann Markus Miller tief deprimiert. "Es ist noch gar nicht so richtig bei mir angekommen, dass dies der Abstieg ist." Aber auch bei den Herthanern herrschte blankes Entsetzen. "Das ist eine bittere Enttäuschung. Das war ganz klar anders geplant", schimpfte Manager Dieter Hoeneß aufgebracht. "Ich bin sehr, sehr aufgewühlt."

1. Halbzeit:

30.000 Zuschauer im restlos ausverkauften Wildpark hofften auf Wunder. Die Karlsruher Fans auf einen Sieg und die Relegation, die Anhänger des Hauptstadt-Clubs auf die Qualifikation zur Champions League. Die erste Chance der Partie hatten die Gäste: Marko Pantelic köpfte eine Flanke von Patrick Ebert nur wenige Zentimeter am Tor vorbei (6.). Dieser Kopfball blieb für lange Zeit die beste Chance der Partie, der KSC machte viel zu wenig für das Spiel nach vorne und kreirte keine Torchancen.

Dem Spiel war nicht anzusehen, dass es für beide Mannschaften um viel ging. Es war aber deutlich erkennen, warum der KSC in dieser Saison nicht genug Klasse für den Ligaverbleib hatte: Mehrmals vertändelten die Gastgeber den Ball auf Höhe des Strafraums, die Hertha versäumte es aber die sich bietenden Chancen zu nutzen. Pantelic (16.) und Raffael (25.) zum Beispiel brachten den Ball nicht im Tor unter.

Doch dann kamen die KSC-Minuten: Erst schob Freis den Ball allein auf Drobny zulaufend dem Keeper aus sieben Metern in die Arme (29.). Zwei Minuten später machte es der Stürmer besser: Eine Hereingabe von Stefano Celozzi stocherte der baldige Kölner aus vier Metern mit viel Glück über die Linie.

Das Tor wirkte wie eine Befreiung für die Gastgeber, die auf einmal das Geschehen in die Hand nahmen. Die Karslruher spielten offensiv nach vorne und machten mehr fürs Spiel. Und in der 40. Minute wurden die Hausherren für die Bemühungen belohnt: Franz köpfte eine Ecke von Michael Mutzel freistehend aus vier Metern über die Linie (40.).

2. Halbzeit:

Lucien Favre brachte zu Beginn der zweiten Hälfte Andreij Woronin für den enttäuschenden Cicero. Der Ukrainer sorgte dann auch gleich für die erste Chance in Hälfte zwei: seinen Pass schoss Goijko Kacar aber aus elf Metern am Tor vorbei (51.).

Doch die Hertha schloss nicht an die Offensivaktionen an und fiel wieder zurück in die schlechten 15 Minuten vor der Halbzeit. Und das nutzte der KSC eiskalt: Celozzi wurde von Marc Stein nicht angegriffen, flankte in den Strafraum und Kennedy setzte sich gegen Steve von Bergen durch. Der Australier erzielte mit einem Schuss aus vier Metern den ersten Saisontreffer (62.).

Und weiter ging es nur in eine Richtung. Die Berliner fanden nicht ins Spiel und schwammen gewaltig in der Defensive. Und das nutzten die Badener: Lars Stindl brachte eine Ecke an den Fünfmeterraum, Kennedy stieg hoch und erzielte seinen zweiten Treffer per Kopf (70.).

Mit diesem Treffer war die Partie dann endgültig entschieden. Die Hertha brachte auch in der zweiten Hälfte nichts auf die Reihe und gab das Spiel verloren. Die Karlsruher steckten nicht auf und waren weiter die spielbestimmende Mannschaft, jedoch ohne weitere klare Torchancen.

Spieler des Spiels: Joshua Kennedy

Der Australier erzielte im letzten Spiel der Saison den ersten Treffer und legt sogar noch einen weiteren nach. Der Mittelstürmer war zu jederzeit anspielbar und stellte die Berliner Defensive vor große Probleme.

Nikolaus Przemek / Eurosport

Kommentare 1 - 5 of 5

Kommentare sortieren: Aktualität
  1. stuttgart und wolfsburg sind auch nicht championsleague­ reif. beide sind im uefa cup fast so früh gescheitert­ wie hertha und jetzt wollen die uns in der­ championsleague vertretten. wenn es nach dem geld gehen­ würde dann hätte ich gern hoffenheim und hamburg in der­ champleague gesehen - weil die hätten noch ordentlich­ auf dem transfermarkt zu geschlagen

    Von josuadirk, am So 24.Mai. 2:52
  2. boffi als richtiger hertha fan muss man einfach favre­ kritisieren weil er nicht nur hertha in die europe­ league geholt hat ( ziel dieser saison ) sondern auch­ viele fehler gemacht hat dazu gehören chermiti zu wenig­ gebracht, lucio fast ignoriert, friedrich und voronin­ draußen gelassen, ebert suspendiert (unnötig in der­ saisonphase / WIESE wurde auch nicht suspendiert als er­ eindeutig gegen hsv zu weit ging ), pantelic eine weile­ lang draußen gelassen, lustenberger und von bergen eine­ chance gegeben und er hatte vor der saison gesagt das­ er den talenten fardi, hartmann, riedel und bigalke­ eine chance gibt sich zu beweisen bis auf einen einsatz­ von hartmann zum saisonauftakt ist das nicht geschehen

    Von josuadirk, am So 24.Mai. 2:48
  3. das spiel hat doch bewiesen, das hertha noch nicht­ bereit ist, wichtige spiele für sich zu entscheiden.­ Wenn die Nervosität, mit Aussicht auf die CL, das Spiel­ der hertha so blockiert, dann sind sie als Einheit noch­ nicht soweit.
    Das Team hat Stärken auf die man aufbauen­ kann. Doch um die grösseren erfolge feiern zu können­ gehört mehr dazu.
    Jetzt wissen sie wenigstens, wie sie­ die neue saison planen können und welches Budget sie­ zur verfügung haben. Ein dritter Platz hätte nur­ Unsicherheit in der Planung gegeben und schlußentlich­ nur fehlentscheidungen hervorgebracht.
    soll die alte­ Dame doch erstmal beweisen, dass da etwas am entstehen­ ist und sich nächste Saison genauso oder besser­ schlagen und in der Euroliga aufn putz hauen.

    Von Philipp B, am Sa 23.Mai. 21:11
  4. favre muss gehen, das ist doch wohl klar. mir hat­ schweizer schokokolade noch nie geschmeckt, bernd aus­ athen

    Von boffi, am Sa 23.Mai. 20:45
  5. Wenn man ehrlich ist, hatte Berlin die CL am Ende auch­ nicht verdient. EL ist aber ein riesen Erfolg, aber­ diesmal bitte besser abschneiden als letztes mal ;)

    Von talimore, am Sa 23.Mai. 20:01
Kommentare sortieren: Aktualität

Kein Yahoo! User? Kostenlos .