Wimbledon - "Kohli" und Schüttler durch, Haas vertagt

Eurosport - Mo 22.Jun. 22:23:00 2009

Philipp Kohlschreiber hat die 2. Runde von Wimbledon erreicht. Der 25-Jährige setzte sich gegen den Franzosen Florent Serra mit 7:6 (7:3), 6:1, 6:4 durch. Rainer Schüttler schlug derweil Xavier Malisse mit 6:7 (9:11), 6:4, 7:6 (7:3), 6:1. Die Partie von Tommy Haas wurde wegen Dunkelheit abgebrochen.

TENNIS 2009 Wimbledon Kohlschreiber - 0

Kohlschreiber erwischte auf Court 4 einen Kaltstart, fand überhaupt nicht in die Partie und musste den Franzosen nach etwas mehr als 20 Minuten auf 5:0 davonziehen lassen. "Zu Beginn hatte Florent einfach immer die bessere Antwort parat. Ich habe eigentlich sehr gut gespielt. Aber erst als ich einiges in meinem Spiel verändert habe, lief es auch erfolgreich", erklärte "Kohli" nach der Partie.

Erst nach dem klaren Rückstand wachte der Augsburger, der in den beiden bisherigen Duellen mit Serra zu einem Sieg und einer Niederlage kam, so richtig auf. Das Spiel des 25-Jährigen wurde präziser, die Returns kamen besser und so kämpfte sich der Weltranglisten-32. wieder auf 5:5 heran. "Nach dem 1:5 habe ich eine Monster-Aufholjagd gestartet", freute sich Kohlschreiber. Als es wenig später in den Tiebreak ging, war der 25-Jährige dann erneut zur Stelle und ging mit 5:2 in Führung, ehe er kurz darauf den Satz für sich entschied.

Minar vor Augen, Federer im Kopf

Die Gegenwehr Serras war nun weitestgehend gebrochen. Kohlschreiber machte dagegen weiter Druck, schaffte ein frühes Break und die 2:0-Führung, die er souverän zum 6:1 und zur 2:0-Satzführung ausbaute. Der dritte Satz verlief ähnlich: Wieder war es der Deutsche, der das Service seines 28-jährigen Kontrahenten schnell durchbrach und mit einer 4:0-Führung für die vermeintliche Vorentscheidung sorgte. Doch Serra bäumte sich noch einmal auf und verkützte auf 4:5, ehe er bei eigenem Aufschlag die Begegnung verloren geben musste. Kohlschreiber nutzte den ersten von drei Matchbällen.

In der Runde der letzten 64 trifft der Augsburger nun auf den Tschechen Ivo Minar. "Ein gefährlicher Spieler", urteilte Kohlschreiber, der bei einem Sieg in der 3. Runde aller Voraussicht nach auf Roger Federer treffen dürfte.

Schüttler beißt sich durch

Schüttler und Malisse lieferten sich gleich im ersten Satz einen dramatischen Tiebreak, in dem der Deutsche lange Zeit die besseren Karten hatte. Doch der Belgier blieb cool und verwandelte nach 61 Minuten seinen ersten Satzball. Im zweiten Durchgang steigerte sich der Korbacher, der vor der Partie eine 4:2-Bilanz gegen Malisse zu Buche stehen hatte, und schaffte den Satzausgleich.

Danach wurde die Begegnung wieder ausgeglichener, der nächste Tiebreak war die Folge - dieses Mal allerdings mit dem besseren Ende für den Weltranglisten-29. aus Deutschland. Der 33-Jährige gewann mit 7:3 und ging mit 2:1 nach Sätzen in Führung.

Freude beim "Shaker" und bei Greul

Die Vorentscheidung der Begegnung fiel im vierten Durchgang im vierten Spiel, als Schüttler seinen 28-jährigen Kontrahenten zum 3:1 breakte und im Anschluss zum Satzgewinn marschierte. Bei eigenem Aufschlag verwandelte der "Shaker" den ersten Matchball, als Malisse einen Return ins Netz schlug. Schüttlers nächster Gegner ist Dudi Sela aus Israel.

Ebenfalls Grund zur Freude hatte Simon Greul. Der Stuttgarter bezwang den Weltranglisten-251. Michael Yani aus den USA in drei Sätzen mit 6:4, 6:2 und 7:5. Der 28-jährige Deutsche bewies vor allem bei den "Big Points" Nervenstärke und nutzte vier von sechs Breakchancen - während Yani mit seinen vier Breakbällen durchgehend scheiterte.

