Eurosport - Di 22.Sep. 22:28:00 2009
Viertligist Eintracht Trier, die Mannschaft von Trainer Mario Basler, setzte sich mit 4:2 (2:2, 0:0) nach Verlängerung durch und steht damit als einzig verbliebener Regionalligist im Achtelfinale.
1. Halbzeit
Die ersten 45 Minuten im Trierer Moselstadion waren stark geprägt durch die gut stehenden Defensivreihen beider Mannschaften, die wenig bis gar keine Torchancen hüben wie drüben zuließen. Die Anfangsphase gehörte eher den Gästen aus Bielefeld, doch man merkte bei der neu zusammen gewürfelten Elf, dass die Laufwege nicht passten und sie starke Abstimmungsprobleme im Spielaufbau hatten. Trier kam dann in der Folgezeit besser in die Partie und war über weite Strecken sogar spielbestimmend.
Von einem Zwei-Klassen-Unterschied war hier nichts zu sehen, da die Gastgeber mit einer engagierten Leistung den Bielefeldern kaum eine Möglichkeit zum Torerfolg gaben und zum anderen selber immer wieder auf ihre Chance lauerten. Die einzige Möglichkeit für den Favoriten hatte Michael Delura, der mit seinem Fernschuss das Tor knapp verfehlte (16.).
Die Hausherren dagegen kamen zweimal gefährlich vor den Kasten von Arminia-Keeper Rowen Fernandez, als sich Wilko Risser in der 13. Minute im Strafraum durchsetzten konnte und zum Schuss kam. Doch sein Ball ging übers Tor. So ging es mit einem mageren 0:0 in die Kabine und beide Teams mussten deutlich mehr für die Offensive tun um den Gegner mehr unter Druck zu setzten.
2. Halbzeit
Die Gäste kamen wie verwandelt aus der Kabine und machten innerhalb von drei Minuten den Doppelschlag durch Zlatko Janijic, der seine Mannschaft durch seine zwei Treffer (46./49.) in Führung schoss. Den ersten Treffer bereitete Delura mit einer scharfen Hereingabe von rechts vor. Nur drei Minuten Später schickte Giovanni Federico mit einem Traumpass erneut Janjic und dieser markierte seinen zweiten Treffer.
Dieser Doppelschlag saß erst einmal tief bei den Gastgebern. Mario Basler versuchte mit einem Doppelwechsel, seinen Schützlingen neues Leben einzuhauchen. Und der Anschlusstreffer gelang, wenn auch mit viel Glück. Sahr Senesie, von Wilko Risser an der Strafraumgrenze angespielt, zog ab, und Mijatovic lenkte den Ball in hohem Bogen unhaltbar unter die Latte (61.). Wie nicht anders zu erwarten, gewann die Partie jetzt richtig an Fahrt.
Beide Teams suchten vermehrt das Risiko und die Offensive. Janjic verpasste allein vor Kronholm sein drittes Tor (65.), auf der anderen Seite blockte Andre Mijatovic Tayfun Pektürks Seitfallzieher im letzten Moment ab (70.).
Der nächste, der im Mittelpunkt stand, war Schiedsrichter Christian Bandurski. Bei Schulers leichtem Festhalten gegen Pektürk zeigte er auf den Elfmeterpunkt, doch das Foul fand klar außerhalb des Sechzehners der Gäste statt. Mit etwas Glück verwandelte er den Elfmeter links unten im Eck zum insgesamt verdienten Ausgleich (75.). Es war ein völlig offenes Match, dem aber in der Schlussphase auf beiden Seiten die Siegtor-Möglichkeiten fehlten. Die Spieler waren erschöpft und versuchten sich nur noch in die Verlängerung zu retten.
1. Halbzeit der Verlängerung
In der Verlängerung hatte zunächst die Arminia, was die Chancen betrifft, klare Vorteile. Aber weder Federico (99.) noch Arne Feick (104.) brachten das zu der Zeit verdiente 3:2 zustande. Zunächst stand Kronholm im Weg, dann fehlten nur wenige Zentimeter zum Führungstreffer.
2. Halbzeit der Verlängerung
Und plötzlich patzte die Arminia doppelt und kegelte sich damit selbst aus dem Pokal! Erst verlor Markus Schuler völlig fahrlässig die Kugel an Senesie und dann hielt Torhüter Fernandez seinen harmlosen Schuss aus ungünstigem Winkel nicht fest. Risser staubte aus zwei Metern ab und wurde zum Trierer Helden (110.). Bielefeld machte noch einmal Druck, doch es war zu spät. Die endgültige Entscheidung brachte erneut der Spieler des Tages, Senesie, nachdem er mit seinem Sololauf zum 4:2 alles klar machte (120.).
Der zweite Pokal-Coup für die Eintracht war perfekt! Wenn am Samstagabend das Achtelfinale ausgelost wird, ist der Viertligist zum ersten Mal seit 2005 noch vertreten. Wenige Stunden zuvor geht es in der Regionalliga West auswärts gegen Bayer Leverkusen II. Die Arminia, die schwach begann und dann den eigentlich sicheren 2:0-Vorsprung verspielte, dürfte etwas geknickt am Samstag ins Topspiel gegen St. Pauli gehen.
Kommentare 1 - 3 of 3
OMG.... Arminia... peinlich peinlich ... aber nu habt ihr die Zeit euch auf den Aufstieg zu konzentrieren.
Wenn dat nich klappt, rollen Köpfe :p
jawoll die eintracht ist noch im rennen....
das wird noch spannend.....
Eintracht Trier dat is mein Verein !!!
Quelle: Leyendecker-Blos
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