Kitzbühel - FIS-Renndirektor wehrt sich

Eurosport - Fr 23.Jan. 18:45:00 2009

Der Schock über den schweren Sturz von Daniel Albrecht sitzt tief. Ist die berühmt-berüchtigte "Streif" in Kitzbühel wirklich zu gefährlich? FIS-Renndirektor Günter Hujara sieht das zumindest nicht so. "Wir können doch nichts für Fahrfehler", meinte der Deutsche zum Horror-Crash von Albrecht.

ALPINE SKIING 2009 Kitzbühel Hujara - 0

Allen sind noch die Bilder vor Augen, wie es den Schweizer auf dem Schusshang in Kitzbühel "zerrissen" hat. Nun fordern Kritiker, den Zielhang weiter abzutragen, um die Sicherheit der Fahrer zu erhöhen.

"Jetzt gehen die gleichen Leute wieder auf uns los mit dem Vorwurf, wir seien am schweren Sturz von Albrecht schuld", wehrte sich Hujara in einem Interview dem Schweizer "Blick". "Das kann ich einfach nicht ernst nehmen."

Hujara: "Für Sicherheit sorgen"

Nach Meinung des Deutschen, der seit 15 Jahren als Renndirektor für die Sicherheit der Skifahrer verantwortlich ist, verzeiht der Zielsprung in "Kitz" relativ viele Fehler. "Aber wenn ein Fahrer halt mit einem Positionsfehler - oder bereits mit Rückwärtsbewegung - drüber fährt, kann der Sprung das nicht mehr verzeihen."

Klare Worte in einer Phase, in der die Familie und Freunde um Albrecht bangen. Der 25-jährige Schweizer gilt als eines der größten Talente in der Schweizer Skinationalmannschaft, liegt im Moment aber in einem künstlichen Koma, um die Gehirnblutungen und Quetschungen zu behandeln.

Der Kombinations-Vierte der Olympischen Winterspiele 2006 in Turin verunglückte im Training, blieb kurz vor der Ziellinie bewusstlos liegen und musste ins Krankenhaus nach St. Johann gebracht werden. "Es ist unser Ziel, vor schweren Unfällen für die Sicherheit zu sorgen, nicht erst danach. Wir wollen und dürfen nichts provozieren", unterstrich Hujara noch einmal.

Gute Genesungs-Chance für Albrecht?

Erst im letzten Jahr modifizierte die FIS - übrigens schon vor dem schweren Unfall von Scott Maccartney - die Schlussabfahrt. Ohne Erfolg, denn der US-Amerikaner stürzte im Rennen an genau der gleichen Stelle wie Albrecht. "Wir haben beim Zielsprung eine Kante gemacht, damit jeder Fahrer weiß, wo er abspringt, oder wo er den Sprung drücken muss", konterte Hujara.

Fehler können immer passieren, diese gehören leider zum alpinen Skisport dazu. Gerade die Abfahrt auf den eisigen Pisten ist immer wieder ein Risiko, dessen sich auch die Fahrer bewusst sind. "Wir können doch nichts für Fahrfehler", stellte FIS-Renndirektor Hujara deutlich heraus und hofft, dass sich Albrecht so schnell wie möglich von seiner schweren Gehirnverletzung erholt. Die Chancen stehen gut, denn Albrecht ist noch jung. In seinem Alter hat das Gehirn ein erstaunliches Erholungspotenzial.

Dirk Adam / Eurosport

Kommentare 3 - 22 of 22

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  1. von oben bis unter (mit wenigen Ausnahmen) eine Eispiste - Skifahrer sind keine Eisläufer sondern erwarten sich eine kompakte Schneepiste. Außerdem Skirennläufer sind Athleten aber keine Selbstmörder.

    Von rabanale1993, am Sa 24.Jan. 20:16
  2. Mir ist klar dass die piste verändert wird insbesondere wird sie vor einem rennen durchgeeist damit sie hält und nicht wie bei den jugendrennen die ich jahrelang gefahren bin nach 10 läufern schon die ersten Rillen und im schlimmsten Fall Pistenbrüche vorhanden sind.
    Die Streif bin ich in diesem Zustand auch noch nicht gefahren,die Kandahar welche ähnlich schwer ist allerdings schon (2 Tage vor der Herrenabfahrt) und abgesehen vom verminderten Kantengriff durch die Vereisung merkt man keine grossen Unterschiede,höchstens dass die ganze sache etwas ruppiger wird.
    Und glaub mir wenn hätte ich den Krankenkassen schon etwas gekostet ;) hab den Spass schliesslich lang genug gemacht.

