Eurosport - Mi 23.Apr. 13:58:00 2008
Keine Pause für die Klassiker-Asse: Beim 72. "Flèche wallonne" (ab 14:00 Uhr im Live-Ticker) geht es in den belgischen Ardennen um den nächsten großen Sieg auf ganz schwerem Terrain.
Zwar ist die Distanz mit 200 Kilometern nicht so extrem wie zuletzt beim Amstel Gold Race und dem folgenden Lüttich-Bastogne-Lüttich, aber dafür droht die gefürchtete "Mauer". Der fast 20% steile Schlussanstieg sorgte in den letzten Jahren fast immer für die Entscheidung und einen packenden Schlagabtausch der Topfahrer.
Für Amstel-Sieger Damiano Cunego (Lampre) ist die Rampe im Zielort Huy ein ideales Terrain für den nächsten Triumph - doch die hochklassige Konkurrenz brennt auf Revanche. Ob Titelverteidiger Davide Rebellin, der das Gerolsteiner Triumvirat mit Stefan Schumacher und Fabian Wegmann anführt, Alejandro Valverde (Caisse d'Epargne/Sieger 2006), Thoams Dekker (Rabobank) oder Frank Schleck (CSC) - sie alle wollen die Scharte der Niederlage am Cauberg ausmerzen.
Unter Wert musste sich beim Auftakt der Ardennen-Trilogie auch Kim Kirchen (High Road) geschlagen geben. Der Luxemburger hatte schon zuvor angekündigt, dass ihm der "Wallonische Pfeil" sowieso besser liege - dort wurde er 2005 schon einmal Zweiter. Bei Milram schickt die Teamleitung mit Igor Astarloa einen weiteren Ex-Sieger (2003) ins Rennen.
Wut im Bauch nach dem beim Amstel-Heimspiel wieder verpassten Erfolg dürfte die Rabobank-Mannschaft besonders antreiben: Neben Dekker hat die niederländische Truppe mit Oscar Freire und Robert Gesink zwei weitere Trümpfe in der Hand. Hoch gehandelt wird daneben der spanische Meister Joaquin Rodriguez, der bei Tirreno-Adriatico eine ähnlich steile Zielankunft zu einem höchst überlegenen Sieg nutzte. Sollte Riccardo Ricco (Saunier Duval) seine Grippe überstanden haben, ist auch mit der "Kobra" zu rechnen.
Rundfahrt-Asse im Härtetest
Am Start in Charleroi werden mit Carlos Sastre (CSC), Christophe Moreau (Agritubel) sowie Cadel Evans und Yaroslav Popovych (Silence) auch etliche Fahrer stehen, deren großes Saisonziel ein Spitzenplatz bei der Tour de France ist. Sie wollen die letzten beiden Klassiker nutzen, um im Duell mit Rivalen wie Cunego, Valverde, Oscar Pereiro (Caisse d'Epargne) und den Schleck-Brüdern einen echten Härtetest zu absolvieren - Topplatzierung dabei nicht ausgeschlossen.
Nicht am Start ist hingegen das Astana-Team, da der "Fleche wallone" wie die Tour von der ASO organisiert wird, wo der Rennstall in Ungnade gefallen ist. Zu den 17 Topteams gesellen sich deshalb acht Mannschaften aus der zweiten Liga: Landbouwkrediet, Topsport Vlaanderen, Agritubel, Slipstream, Skil, Tinkoff, Barloworld sowie Cycle Collstrop mit David Kopp und Steffen Wesemann.
Hinweis:
Verfolgen Sie die Ardennen-Klassiker nicht nur im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de: Auch im TV präsentiert Ihnen Eurosport die Rennen hautnah LIVE: Auf das Rennen "Flèche Wallonne" (Mittwoch, 23. April, 14:00) folgt zum krönenden Abschluss "Lüttich-Bastogne-Lüttich" (Sonntag, 27. April ab 14:00 Uhr)!