"Möchte Ikone des Sports werden"

Eurosport - Mo 23.Mrz. 13:14:00 2009

Die Saison der Skispringer ist vorbei. Und ein Mann hat sich zum absoluten "Überflieger" entwickelt. Gregor Schlierenzauer schrieb die Geschichtsbücher mit unglaublichen Rekorden neu. Wofür andere jahrelang arbeiten, hat der 19-Jährige in nahezu einem Jahr geschafft: Er ist der "König der Lüfte".

SKI JUMPING 2008-2009 Gregor Schlierenzauer - 0

Aber was ist das Geheimnis seines Erfolgs? Vielleicht sein Sternzeichen. Schlierenzauer wurde am 7. Januar 1990 im Zeichen des Steinbocks geboren und weist alle typischen Charakter-Eigenschaften des Sternzeichens auf.

Ehrgeizig und Zielstrebig:

Diese zwei Qualitäten wurden dem Weltcup-Sieger augenscheinlich in die Wiege gelegt. Dazu meinte der 19-Jährige treffend: "Mein Ziel ist es, Weltbester zu sein" und setzte sein Vorhaben in dieser Saison mit unglaublichem Ehrgeiz in die Tat um. So ziemlich alle Bestleistungen, die es zu überbieten gab, löschte Schlierenzauer im Handumdrehen und mit spielerischer Leichtigkeit aus.

2004/2005 stand der Finne Janne Ahonen zwölf Mal ganz oben, damals galt diese Bestmarke als schwer zu brechen. Bis jetzt - mit 13 Saisonsiegen (bei 27 Wettkämpfen) knackte der Österreicher nach nur vier Jahren diesen Rekord. Zudem feierte er insgesamt 20 Podestplätze und schnappte Martin Schmitt dessen Rekord weg. Schmitt erreichte in seiner Traumsaison 1998/1999 "nur" 18 Ergebnisse unter den Top drei.

Und Schmitt verlor auch noch eine weitere Bestmarke. 2083 Zähler hatte Schlierenzauer am Ende der Weltcup-Saison auf seinem Konto, um 250 Punkte mehr als der Deutsche 1999/2000. Bei 71 Konkurrenzen ging Schlierenzauer in die Luft, landete 24 Siege, sprang 41 Mal auf das Siegertreppchen, belegte insgesamt 61 Plätze in den Top Ten und blieb nur dreimal ohne Zähler.

Harter Arbeiter und Anführer:

Erst seit drei Jahren wirkt der Teenager im "Konzert der Großen" mit und schaffte es bereits, zu einer Führungspersönlichkeit im Team zu werden. Natürlich - der Anspruch des Seriensiegers hat sich geändert. Weltbester war er in dieser Saison bereits, gerne würde der begeisterte Surfer zur "Ikone des Sprungsports" aufsteigen. Genau wie der Sportdirektor des Österreichischen Skiverbandes, Toni Innauer.

Der heute 50-Jährige kennt den Tiroler schon seit vielen Jahren und hat seine Entwicklung mitverfolgt. "Es sind zwei Dinge zusammengekommen: Ein noch nie da gewesenes Talent und einfach die Voraussetzungen, die er bei uns hat", deutete der Ausnahmespringer früherer Jahre auch auf die gute Betreuung durch das Trainerteam um Chefcoach Alexander Pointner hin.

Verantwortungsvoll und diszipliniert:

Glaubt man, dass aufgrund der Triumphe der Neid im rot-weiß-roten Team umgeht - weit gefehlt. Thomas Morgenstern, Weltcupsieger von 2008, beschreibt den Ausnahmekönner so: "Er ist ein richtiger Vorzeigeathlet, arbeitet sehr genau und tüftelt viel."

Vorbei ist die lange Saison. Wer aber jetzt denkt, dass sich Schlierenzauer auf die faule Haut legt, irrt gewaltig. Gleich nach dem Finale in Planica muss der zweifache Sieger des "Nordic Tournament" die Schulbank drücken, um das letzte Schuljahr zu einem guten Abschluss zu bringen. Erst danach heißt es "ab in den Süden" und Urlaub machen.

Pflichtbewusst und geduldig:

Allein in dieser Saison hat der Teenager etwa 342.700 Euro an Preisgeld verdient. Dass er trotz des Erfolges der "Junge von nebenan" bleibt, dafür sorgen Familie, Freunde, Betreuerstab und sein Onkel, Markus Prock. Der ehemalige Rodler fungiert in der Rolle des Managers und hält seinen Schützling bis dato vor Werbeauftritten ab. Sport und Schule haben oberste Priorität.

Schließlich stehen im nächsten Winter weitere Top-Events an. "Ziele gibt es mit Tournee, Olympia und Skiflug-WM sehr viele", so Schlierenzauer. Und wahrlich fehlen dem Skiflug-Weltmeister noch einige Titel: Der Sieg bei der prestigeträchtigen Vierschanzentournee, eine olympische Medaille und der Weltmeistertitel in einer Einzelkonkurrenz.

Nicole Herbst / Eurosport

Kommentare 1 - 12 of 12

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  1. @ thomas h : Das kann ich mir nicht vorstellen dass­ Schlierenzauer so endet wie Nykänen. Der Unterschied­ bei den beideen ist, Schlierenzauer hat Privat ein­ tolles Umfeld , und eine Starke Familie. Die hatte­ Nykänen leider nicht. Bei ihm haben leider alle­ versagt. Vom Finnischen Skiverband angefangen. Und­ Gregor ist nicht unsympatisch :-)) Der entwickelt sich­ noch weiter.

    Von Harald F., am Mo 30.Mrz. 12:19
  2. @jackson

    der Unterschied ist halt das Schlierenzauer­ schon "ausgewachsen" ist, was den beiden­ anderen zum Verhängnis wurde.

