Schümann scheidet in Kiel aus

Eurosport - Di 23.Jun. 00:14:00 2009

Am dritten Wettfahrttag der Kieler Woche mussten die olympischen Segler im Flautenpoker viel Geduld beweisen und eine Hiobsbotschaft in der neuen olympischen Matchrace-Klasse hinnehmen. In der Trostrunde schied die Olympia-Vierte und Matchrace-Neueinsteigerin Ulrike Schümann (Berlin) am Montag aus.

SAILING 2008 Beijing 2008 Schümann - 0

Im Viertelfinale der besten Acht segelt am Dienstag nur die Weltranglisten-Fünfte Silke Hahlbrock aus Hamburg mit. Die Starts von acht der zehn olympischen Klassen wurden auf der Kieler Förde abgesagt, lediglich die 49er und die paralympische Disziplin 2.4 konnten auslaufen.

Der mehrfache Paralympics-Starter Heiko Kröger aus Kiel verbesserte sich auf den zweiten Platz nach einem Tagessieg, einem zweiten und einem sechsten Rang, der als Streichergebnis gewertet wurde. "Ich bin sehr zufrieden", sagte Kröger, der sich unter den 26 Konkurrenten in der offenen Klasse auch gegen Nichtbehinderte durchsetzte. "Es macht einfach Sinn, zusammen zu segeln", sagte Kröger, "es sind auch Frauen dabei, die ja auch nicht extra gewertet werden". In Führung liegt nach sechs Wettfahrten der Däne Jens Andersen mit sechs Punkten Vorsprung auf den Kieler, der demnächst nach Hamburg wechseln wird, um sich auf London 2012 vorzubereiten.

"Die 49er gehen gut ab"

Im 49er-Feld liegen Skipper Lennart Briesenik-Pudenz und Morten Massmann aus Flensburg mit 13 Punkten hinter Peter und Søren Hansen (Dänemark/7) und den Briten Paul Campbell-James/Mark Asquith (13) auf Rang drei. Der Kieler Tobias Schadewaldt und sein Vorschoter Hannes Baumann sind nach fünf Wettfahrten in ihrem Heimatrevier Neunte. "Ich hatte mir etwas mehr versprochen", meinte Schadewaldt.

"Die 49er gehen bei jedem Wetter gut ab", sagte die designierte Sportdirektorin des Deutschen Segler-Verbandes (DSV), Nadine Stegenwalner. "Wir sind nun mal eine Natursportart und hoffen auf besseren Wind zum Abschluss der olympischen Klassen", sagte die Berlinerin. Um mit dem Programm bis Mittwoch gut durchzukommen, soll am Dienstag mindestens dreimal pro Disziplin bis in den Abend gestartet werden.

dpa / Eurosport

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