Heidelberg (dpa) - Als klarer Favorit geht der sechsmalige Champion SC Cottbus in das Finale der deutschen Turn- Meisterschaft in Heidelberg.
Die Riege des Titelverteidigers mit den Auswahlturnern Robert Juckel, Brian Gladow und Steve Woitalla ist seit zwei Jahren und nunmehr 13 Kämpfen in der Deutschen Turn-Liga (DTL) unbesiegt, während Finalgegner TG Saar erstmals seit 1982 wieder um einen deutschen Titel kämpft.
Die KTV Straubenhardt, das Meisterteam von 2005, musste im gesamten Verlauf der Bundesliga-Saison auf seinen Star Fabian Hambüchen verzichten und steht schon vor dem Finale der beiden besten Teams als Meisterschaftsdritter fest. Der Reck-Weltmeister bestreitet derzeit ein erneutes Trainingslager in Japan und wird danach zur deutschen Riege stoßen, die vom 28. November bis 3. Dezember an den vorolympischen Wettbewerben in Peking teilnimmt.
Zum sechsköpfigen Peking-Team von Cheftrainer Andreas Hirsch gehören auch Juckel und Gladow, die zuvor in der ausverkauften Rhein-Neckar-Halle vor 3500 Fans die glanzvolle Saison der Lausitzer mit dem siebten Titel krönen wollen. Verhindern möchte das ihr Auswahl-Kollege Eugen Spiridonov aus dem Saarland, der in der Olympia- Metropole gleichfalls am Start ist. Mit der erfolgreichen Titelverteidigung könnte Cottbus zu Rekordmeister KTV Stuttgart aufschließen, der bislang sieben Titel erkämpfte, in dieser Saison ohne seinen verletzten Top-Athleten Thomas Andergassen aber als Vierter enttäuschte.
Vor dem Männer-Finale findet in Heidelberg auch der Endkampf der Frauen statt, für das das Turn-Team Stuttgart-Ulm um die WM-Turnerinnen Marie-Sophie Hindermann und Katja Abel als Favorit gilt. Qualifiziert haben sich zudem Serienmeister Toyota Köln, der TuS Chemnitz-Altendorf und der TV Hoffnungsthal.



