GP Großbritannien - Vettel fährt auf und davon

Eurosport - Mo 22.Jun. 11:56:00 2009

Sebastian Vettel hat das Formel-1-Rennen von Silverstone mit einem überlegenen Red Bull souverän vor seinem Teamkollegen Mark Webber gewonnen. In der WM-Wertung liegt Vettel jetzt noch 25 Punkte hinter Jenson Button, der seinen Brawn GP nach 60 Runden auf Platz sechs über die Ziellinie steuerte.

2009 British GP Sebastian Vettel wins - 0

Mit seinem zweiten Saisonerfolg beendete Vettel ausgerechnet im "Home of British Motor Racing" von Silverstone die Siegesserie von Lokalmatador Button, der vor 90.000 Zuschauern sein schlechtestes Saisonergebnis ablieferte. "Ein Traum wird wahr", jubelte Vettel via Boxenfunk. Teamkollege Webber machte wie schon in China den Doppelerfolg für das Team aus Österreich perfekt. Dritter wurde Rubens Barrichello im zweiten Brawn-Mercedes vor Felipe Massa (Ferrari), der von Startposition elf ein tadelloses Rennen ablieferte und den größten Sprung aller Fahrer machte.

In der Weltmeisterschaft liegt Button nach dem achten Saisonrennen mit 64 Punkten weiter klar vor Barrichello mit 41 Zählern. Vettel ist bis auf zwei Punkte an dem Brasilianer dran. "Ein fantastischer Job. Brillant", lobte Red-Bull-Teamchef Christian Horner seinen von der Pole Position gestarteten Jungstar, der zum dritten Mal in seiner Karriere auf die oberste Stufe des Siegertreppchens kletterte - zum ersten Mal allerdings durfte der 21-Jährige im Trockenen jubeln. "Hut ab in diesem Alter", meinte Fußball-Nationalspieler Michael Ballack, der als Ferrari-Gast sein erstes Formel-1-Rennen an der Strecke sah.

Ruhe im Regelstreit

Der ziemlich ereignislose Grand Prix verschaffte dem Formel-1-Zirkus eine willkommene Atempause inmitten der Grabenkämpfe zwischen der Teamvereinigung FOTA und dem Weltverband FIA um die Zukunft der Königsklasse. Vettel und sein Red-Bull-Team dominierten den vielleicht letzten Auftritt der Formel-1-Boliden auf der Traditionsstrecke von Silverstone nach Belieben und hoffen nun auf eine Wende im bislang vom Brawn-Team bestimmten WM-Kampf.

Nach sechs Button-Siegen in den ersten sieben Rennen waren die bislang schier übermächtigen Brawn-Boliden diesmal chancenlos. Zum ersten Mal verpasste der WM-Führende in diesem Jahr eine Podiumsplatzierung und lag am Ende 46 Sekunden hinter Vettel. "Wir hatten Riesenprobleme, die Reifen auf Temperatur zu bekommen", bekannten Teamchef Ross Brawn und Button, der beim nächsten Rennen am Nürburgring wieder auf besseres Wetter hofft.

Ein Wochenende der Enttäuschungen

Frustrierend verlief das Wochenende für Weltmeister Lewis Hamilton. Der McLaren-Mercedes-Pilot, der sein Heimrennen im Vorjahr nach grandioser Regen-Gala gewonnen hatte, musste aus der letzten Reihe starten, rutschte bei der Aufholjagd mehrfach von der Strecke und fuhr als 16. über die Ziellinie. Dessen finnischer Teamgefährte, Heikki Kovalainen, musste den McLaren, nachdem ihm Sebastien Bourdais auf den Reifen gefahren war, in der Box abstellen. Für den Toro Rosso des Franzosen war das Rennen mit kaputter Front ebenfalls beendet.

Erneute Enttäuschungen mussten auch BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld (Mönchengladbach) als 15. und Force-India-Fahrer Adrian Sutil als 17. verkraften. Der Gräfelfinger konnte nach Problemen an seinem nach dem Crash im Qualifying komplett aufgebauten Auto, das Rennen aus der Boxengasse aufnehmen. Toyota-Pilot Timo Glock (Wersau) verpasste als Neunter die Punkteränge knapp.

Souverän trotz schweren Autos

Vettel verteidigte nach dem Start die Führung vor Barrichello und Webber und zog mit spielerischer Leichtigkeit seinen Rivalen auf und davon. Fast eine Sekunde fuhr der Hesse pro Runde schneller als die Konkurrenz. Nach wenigen Umläufen auf dem 5,141 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitskurs hatte der Red-Bull-Fahrer seine Verfolger bereits aus dem Rückspiegel verloren. Dabei war Vettel mit dem schwersten Auto der Top-Ten-Fahrer unterwegs. Schon bei seiner Fahrt auf die vierte Pole Position seiner Karriere hatte er das meiste Benzin aller Piloten im letzten Qualifikations-Abschnitt an Bord.

Die Red-Bull-Strategie ging voll auf. "Unser Auto ist eine Sensation. Wir mussten nicht einmal ans Limit gehen", verriet Berater Helmut Marko. Mit einem runderneuerten Boliden konnte auch Vettel-Teamkollege Webber glänzen. Nach der ersten Runde der Boxenstopps hatte der Routinier Barrichello Platz zwei abgejagt und konnte fortan Vettel den Rücken freihalten.

