Australien in Rekordlaune

Eurosport - So 23.Mrz. 17:39:00 2008

Die australische Olympia-Qualifikation hat in Sydney mit einer Weltrekordflut begonnen. Am Samstag und Sonntag stellten die Schwimmer vom Fünften Kontinent im Olympia-Becken des Jahres 2000 drei neue Weltbestzeiten auf. Am beeindruckendsten war dabei die Leistung von Stephanie Rice.

Stephanie Price - Australia - 0

Die 19-Jährige erreichte über 400 m Lagen eine Zeit von 4:31,46 Minuten, verbesserte ihre eigene Bestzeit um erstaunliche sechs Sekunden und war 1,43 Sekunden schneller als die US-Amerikanerin Katie Hoff bei der Weltmeisterschaft des Vorjahres in Melbourne.

Die erst 15 Jahre alte Schülerin Emily Seebohm unterbot in 27,95 Sekunden den erst zwei Wochen alten Weltrekord der Amerikanerin Hayley McGregory über die nicht-olympischen 50 m Rücken um 5/100 Sekunden. Die im Halbfinale erzielte Bestmarke hielt nicht einmal 24 Stunden. Am Sonntag verbesserte Sophie Eddington den Rekord auf 27,67 Sekunden.

Ermutigend verlief der erste Auftritt von Langstreckenkönig Grant Hackett. Der 1500-m-Olympiasieger von Sydney und Athen überzeugte über 400 m mit seiner besten Zeit seit drei Jahren. Eineinhalb Jahre nach dem Rücktritt seines großen Rivalen Ian Thorpe erzielte der Kapitän des australischen Schwimmteams 3:45,15 Minuten und unterstrich, dass er durchaus das Zeug hat, als erster männlicher Schwimmer in der olympischen Geschichte drei Goldmedaillen hintereinander in derselben Disziplin zu gewinnen.

Trickett verpasst Weltrekord knapp

Zu den herausragenden Leistungen am zweiten Tag der Wettkämpfe gehörten die 56,81 Sekunden der frisch verheirateten Libby Trickett (geborene Lenton) über 100 m Schmetterling. Sie blieb nur 20/100 unter dem Weltrekord der niederländischen Ausnahmeschwimmerin Inge De Bruijn. Trickett kündigte anschließend an, sie werde nun den 100-m-Freistil-Weltrekord der Berlinerin Britta Steffen angreifen.

dpa / Eurosport