    Von Thomas, am Fr 23.Jan. 22:06
  3. @Thomas H. und für solche Amateurrutscher wie dich ist die Piste die gleiche, wie für die Profis? Denkst du nicht, daß da zu den Wettkämpfen was verändert wird?
    Aber schön, daß du dich als einer derjenigen ge-outet hast, die den Krankenkassen noch viel Geld kosten werden.

    Von Volker Armin H, am Fr 23.Jan. 20:53
  4. seien wir doch ehrlich. Alpiner Skisport ist zum gähnen langweilig. Öde, öder, zum einschlafen. Um die Leute bei Laune zu halten, werden halt die Pisten schwer und gefährlich gemacht. Denn dann hat man ja automatisch die Spannung drin. Kommen alle heil runter? Fährt sich jemand tot? Für die FIS eine sichere Sache. Kommen alle heil runter, könne sie sagen 'seht ihr, nicht so schlimm' und der Zuschauer hatte seine Spannung. Verunglückt einer, trägt niemand die Schuld und die Zuschauer haben was zu begaffen. Nichts ist so geil, wie ein schwerer Unfall, nicht wahr? Um auch ganz sicher zu sein, müssen alle Fahrer seit der Todesfahrt der Ulrike Maier der FIS den Persilschein unterschreiben. Damit auch ja keiner auf die Idee kommt, die Verantwortlichen für die mörderischen Pisten zu belangen. Werden halt ein paar Sportkrüppel produziert, na und? Die Einschaltquoten sind es wert.

    Von Volker Armin H, am Fr 23.Jan. 19:13
  5. @ga_sandro: Wenn hier alle möglichen Leute die keinerlei Ahnung von diesem Sport haben rumlabern von wegen Sensationsgeilheit und mörderischen Strecken dann pack ich halt auch Unterschichtenniveau aus.
    @rostschnauze und frankie danke für die sachlichen Kommentare,ich bin persönlich die Streif schon in gesteigertem Tempo gefahren wenn auch nicht in durchgängiger Rennposition und daher kann ich eben auch sagen,dass der Zielsprung in Kitz eben recht harmlos ist (imo gut mitm seilbahnstadl auf der Kandahar zu vergleichen) und keinerlei Abtragung etc. verlangt sondern einfach nur, dass man den Sprung in einer sinnvollen Position anfährt und halt auch als 2.klassiger Rennläufer (Albrecht,Maccartney) mal aufmacht.

    Von Thomas, am Fr 23.Jan. 18:35
  6. Für mich war es schlicht und ergreifend ein tragisches Unglück!

    Daniel Albrecht hatte die falsche Körperposition am falschen Ort, mit den entsprechenden fatalen Folgen. Wenn jetzt hier von "deppert" oder Unvermögen Albrechts gesprochen, bzw. geschrieben wird, halte ich das für mehr als zynisch.

    Ich scließe mich der Meinung an, dass jeder der solche Kommentare abgibt, sich mal das Vergnügen machen sollte, die "Streif" in flottem Tempo abzufahren. Die meisten würden schon an der Mausefalle kurz nach dem Start abschwingen und sich dann abseilen lassen.

    Auch das Gezetere und Gejaule nach der Verantwortung der Renndirektion ist falsch. Jeder, der sich an dem berühmten Rennwochenende schon mal in "Kitz" aufgehalten hat weiß, dass genau dieses Rennen von den Gefahren und der Spannung, ob alles gut geht, lebt.

    Die Protagonisten, die diese Gefahr auf sich nehmen wissen ganz genau, was auf sie zukommt.

    Außerdem habe ich schon brutalere Strecken erlebt, z.B. Bormio, die der Beschffenheit der Oberfläche her schon oft eher einer Kunsteisbahn denn einer Skipiste ähnelte.

    Ich wünsche dem Daniel Albrecht eine gute Genesung, hoffentlich ohne Spätschäden.

    Von rostschnauze, am Fr 23.Jan. 18:20
  7. Mich würde mal interessieren, wer von den hier Schreibenden die Streif schon mal in gesteigertem Tempo gefahren ist ???

