Eurosport - Mi 21.Okt. 18:48:00 2009
Was Thomas Schaaf als Spieler nicht gelang, soll ihm nun als Trainer glücken - der erste Sieg mit Werder Bremen auf österreichischem Boden. Der Klub hat in seiner Europapokal-Vita bei zwei Auftritten in der Alpenrepublik eine ernüchternde Bilanz vorzuweisen: Zwei Niederlagen, sechs Gegentore.
Aller guten Dinge sind drei: Was Thomas Schaaf als Spieler nicht gelang, soll ihm nun im zweiten Anlauf als Trainer glücken - der erste Sieg mit Werder Bremen auf österreichischem Boden. Der Fußball-Bundesligist hat in seiner Europapokal-Vita bei zwei Auftritten in der Alpenrepublik eine ernüchternde Bilanz vorzuweisen - zwei Niederlagen mit gleich sechs Gegentoren. "Wir wollen drei Punkte holen, auch wenn auf uns eine schwere Aufgabe zukommt", sagte Schaaf einen Tag vor dem Europa-League-Auswärtsspiel bei Austria Wien an diesem Donnerstag. Mit dem dritten Sieg in der Gruppe L würde der DFB-Pokalsieger einen großen Schritt Richtung Achtelfinale machen.
Nichts zu holen in Österreich
Vor fast genau 20 Jahren, am 31. Oktober 1989, lief Schaaf in der zweiten Runde des Europapokals im Rückspiel bei Austria als Abwehrstratege auf - und ging mit einer 0:2-Pleite vom Platz. "Die Erinnerungen sind ehrlich gesagt nur noch sehr vage. Ich weiß, dass die erste Partie in Bremen (5:0) ganz gut gelaufen ist. Vor dem Rückspiel war damit eigentlich schon alles erledigt", erzählte Schaaf, der im Mai diesen Jahres sein zehnjähriges Dienstjubiläum bei Werder feierte. Sein erster Versuch, als Coach im Land von Mozart und Sachertorte erfolgreich zu sein, ging ebenfalls in die Hose. Im UEFA Intertoto Cup 2003 zog Werder bei ASKÖ Pasching (seit 2007 SK Austria Kärnten) mit 0:4 den Kürzeren und schied aus.
Obwohl es für den Bundesliga-Vierten bei den "Ösis" bisher nichts zu holen gab, die Vorzeichen stehen nicht schlecht. Denn auswärts ist Bremen international seit dem 6. März 2008 (0:2 bei Glasgow Rangers) ungeschlagen. Insgesamt hat Werder seit 13 Pflichtspielen nicht mehr verloren. Aber mit solchen Statistiken kann man Schaaf nicht locken. "Das interessiert mich nicht. Das ist zwar eine positive Stimmung, die man mitnimmt, aber es wird kein Selbstläufer", warnte Schaaf in seiner ihm eigenen, sachlichen Art. Er stelle sein Team auf einen lauf- und kampfstarken Gegner ein: "Da wird was auf uns zukommen."
Borowski nach Verletzung wieder dabei
Mit im Kader ist wieder Tim Borowski, der nach drei Wochen Pause wegen eines Einrisses am Wirbelquerfortsatz seinem Comeback entgegenfiebert. Schaaf bremste aber seinen Mittelfeldstrategen, der erst seit Montag wieder mit dem Team trainiert. "Das ist schon an der Grenze. Mal sehen, ob es schon für die erste Elf reicht", sagte Schaaf. Fehlen werden der gelb-gesperrte Peter Niemeyer sowie Daniel Jensen, Hugo Almeida und Sebastian Prödl.
Werder-Klubchef Klaus Allofs hat schon eine Vorahnung, was Özil & Co. im ausverkauften Franz-Horr-Stadion erwarten wird. "Das wird ein Hexenkessel", ist sich der frühere Stürmer sicher, auch wenn nur 12 500 Zuschauer reinpassen. "Österreichische Teams sind immer eine Klasse besser, wenn es gegen Deutsche geht", ist sich Allofs der besonderen Rivalität bewusst. Bange ist ihm dennoch nicht: "Wenn man das verinnerlicht hat, sollte man gut vorbereitet sein."
Freiwillig werden die Wiener aber keinen Zentimeter preisgeben. "Zuletzt gegen Funchal hat schon der Rasen gebrannt. Im Vergleich zum Duell mit Werder war das aber wohl noch gar nichts", sagte Stürmer Emin Sulimani, dessen Team angesichts von nur einem Punkt aus den ersten beiden Partien unter Zugzwang steht. Aus Sicht der Austria sprechen die Zahlen für sie: Seit dem 2. November 2008 ist Wien zu Hause ungeschlagen - mit einem Torverhältnis von 41:15.
Die voraussichtlichen Aufstellungen:
Austria Wien: Almer - Standfest, Bak, Krammer, Ortlechner - Klein, Junuzovic, Baumgartlinger, Acimovic, Sulimani - Diabang.
Werder Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo, Boenisch - Frings - Bargfrede, Hunt - Özil - Pizarro, Marin.
Schiedsrichter: Paolo Tagliavento (Italien).
TV-Tipp:
Die Stars von morgen schon heute auf Eurosport: Der paneuropäische Sportsender Nummer 1 ist bei der U-17-WM in Nigeria livevom 24. Oktober bis 15. November hautnah dabei. Auch die Nachwuchs-Kicker des DFB kämpfen in Afrika um den Titel live auf Eurosport und eurosport.yahoo.de!
Kommentare 1 - 7 of 7
Immerhin noch 11000 wollen eine mittelmäßige deutsche Mannschaft sehen....
WERDER FÜHRT UND DAS IST AUCH GUT SOOOOOOOOOOOOOOOOOO
hexenkessel ist bei etwa 11.000 Zuschauern wohl leicht übertrieben...
die einzige deutsche Fussballmannschaft die den Namen verdient. Im Schnitt mindestens 9 deutsche Spieler in der Anfangsformation ( das sage ich frei von Rassismus ) und das deutsche einzige Team, dass noch sehenswert Fussball SPIELT.
3:1 für Wien...irgendwie bin ich mir da so sicher.
werderrrrrrrrrrrrrrrrr bremennnnnnnnnnnnnnnnn siegt für deutschlandddddddddddddddddddddddddd
Hexenkessel? Aber wirklich nicht, im Vergleich zu dem was der HSV im Happel Stadion (48.000) gegen Rapid Wien erlebt hat! Mal schauen ob sich Weder heute besser schlägt, wird sicher ein interessantes Spiel!
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