Champions League - Veh: "Grafite ist ein lieber Kerl"

Eurosport - Do 22.Okt. 08:37:00 2009

Der Trainer des VfL Wolfsburg, Armin Veh, sprach nach dem 0:0 gegen Besiktas über den verpassten Heimsieg, die Situation in Gruppe B und natürlich über den Platzverweis für Torschützenkönig Grafite.

2008 fussball Armin Veh will mit dem VfB angreifen. - 0

Herr Veh, wie bewerten Sie das Remis gegen Besiktas?

Armin Veh: Bis auf das Ergebnis war es so, wie wir es uns vorgestellt hatten. Wir haben wenig zugelassen und natürlich wollten wir nicht auf Teufel komm raus stürmen. Das 0:0 lag letztlich an der schlechten Auswertung der Chancen.

Nach der Roten Karte gegen Grafite...

Veh: ... war es schwer. Wir wollten geduldig sein, aber das ging in den letzten zwanzig Minuten mit zehn Mann nicht. Mit dem Spiel bin ich größtenteils zufrieden, mit dem Ergebnis nicht.

Wie haben Sie die Szene mit Grafite gesehen? War der Ausraster eine Folge des großen Drucks, unter dem er steht?

Veh: Es wäre wichtig für ihn gewesen, ein Erfolgserlebnis zu haben. Ich habe mir gewünscht, dass er eines bekommt. Dass die Hand ausrutscht, darf ihm nicht passieren. Grafite ist ein lieber Kerl, keiner, der es bösartig macht. Er ist emotional. So etwas kann passieren, darf aber nicht passieren. Wir werden darüber sprechen, aber in Ruhe.

Wie überraschend war das Ganze?

Veh: Es hat sich ja nicht abgezeichnet. Es gab vorher keine Aktion, nach der man sagen konnte, er sei gefährdet gewesen.

Wie bewerten Sie den Auftritt von Alexander Madlung?

Veh: Er hat eine sehr gute Leistung geboten und die Abwehr zusammen mit Costa stabilisiert. Madlung ist einer, der es kann, der mit der Sprache die Mannschaft von hinten führt. Er darf jetzt nur nicht nachlassen, wozu er früher ein bisschen geneigt hat.

Nun geht es nach Istanbul, dann nach Moskau.

Veh: Wir sind auch fähig, auswärts zu punkten. Daher müssen wir uns die Punkte zurückholen. Manchester United ist der klare Favorit in der Gruppe, das haben sie gezeigt. Die drei anderen befinden sich auf Augenhöhe.

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Aufgezeichnet von Alexander Marner / Eurosport

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