Eurosport - Sa 23.Feb. 18:16:00 2008
Der VfB Stuttgart hat das Baden-Württemberg-Derby gegen den Karlsruher SC mit 3:1 (2:0) für sich entschieden. Gomez (5.), Hilbert (25.) und Cacau (88.) machten den wichtigen Prestige-Erfolg für den VfB perfekt. Beim KSC keimte durch den Treffer von Hajnal (81.) nur kurzzeitig Hoffnung auf.
Stuttgart setzte damit seinen Aufwärtstrend fort und rückte den Karlsruhern in der Tabelle bis auf zwei Punkte auf die Pelle. Der KSC konnte im dritten Spiel in Folge nicht gewinnen und kassierte die erste Niederlage in der Rückrunde.
1. Halbzeit:
Auf einen munteren und kampfbetonten Beginn beider Teams folgte bereits in der 5. Minute der erste Paukenschlag des Spiels: Mario Gomez nutzte den ersten zielstrebigen Angriff und seine erste Schusschance zum 1:0. Karlsruhe brauchte danach etwas Anlaufzeit und kam in der 15. Minute zu seiner ersten Großchance, als Mario Eggimann nach einer Ecke per Kopf nur haarscharf scheiterte. Der KSC konnte aber keinen weiteren Druck ausüben, so dass Stuttgart das Spiel kontrollierte. In der Offensive blieben zudem die Gastgeber eiskalt.
Mit der zweiten Großchance für den VfB fiel dann auch gleich der zweite Treffer. Diesmal schlug Roberto Hilbert (25.) nach einem Freistoß von Pavel Pardo zu. Den Karlsruhern fiel jetzt noch weniger ein als zuvor. Einzig und allein Tamas Hajnal strahlte mit seinen Eckbällen und Freistößen ein wenig Gefahr aus. In der 40. Minute hätte Yildiray Bastürk die Partie bereits entscheiden müssen. Nach einem starken Pass von Ciprian Marica war der Türke alleine durch und schob den Ball an Torwart Markus Miller, aber auch am linken Pfosten vorbei. Ohne weitere Torchance ging es in die Pause.
2. Halbzeit:
Die Stuttgarter nahmen die Partie mit unverständlicher Nervosität wieder auf. Sie verloren die Bälle viel zu schnell. Diese Schwäche hatte aber keine Folgen, da die Karlsruher ohne Ideen nach vorne spielten. Den Gästen gelangen einfach keine durchdachten Aktionen. Stattdessen kam der VfB zu ersten vielversprechenden Kontermöglichkeiten durch Hilbert (56.) und Matthieu Delpierre (60.). Es wollte aber weiterhin kein Spielfluss aufkommen. Stattdessen entwickelte sich immer mehr ein Privatduell zwischen Maik Franz und Gomez. Vor allem Franz traktierte den Stuttgarter Stürmer immer wieder hart und unsportlich, wurde aber nicht einmal mit einer Gelben Karte von Schiedsrichter Markus Merk bedacht.
In der 78. Minute hatte Gomez dann genug und wurde durch Cacau ersetzt. Trotz der Karlsruher Hilflosigkeit kam das Team von Trainer Edmund Becker in der 81. Minute durch einen Abstauber von Hajnal noch zum Anschlusstreffer. Der KSC warf nun alles nach vorne und drängte sogar noch auf den Ausgleich. Die Alles-Oder-Nichts-Devise nutzte der eingewechselte Cacau aber schließlich in der 88. Minute aus und schloss einen Konter eiskalt zur Entscheidung ab.
Spieler des Spiels:
Pavel Pardo nahm den wichtigsten Offensivspieler des KSC fast komplett aus dem Spiel. Tamas Hajnal war beim Mexikaner abgemeldet. Zudem bereitete Pardo das 2:0 durch Roberto Hilbert per Freistoß vor.
Daniel Knop / Eurosport