Peya ärgert Haas

Peya erwies sich in seinem ersten Kräftemessen mit Haas als unangenehmer Kontrahent. Der Österreicher leistete erbitterte Gegenwehr und hatte nach einem ausgeglichenen ersten Satz noch die Coolness, den Tiebreak für sich zu entscheiden. Haas, als Nummer 34 der Welt 163 Plätze besser notiert als der Wiener, tat sich auch im zweiten Durchgang schwer und musste erneut in den Tiebreak. Mit 7:0 macht er dabei allerdings kurzen Prozess und schaffte den Satzausgleich.

Danach dominierte der Hamburger erstmals die Begegnung. Das nutzte der 31-Jährige zur 5:2-Führung, die er wenige Minuten später in den Gewinn des dritten Satzes ummünzte. Danach kippte das Spiel in Richtung des Österreichers, der mit einem Break zum 3:1 die besseren Karten im vierten Satz hatte. Doch Haas fightete zurück, erzwang das 4:4, ehe die Dunkelheit dem Geschehen auf dem Court ein Ende bereitete. Das Duell wird am Dienstag fortgesetzt.

Beck muss die Segel streichen

Für Andreas Beck ist das "Abenteuer Wimbledon" bereits wieder zu Ende. Der Weingartener unterlag Marcel Granollers aus Spanien in vier Sätzen mit 2:6, 4:6, 7:6 (7:4) und 2:6. Damit kassierte der Deutsche im zweiten Duell mit dem Katalanen die zweite Niederlage.

Granollers verschaffte sich vor allem mit dem besseren ersten Service Vorteile und nutzte sechs seiner 16 Breakchancen, während Beck das Aufschlagspiel des Weltranglisten-111. bei fünf Möglichkeiten nur einmal durchbrechen konnte.

eurosport.yahoo.debegleitet Wimbledon 2009 live und ausführlich. Vom ersten Ballwechsel bis zum Matchball im Finale können Sie das Turnier im Live-Ticker verfolgen. Spielberichte, der Tennis-Blog und die besten Bilder aus Wimbledon runden das Angebot ab.

Tobias Laure / Eurosport

Kommentare 1 - 6 of 6

Kommentare sortieren: Aktualität
  1. Haas ist mit dem Kopf nicht ganz dabei gewesen!
    Aber­ das passiert den gesetzten oft in der ersten Runde­ eines Grand-Slam! Siehe Djokovic oder Tsonga, die haben­ sich auch relativ schwer getan, vor allem der Franzose,­ aber sein Gegner war ja nicht schlecht! Haas dagegen­ hatte eine schlechte Tagesform! Nachher macht er den­ Sack zu im 4.!

    Von bvon_malek, am Di 23.Jun. 9:10
  2. Habe das Match von Schüttler gesehen. Manchmal denkt­ man wirklich, der ist schon über 40. Klar, er zählt­ nicht zu den jüngsten, aber wie ist der bloß gealtert?­ Also, ich möchte so mit 33 nicht aussehen.

    Von Joe, am Di 23.Jun. 8:07
  3. Ich glaube Haas tut so ein Match gut auch im Hinblick­ auf seinen nächsten Gegner, der ja auch nicht gerade in­ den obersten Regionen der Weltrangliste vorzufinden­ ist.
    Den wird er dann sicher nicht unterschätzen

    Von Richard, am Di 23.Jun. 7:16
  4. Ich freue mich, andererseits sind es wieder nur mal nur­ die alten Haasen :-) die weiter kommen. Und eine­ Nachwuchshoffnung ist schon wieder raus. Schade.

    Von Joe, am Mo 22.Jun. 18:10
  5. na dann mal weiter so! ich hoffe, dass es kohlschreiber­ und haas weit bringen und wenigstens an die french open­ diesen jahres anknüpfen. dann muss man sich keine­ kommentare mehr antun, in welchen die deutschen spieler­ als eintagsfliegen bezeichnet werden.

    Von nadal_number_1, am Mo 22.Jun. 17:08
  6. schön gekämpft :)

    Von Christina, am Mo 22.Jun. 15:32
Kommentare sortieren: Aktualität

Kein Yahoo! User? Kostenlos .