Mailand-San Remo: Reaktionen der Stars

Eurosport - So 23.Mrz. 21:02:00 2008

Frust und Freude lagen nach über sieben Stunden beim längsten Rennen des Jahres eng beeinander - eurosport.yahoo.de hat für Sie die Reaktionen der Stars gesammelt:

CYCLING 2008 Milano-Sanremo Podium Pozzato Cancellara Gilbert - 0

Fabian Cancellara (SUI/Team CSC), Sieger: "Ich habe davon geträumt, so zu siegen: Zuletzt war es Andrei Tchmil 1999 gelungen, sich mit einer solchen Attacke durchzusetzen - doch er fuhr damals 800m alleine, bei mir waren es zwei Kilometer. Ich bin natürlich überglücklich, von einem Triumph bei diesem Rennen habe ich immer geträumt."

Filippo Pozzato (ITA/Liquigas), 2.: "Mein Ergebnis ist eine Enttäuschung, mit meiner Form wäre heute der Sieg drin gewesen, das hat ja der Sprint auch gezeigt. Ich habe mich sehr gut gefühlt und war nach dem Poggio bestens platziert - aber wir hätten Cancellara nicht eine solchen Vorsprung geben dürfen. Es war eine verpasste Chance für mich."

Philippe Gilbert (BEL/Francaise des Jeux), 3.: "Erstmals stehe ich auf dem Podium, also bin ich zufrieden. Hinauf zum Poggio war ich extrem motiviert, habe alles gegeben - aber vielleicht mit meinem Antritt zu lange gewartet. Leider hatte ich nicht die Form wie bei anderen Rennen in diesem Frühjahr. Dritter ist besser als Zweiter, denn dann wäre die Enttäuschung größer."

Davide Rebellin (ITA/Gerolsteiner), 4.: "Sicher hätte ich gerne gewonnen, aber es kann nur einen Sieger gebe. Ich habe heute alles versucht, deshalb habe ich mir nichts vorzuwerfen. Meine Form stimmt und gegen Cancellara war heute nichts auszurichten."

Anthony Geslin (FRA/Bouygues Telecom), 6.: "Ich bin zufrieden und enttäuscht gleichzeitig zugleich. Mein Rennen war gut, aber der Sprint war schlecht. Wenn mich Rinaldo Nocentini nicht abgedrängt hätte, wäre ein Platz auf dem Podium möglich gewesen."

Oscar Freire (ESP/Rabobank), 8.: "Es kann nicht jedes Jahr klappen, aber natürlich bin ich frustriert. Mit Gilbert, Cancellara, Pozzato und Rebellin gab es zu viele Angreifer in unserer Gruppe, da war nichts zu machen. Ich hätte noch einen Teamkollegen gebraucht, denn alleine war es schwer, am Ende jeden Gegner im Auge zu behalten und auch noch Kräfte für den Sprint zu sparen. Um den zweiten Platz habe ich nicht mehr gekämpft: Der interessiert mich nicht."

Thor Hushovd (NOR/Credit Agricole), 9.: "Für mich wäre zumindest eine bessere Platzierung möglich gewesen, deshalb bin ich schon etwas sauer. Aber im Sprint habe ich einen Fehler gemacht, ich war zu früh im Gegenwind. Aber immerhin habe ich den Poggio mit den besten Fahrern genommen und war im Finale mit dabei, das können nicht viele Sprinter von sich sagen."

Alessandro Ballan (ITA/Lampre), 16.: "Ich habe mit aller Kraft versucht, unsere Gruppe wieder an Cancellara heran zu bringen, habe mich sofort auf die Verfolgung gemacht - aber niemand wollte mir helfen. Da dachte ich dann irgendwann: Warum eigentlich ich?"

Erik Zabel (GER/Milram), 17.: "Ich habe zusammen mit Fabio Sabatini versucht, die Lücke zu den Führenden zu schließen. Leider war der Vorsprung zu groß. Wir haben alles gegeben, aber diesmal ging unsere Taktik nicht auf."

Alessandro Petacchi (ITA/Milram), 18.: "Der Sturz kurz vor uns in der Abfahrt von der Cipressa hat uns aus dem Konzept gebracht. Wir mussten dann eine Verfolgungsjagd starten, die viel Kraft gekostet hat. Am Ende hatte ich keine guten Beine mehr."

Tom Boonen (BEL/Quick Step), 29.: "Ich war besser drauf als im Vorjahr, aber kurz vor dem Gipfel des Poggio hat Yaroslav Popovych vor mit plötzlich abgestoppt und sofort riss eine Lücke auf. Die hätte auch ein Merckx in Bestform nicht schließen können - und ich hatte keinen Helfer mehr an meiner Seite."

Robbie McEwen (AUS/Silence), 80.: "Der neue Anstieg 100 Kilometer vor dem Ziel wurde extrem schnell gefahren - ich musste abreißen lassen und gemeinsam mit einigen anderen Fahrern dann 30 Kilometer lang eine Verfolgungsjagd starten. Erst als das Feld in der Verpflegungszone langsamer fuhr, haben wir den Anschluss geschafft. Das hat viel Kraft gekostet - am Ende waren meine Akkus leer."

Paolo Bettini (ITA/Quick Step), 102.: "Ich war von mit selbst überrascht, es ging besser als erwartet! Die Attacke an der Cipressa hätte durchaus Erfolg haben können - schade, dass nicht noch ein paar weitere Fahrer dabei waren, dann hätte es wohl gereicht. Aber immerhin habe ich eine Wette um ein Abendessen gewonnen: Ich habe vorhergesagt, dass Cancellara als Solist gewinnen wird."

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