    Ich bin's schon einige Male, zugegebener Maßen nicht ganz in dem Tempo, das beim Rennen gefahren wird, aber man bekommt schon ein Gefühl dafür, wo die Schwierigkeiten und Gefahren der Piste liegen. Und da gibt's einige Schlüsselstellen, die weitaus gefählicher sind, als der Zielsprung.

    Denn es war schlicht und einfach ein Fahrfehler von Albrecht am Sprung. Jeder der einigermaßen skifahren kann weiß, daß es einen nach hinten aushebt, wenn man in Rücklage springt und da ist es vollkommen egal, ob das bei 30, 80 oder 140 Sachen passiert. Sicher, je langsamer der Sprung, desto geringer sind die Folgen bei einem eventuellen Sturz, aber wenn man sich ordentlich auf denselben vorbereitet und seine Fahrposition auf dem Ski in eine neutrale bis leicht vorlastige Position bringt, dann kann man wirklich "drüberfahren", egal wie schnell (und der Ghedina hat da vor ein paar Jahren mal ne Grätsche gemacht!). Daher liegt es mit Sicherheit nicht an der Piste.

    Das Problem ist eher, das beim Skifahren außen dem Helm und dem Rückenprotektor quasi keine persönliche Sicherheitsausrüstung vorhanden ist, die einen auch schützt, wenn man an einer eher unwarscheinlichen Stelle fliegt, wo keine Fangzäune oder Airfences stehen. Da kann man halt nicht so viel dran machen wie in der Formel 1, da werden nach jedem heftigen Crash die Autos sicherer gemacht. Oder soll man den skifahrern ne Eishockey-Ausrüstung anziehen??? Ist von der Sicherheit bestimmt besser, aber da sind die Fahrer die Ersten die was dagegen hätten.

    Daher: hoffen wir alle, daß der Albrecht ohne Folgen schnell wieder auf die Beine kommt, aber Stürze gabs immer und wirds immer geben.

    Von Frankie, am Fr 23.Jan. 16:25
  8. es ist doch in jedem sport das selbe. alles wird verfeinert und schneller.
    formel 1 wird deutlich schneller aber man macht die kurven ja auch ned weiter, thema wenn er um die kurve will muss er bremsen. warum "muss" er dann unbedingt mit voller geschwindigkeit da drüber fahren - klar er will gewinnen. und da sind wir an dem punkt ER will gewinnen und er will skirennen bestreiten, niemand zwingt ihn dazu und ich glaub jeder der sich einmal das rennen angeschaut hat, weiß, dass es eine der schwersten und gefährlichsten pisten überhaupt ist. und warum sucht man dann immer die schuld bei nem veranstalter?
    wenn ich über ne ampel fahr, die nicht funtkioniert ist dann auf einmal der betreiber der ampel schuld wenn ich nen unfall bau? des bekommt man nirgends durch, denn ich muss aufpassen...
    oder der zugspitzlauf... vor jahren zeigen sie ihn an weil er den lauf ned freigeben wollte.. jetzt haben sie ihn angezeigt weil er ihn freigegeben hatte (als ob ned jeder normale mensch weis, das es auf nem berg kälter is als im tal, und wenn schon schnee angesagt ist, dann renn ich ned im t-shirt nauf sondern nimm mir ne jacke mit)...

    jeder der einen gefährlichen sport ausübt, egal ob boxer, handballspieler, skifahrer, teilnehmer der rally-da. oder rennfahrer, lebt mit dem risiko schwere verletzungen davon zu tragen oder auch bei manchen mit dem tot... und es wird niemand gezwungen, es ist seine freie entscheidung diesen beruf zu wählen. und wenn alle fahrer sagen würden, ich fahr da ned, is mir zu riskant dann würde sie umgeändert oder aus dem kalender gestrichen werden.
    von daher, es ist schade das es passiert ist, aber er ist selbst verantwortlich das er da gefahren ist, und nicht der manager, betreiber, oder ähnliches.

    Von leitix, am Fr 23.Jan. 14:30
  9. Da kann die Rennleitung und alles nichts dafür das ist allein seine Schuld weil fast alle Läufer sind bei diesem Sprung nicht einmal abgehoben

    Von patrick.strolz, am Fr 23.Jan. 13:57
  10. @ Thomas H
    du bist ja ned ganz normal was du da vom stapel lässt gell! Hats ned besser verdient sonst gehts noch gut!??Du gehörst doch in ne klapse!
    Also verdient er im Koma zu liegen?? Das verdient niemand, es war ein fahrfehler klar wenn er erwacht wird er das selber sicher auch bestätigen. er hat einfach die sprungposition zu spät eingenommen und das hatte leider fatale auswirkungen das ist alles!

