Eurosport - Mi 23.Jan. 13:49:00 2008
Am ersten Testtag in Valencia kam es zum ersten Showdown der Top-Teams, bei dem vor allem ein Deutscher überzeugte. Hinter Ferrari mit Felipa Massa und Kimi Räikkönen schaffte Williams-Pilot Nico Rosberg die drittbeste Zeit des Tages. "Das war genau nach meinem Geschmack", sagte der 22-Jährige.
Mit 1:12,838 Minuten lag Rosberg vor 35.000 begeisterten Zuschauern nur knapp hinter Massa (1:12,182) und Räikkönen (1:12,721). Damit war der Wiesbadener schneller als beide McLaren-Mercedes mit Heikki Kovalainen und Testfahrer Pedro de la Rosa.
Ex-Weltmeister Fernando Alonso kam nach seiner Rückkehr zu Renault nur auf den sechsten Rang. Sebastian Vettel (Toro Rosso/1:13,627) wurde Achter, Nick Heidfeld (BMW/1:13,779) Elfter und Timo Glock (Toyota/1:14,095) 14.
BMW Sauber mit Problemen
Obwohl sich viele Autos noch in der Entwicklung befinden, war der erste Testtag ein kleiner Fingerzeig in Richtung neue Saison. Die große Überraschung war Rosberg im neuen Williams-Toyota FW30. Nachdem der junge Deutsche am Montag noch wegen Nebels ausgebremst wurde und nur 20 Runden absolvieren konnte, ließ er diesmal seine Muskeln spielen und spulte 84 Runden ohne Probleme ab.
Auf Räikkönen fehlten bei den langen Distanzläufen im Schnitt nur zwei Zehntelsekunden. "Ich bin schon lange nicht mehr von einem Test mit so einem guten Gefühl zurück in die Fabrik nach Grove gefahren", strahlte Williams-Technikchef Sam Michael. Große Freude herrschte auch bei Rosberg, der den Testtag in Valencia zu seinem ganz persönlichen Festtag umfunktionierte: "Da ist Fortschritt. Ich spüre deutlich mehr Grip." Nichts zu lachen hatte hingegen BMW Sauber. Das Team aus München kämpfte noch mit Kinderkrankheiten am F1.08. "Die Balance stimmt nicht, aber wir wissen, wo wir ansetzen müssen", erklärte Heidfeld, der sich ins Kiesbett drehte.
Dirk Adam / Eurosport