    Von massa181, am Di 24.Mrz. 23:42
  3. Leider ist ,,sabrina" ein Diskussionspartner, die­ wenn der Name Martin Schmitt fällt jede Sachlichkeit­ verliert, sogenanntes Fansyndrom.

    Von glaserjens, am Di 24.Mrz. 18:22
  4. @massa181: Und? Toni Nieminen hatte mit 16 bereits die­ Tournee, den Gesamtweltcup und zweimal Olympiagold­ gewonnen, auch Peterka war mit 18 schon Tournee- und­ zweifacher Gesamtweltcupsieger. Und was wurde dann aus­ denen? Also mal schön den Ball flach halten, ob das in­ der Tonart weitergeht mit Schlierenzauer kann keiner­ sagen.

    @sabrina: Es waren nur 27 Einzelspringen dieses­ Jahr, weil eins in Sapporo ausfallen mußte.

    Von jackson0815, am Di 24.Mrz. 15:06
  5. @sabrina

    Jetzt geht das wieder los.
    Als Schmitt so alt­ war wie Schlieri jetzt, hatte er noch garnichts­ vorzuweisen (also der junge Schmitt). Aber das hatten­ wir ja schon mal ausführlich geklärt, keinen Bock das­ noch mal alles auszuführen.
    Schmitt ist kein Maßstaß,­ sollte Schlieri nächste Saison den Weltcup, 5 Siege und­ 1 Goldmedaille holen, dann hat er in nem Alter, in dem­ Schmitt noch nicht keinen Sieg hatte mehr erreicht, als­ Schmitt in seiner ganzen Karriere.
    Deswegen ist Schmitt­ als Maßstab lächerlich.
    Und Okabes Sieg mit 38 ist zwar­ beeindruckend, aber keine Marke die irgendwas über die­ Dominanz eines Springers aussagt um die es Schlieri­ geht.

    Von massa181, am Di 24.Mrz. 14:26
  6. @massa181
    Diese Saison waren 28 Einzelspringen im WC,­ also nur einer weniger, nur so zur Info.
    Natürlich hat­ Gregor viele Rekorde dieses Jahr gebrochen, aber man­ kann schon einen Vergleich mit dem jungen Martin­ Schmitt heranziehen, auch wenn er jetzt seine Rekorde­ eingestellt hat.
    Im übrigen muss Schlieri ja noch mind.­ 20 Jahre weiterspringen, da er ja alle Rekorde knacken­ will.
    Okabe hat nämlich mit 38 Jahren noch einen­ Weltcup-Sieg gelandet. Hoffentlich hält dass seine­ Gesundheit noch so lange aus!

    Von Sabrina, am Di 24.Mrz. 10:17
  7. @ eistee

    So ein Blödsinn, 98/99 gabs 29 Springen, also­ mehr als heuer. Kannst ja mal hochrechen wieviel mehr­ Punkte Schlierenzauer dann hätte.
    Wie kann man den­ Schmitt auch nur erwähnen?
    Maßstab für nen­ Schlierenzauer kann nur ein Nykänen, Ahonen oder Malysz­ sein, aber doch bitte kein Schmitt.

    Von massa181, am Mo 23.Mrz. 21:36
  8. Die Rekorde sollte man in Relation sehen. In der Saison­ von Martin Schmitt damals gab es nur rund 2/3 so viele­ Skispringen, wie in der jetzigen Saison. Da könnt ihr­ euch hochrechnen, wie viele dann Schmitt damals­ ungefähr gehabt hätte. Naja und die Aussage, das er­ Nykänen übertrumpfen wird, würde ich auch mit Vorsicht­ genießen. Ich meine wie oft hatten wir das schon im­ Skispringen das man ne Welle hat und alles läuft und­ dann auf einmal erstmal nichts mehr. Siehe Schmitt,­ Malyz, Morgenstern hatte dieses Jahr auch keinen Sieg­ mehr, und und und...

    Von eistee585, am Mo 23.Mrz. 20:34
  9. Das Problem ist, Herr Schlierenzauer ist persönlich ja­ nichtmal unsymphatisch aber er meint er wäre der der im­ Skispringen alles zu sagen hätte,dem ist nicht so er­ ist nur der beste Skispringer - Er ist NICHT walter­ hofer und das muss er lernen dann zolle ich ihm allen­ respekt
    mfg

    Von Thomas, am Mo 23.Mrz. 17:45
  10. Die Rekorde von Matti Nykänen auszulöschen wird wohl­ wirklich nur eine frage der zeit sein. nach 3 jahren­ hat er schon die Hälfte der Siege...beachtlich.

    ich­ verstehe nicht warum immer an der persönlichkeit­ herumgenörgelt wird, ich entdecke nicht viel­ unsympathisches an ihm. er ist einfach ein verbissener­ Sportler und immer wo jemand gewinnt gibt es eine­ riesen Anzahl an neidern, und wenn man ihn schon nicht­ sportlich schlagen kann, dann drückt man ihm wenigstens­ den Stempel einer schlechten Persönlichkeit auf.
    war ja­ bei Schumacher ähnlich, obwohl der halt schon manchmal­ anlass zu dieser unterstellung gab :)

    Von Mo V, am Mo 23.Mrz. 16:44
  11. Dann muss herr schlierenzauer aber erstmal an der­ persönlichkeit arbeitn sonst endet er auch wie nykänen

    Von Thomas, am Mo 23.Mrz. 15:47
  12. Da ist Gregor Schlierzauer auf dem Besten Weg dazu,­ eine Ikone zu werden. Er wird beser als Matti Nykänen­ werden :-)

    Von Harald F., am Mo 23.Mrz. 15:11
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