    Von ga_sandro, am Fr 23.Jan. 13:56
  11. Der einzige der Schuld an dem Sturz hat ist er selber ... der Zielsprung in Kitz verzeiht wie Hujara sagt verdammt viel und wer sogar zu deppert is seine Position überm Ski sauber zu halten hats meiner Meinung nach auch ned besser verdient.

    Von Thomas, am Fr 23.Jan. 13:29
  12. Wen die Typen ihre Sportgeräte nicht beherschen sollen sie es seinlassen! Es war definitiv ein Fahrfehler, oder warum sind sonst nicht alle gestürzt? Die wissen vorher worauf sie sich einlassen, also Schluss mit dem peinlichen Gejammer in den Medien und auch hier!

    Von der_modir, am Fr 23.Jan. 11:38
  13. Last kitz so sein wie es ist jeder rennleufer kennt das risiko einer abfahrt wer sich nicht traut soll doch den lift nehmen. Naturlich ist es traurig wenn so was pasiert aber ohne solche abfahrten ware der ski sport doch uninteresant und die herren ski fahrer wurden auch nicht so viel verdienen. Jetzt ein vergleich: angenommen ihr bestelt einen maler der euch das haus steichen soll er fallt von der leiter verletzt sich und verklagt euch weil ihr das haus so gemacht habt wie es ist. Kannst auch nichts dafuer das er von der leiter fallt.
    GUTE BESSERUNG ALBRECHT

    Von adis, am Fr 23.Jan. 11:37
  14. Auf der Streif gab es seit je her viele schwere Stürze.

    Nur wurde das vor ein paar Jahren von den Medien nicht so wahrgenommen. Jetzt stürzt eine schwer, verletzt sich und dann wird so ein Aufstand wg. Sicherheit gemacht, dabei ist die Sicherheit der Pisten in den letzten Jahren doch deutlich gestiegen. Fast alle klassischen Abfahrtspisten wurden Nach und Nach entschärft. Ob in Gröden oder neulich in Wengen der Zielsprung, oder eben auch die Streif in Kitzbühel.

    Ein gewisses Restrisiko fährt immer mit. Wenns dumm läuft, kann man sich auch auf einem Slalom-Hang Böse verletzen. Abfahrt ist wie Autorennen, Motorrad-Fahren und Ralley-Fahren eben eine "Hochgeschwindigkeits"-Sportart, und diese Geschwindigkeit macht den Reiz aus.

    Die Streif ist halt eine besondere Abfahrt, hier gewinnen nur die allerbesten. Fehler hat sie nie verziehen. Vor 10 Jahren nicht und heute auch nicht. Der Sturz hier sieht fürchterlich aus, aber man kann hier einfach nicht der Piste die Schuld in die Schuhe schieben. Albrecht hat ganz klar einen Fahrfehler gemacht, und das ist an so einer Stelle fatal. Wenn ich bei 180 auf der Autobahn die Kontrolle über mein Fahrzeug verliere und gegen einen Baumfahre ist auch der Baum schuld, wieso steht der denn da ? Nee, Nee. Lasst dem Skisport seine Faszination, Kitzbühel und die Streif müssen so bleiben. Und die Fahrer sollen sich der Piste anpassen und nicht die Piste den Fahrern

    Von hildchen69, am Fr 23.Jan. 11:06
  15. wir können uns ja auch alle in Watte packen lassen und immer schön in Sicherheit leben, ich bekomme langsam ne Kriese... immer wenn was passiert werden andere an den Pranger gestellt weil sie sich nicht richtig um die Sicherheit gekümmert haben, jeder der an solchen und ähnlichen Veranstaltungen teilnimmt (wie auch Rallye Paris Dakar) weiß genau worauf er sich einlässt, auch die Angehörigen wissen vorher, das da was passieren kann, den Ruhm des Siegers und die Kohle die dabei verdient wird, finden sie ja auch toll...

