Masters Indian Wells - Djokovic demontiert Nadal, Federer raus

Eurosport - So 23.Mrz. 15:20:00 2008

Novak Djokovic hat beim Masters in Indian Wells das mit Hochspannung erwartet Halbfinal-Duell gegen Rafael Nadal klar in zwei Sätzen mit 6:3 und 6:2 gewonnen. Eine Sensation gab es im zweiten Semifinale: Der ungesetzte Mardy Fish deklassierte Superstar Roger Federer ebenfalls mit 6:3 und 6:2.

TENNIS Novak Djokovic Indian Wells Masters semi-final 2008 - 0

Djokovic präsentierte sich gegen den Titelverteidiger in Topform und setzte den Spanier mit einem starken Aufschlagspiel und gelungenen Returns von Anfang an unter Druck. So erspielte sich der Serbe insgesamt sieben Breakchancen, von denen er vier nutzte. Nadal seinerseits nahm dem 20-Jährigen den Aufschlag bei drei Möglichkeiten nur ein Mal ab. Am Ende setzte sich Djokovic nach einer Spielzeit von einer Stunde und 28 Minuten souverän durch. "Ich hatte sehr harte Matches in den Runden zuvor", entschuldigte sich Nadal, der in Indian Wells bereits James Blake und Jo-Wilfried Tsonga ausgeschaltet hatte. "Du musst immer 100 Prozent geben und Novak hat sicherlich weniger Stunden auf dem Court verbracht als ich. Er war heute einfach besser - so ist das eben."

Nur 63 Minuten benötigte der US-Amerikaner Fish, um den haushohen Favoriten Federer in die Knie zu zwingen. Der Schweizer servierte ganz schwach und vergab zudem seine einzige Breakmöglichkeit. Fish, der zuvor schon den Argentinier David Nalbandian und Nikolai Dawidenko aus Russland ausgeschaltet hatte, dominierte das Match mit seinem druckvollen Spiel und nutzte die Gunst der Stunde zum ersten Finaleinzug in diesem Jahr. "All diese Siege geben mit unglaublich viel Selbstvertrauen. Ich hoffe, da kommt noch einer dazu", sagte Fish.

Der ehemalige Top20-Spieler, derzeit nur auf Platz 98 in der Welt, hat bislang zwei ATP-Titel auf seinem Konto. Nach dem größten Erfolg seiner Karriere setzte sich der 26-Jährige sogleich neue Ziele. "Ich habe immer daran geglaubt, in die Top Ten vorrücken zu können und das ist weiterhin mein Ziel."

Federer zeigte sich als guter Verlierer. "Eigentlich habe ich eine gute Bilanz gegen Mardy und unsere Matches meist kontrolliert. Heute war das anders, es war ein hartes Match. Er hat sehr, sehr gut gespielt", gestand der Weltranglisten-Erste ein, der 2008 weiter auf seinen ersten Turniersieg wartet.

Tobias Laure / Eurosport