Eurosport - Mi 23.Jan. 18:04:00 2008
Der ehemalige Weltmeister ist zurück. Mit Renault will Fernando Alonso im Kampf um die WM-Krone wieder angreifen. Wenn es nach Teamchef Flavio Briatore geht, dann mit allen Mitteln. "Fernando ist zu einem Team gekommen, dass unheimlich aggressiv und motiviert ist", tönte der 57-jährige Italiener.
Nach seinem "Kurz-Ausritt" zu McLaren-Mercedes, brechen für Doppel-Weltmeister Alonso neue Zeiten in alter Umgebung an.
"Ich glaube, McLaren hat ihn stärker werden lassen", erklärte Briatore gegenüber der spanischen Tageszeitung "Marca". "Er ist selbstständiger geworden. Es ist schön zu sehen, wie er sich um jedes Detail kümmert."
Schmackhafte Aussagen
Alonso, der 2005 und 2006 mit Renault die Weltmeisterschaft gewann, ist ebenfalls glücklich, dass er wieder bei seinem Ziehvater ist, der ihm in seiner damaligen Zeit bei den Franzosen immer den Rücken freigehalten hat.
Vergessen sind die Tage bei Mercedes, wo der stolze Spanier teilweise im Schatten von "Rookie" Lewis Hamilton stand. "Ich möchte, dass er wieder lachen kann", so Briatore. "Wenn ich ihn an der Strecke sehe, dann erkenne ich den alten Fernando." Die Worte des Renault-Patrons dürften Alonso schmecken, bemängelte er bei McLaren-Mercedes vor allem die distanzierte Art von Team-Chef Ron Dennis, der nach Meinung des Spanier heimlich zu Hamilton gehalten haben soll.
Wenn der Spanier glücklich ist, werden laut Briatore "auch die Ergebnisse folgen". Die Rückkehr an die alte Wirkungsstätte scheint nicht nur Alonso zu beflügeln, sondern das gesamte Team. "Wenn wir ein gutes Auto auf die Beine stellen, dann können wir auch wieder Rennen gewinnen", so der Renault-Boss, welcher 2007 mitansehen musste, wie das ehemalige Weltmeister-Team auf ganzer Linie versagte. Das soll sich in dieser Saison mit dem zurückgekehrten Sohn nicht noch einmal wiederholen.
Dirk Adam / Eurosport