    Von schraubgert, am Fr 23.Jan. 11:03
  16. Liebe Leute natürlich ist ein Unfall nicht schön und amüsant, aber diese Sportler haben sich auch zum Ziel gesetzt Berühmt, Erfolgreich und nicht zu wenig Geld zu Verdienen !!!. Und jeder der in diesen Zirkus mit macht kennt die" Streif " von Anfang an. Keiner kann sich zwingen lassen hier herunter zu Fahren wenn er auf das Geld verzichtet, im Gegensatz zu denen,die täglich auf der Autobahn 100erte von Kilometern unterwegs sind um ihre Familie zu Ernähren zb etz.....
    Lasst diese Stars entscheiden ob sie in Zukunft mit den Lift runterfahren und mit den Skiern die Piste raufgehen wollen, und außerdem in Wengen erreichen sie auch diese Geschwindigkeiten oder hat schon einer gesagt das er den " Hundschopf " wegsprengen möchte.
    Fazit: Gute Presse = gutes Geld und nicht nur für die Veranstalter.

    Von rudolf p, am Fr 23.Jan. 10:45
  17. hallo JOS, genau richtig! man hat den eindruck, dass die funktionäre der sache hinterher hinken und die veranstalter so ungefähr das haben was sie wollen (krass ausgedrückt, ich unterstelle niemandem grobe fahrläßigkeit oder mutwilligkeit). ich würde einen fahrfehler albrechts ausschließen: er hat sich m. M. nach darauf auf die aussage verlassen, dass der sprung entschärft wurde und hat die variante "einfach darüber fahren" versucht.
    der 3. absatz von sx5r trifft auch den nagel auf den kopf: der sinn ist der gleiche wie der meines ersten beitrags

    Von hzanier, am Fr 23.Jan. 9:59
  18. ihr alten heuchler,wir ,die leute am tv und vor ort sind doch mit schuld,wir wollen doch spektakuläre stürze sehen,also hört mit eurem mutter teresa getue auf

    Von haciendamexikana, am Fr 23.Jan. 9:56
  19. Das Problem daran liegt an der immer besser werdenden Ausrüstung, natürlich ist der Sprung schon immer da, aber vor 5 Jahren sind die Rennläufer halt nicht mit 140 km/h sondern mit 120 km/h an die Stelle gekommen, und durch die Taillierungen sind Fahrfehler, Positionsfehler bzw. verschneider viel häufiger.
    Es wär ja das gleiche wenn man einen Top Skispringer anstatt mit 90 km/h mit 100 km/h über den Schanzentisch jagt, was denkt denn Ihr wo z.B. Schlierenzauer dann landen würde? Also in Innsbruck direkt auf dem Friedhof.
    Ich bin auch für Spektakuläre Abfahrten mir Sprüngen (vorallem ein Zielsprung gehört dazu) , aber man muss die Sprünge halt den heutigen Gegebenheiten (Geschwindigkeiten) anpassen.

    Von JOS, am Fr 23.Jan. 9:29
  20. laut einer vereinfachten lehre der statistik wird ein zusammenstoß auf einer kreuzung um so unwahrscheinlicher, je schneller man darüber rast. nach der gleichen (vereinfachten) lehre wird von gewissen herren bei der rennleitung überlegt und verfahren.
    herr hujara hat nie eine schuld auf sich genommen. hier von schuld zu sprechen ist allerdings schwer, das übel liegt eher im (österreichischen) system des schirennsports, eine mischung zwischen hysterie und geschäftstreiberei. es hat schon viele dabei erwischt (uli mayer wurde seinerzeit über die abfahrt in garmisch geschickt, augenscheinlich bevor sie die zu hohen bindungen beherrschte, alle anderen erklärungen sind unfug, man beklagt sich über allzu viele verletzte, ...), aber wenn siege um jeden preis her müssen und das spektakel garantiert sein muß, kann man nichts anderes erwarten.
    zur schuldfrage: ich kann mich erinnern wie am patscherkofel einer jungen südtirolerin vor einigen jahren bei einer wc-abfahrt eine torstange vor die füße kollerte, sie stürzte schwer und mußte ihre karriere beenden. die schuldfrage wurde nie erörtert, gegen den macher des schigebiets konnte man nicht gut antreten, es handelte sich um einen ganz hohen ösv-funktionär. so wird sie gehandhabt, die schuldfrage.

    Von hzanier, am Fr 23.Jan. 9:09
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