Rosberg: Podium war in Reichweite

Eine starke Vorstellung bot auch Williams-Pilot Nico Rosberg. Am Start verbesserte er sich um eine Position auf Rang sechs, mit einer klugen Strategie fuhr er bis zur Mitte des Rennens auf Platz vier vor und nahm sogar einen Podestplatz ins Visier. Doch beim zweiten Reifenwechsel musste der Wiesbadener den Brasilianer Massa vorbeiziehen lassen.

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Jonthan Schwarz (mit dpa) / Eurosport

Kommentare 53 - 72 of 72

Kommentare sortieren: Aktualität
  1. @loisl
    das wäre mir zu mühsam, man kann sie ja wieder­ einblenden
    @clausi
    mercedes fahren interessiert mich­ nicht, fahr lieber motorrad oder ein 2litere turbo­ auto. sozusagen spassmobile
    @ loisl&clausi
    ohne­ euch wäre es fad hier

    Von panzer_martl, am Di 23.Jun. 8:22
  2. @ panzer_martl

    Hast Du es auch schon rausbekommen ?­ Man muss sich nur unter genug Nicks anmelden und schon­ kann man alle Kritiker ausblenden.

    Von starwolf_one, am Mo 22.Jun. 19:52
  3. panzer_racer
    Der Taxifahrerberuf ist ein ganz wichtiger­ und anständiger Beruf.Ich glaube du wärest froh wenn du­ einen solchen Beruf hättest dann könntest du auch mal­ Mercedes fahren.

    Von loisl_90, am Mo 22.Jun. 18:24
  4. Panzer racer
    das kann sein dass du schon öfters AUF­ einer Rennstrecke war als ich,ich gehe zum Beispiel als­ Zuschauer nur AN die Rennstrecken das allerdings schon­ seit 42 Jahren.

    Von loisl_90, am Mo 22.Jun. 18:20
  5. @loisl
    hast dich angesprochen gefühlt, super
    du­ glaubst, ich weiss, dass ich schon öfters auf einer­ rennstrecke war als du,­ taxi-fahrer.
    @sternchen_wolfi
    super gerechnet, hast­ eine 1+ bekommen.
    redbull racing forever, solange sie­ es noch gibt. danach wieder ferrari.

    Von panzer_martl, am Mo 22.Jun. 17:40
  6. Auch Gott!
    Die bezahlten Schreiberlinge, Lobbyisten,­­ freelance-Manipulateure, Foren-Nutten und FoTA-Lakaien ­ und FIA-Knechte u.a.­ Querpfosten fallen wieder­ übereinander her.....!
    Das ist echt­ lustig, wenn sich­ die Herren gegenseitig verbal an die­ Gurgel gehen.
    In­ diesem Forum gehts zu wie auf nem arabischen­ Basar!!!!

    Von quassel.tante, am Mo 22.Jun. 16:06
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    "gay" lord.stefen49
    Kann es sein dass du­ neidisch auf Hamilton bist und dass du es nicht­ erträgst dass er im Gegensatz zu dir Hetrosexuell ist.

    Von loisl_90, am Mo 22.Jun. 13:31
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    @panzer_martl
    Die intelligenzbestie vom Forum hier,lies­ mal diesen nonsens den du schreibst bevor über andere­ urteilst du Miniaturexperte.Übrignes glaub ich nicht­ dass du schon mal auf der Tribüne einer Rennstrecke­ warst während einem F1 GP

    Von loisl_90, am Mo 22.Jun. 13:29
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    @ panzer_martl

    Du kannst so viel rumrechnen wie Du­ willst. Es kann immer nur EINER von 20 Weltmeister­ werden.

    Von starwolf_one, am Mo 22.Jun. 13:14
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    auf einer dummheitsscala von 1 bis 100 gibts doch noch­ was trüber : claus, loisl und konsorten. (dümmer gehts­ nicht)
    und manche plappern einfach nach was gestern in­ den interviews gesagt worden ist, sehr geistreich. fast­ alle schmeissen hier mit halbwissen rum und glauben­ experten zu sein, aberwitzig! die beschimpfungen sind­ viel lustiger als das zu schreiben was eh jeder­ weis.
    hauptsache sie haben die österreichische­ bundeshymne gespielt und die alte österr. auch, da die­ deutschen ja die von uns übernommen haben. geil ein­ redbull ist das schnellste f1auto. wir holen die­ brawngp noch.

    außerdem können nur 10 von 20 fahrern­ weltmeister werden, den es gibt immer einen im team der­ schneller ist. siehe button vs. barrichello. den kannst­ ein weltmeister auto hinstellen und wird trotzdem immer­ von seinem teamkollegen gebügelt.

    Von panzer_martl, am Mo 22.Jun. 12:23
  11. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    hast recht @ jochen

    Das Rennen war öde,naja nichts­ neues seit etwa 5jahren und Fararri hat mal wieder nix­ zu melden gehabt.
    Naja RTL nervt mit der Werbung und­ H.Wasser ,also auch nix neues.
    Hmmm ja der Vettel hat­ gewonnen,das ist zwar gut,aber wenn die anderen Teams­ sich mehr auf die Saison und nicht auf die Proteste­ konzentriert hätten,dann wäre Vettel auch nicht­ 25punkte hinter dem Button.
    Button hat enttäuscht,aber­ beim nächsten Rennen hat er vllt. wieder gute oder­ zumindest bessere Reifen.

    Wollte noch sagen,dass­ schade ist,dass es keine Persönlichkeiten mehr gibt­ unter den Fahrern.Mir ist das eigentlich völlg egal wer­ gewinnt,naja über nen deutschen Sieg freut man sich­ etwas mehr.
    Doch der Vettel ist noch ein­ Milchbubi(sorry) und deswegen kann ich nicht sagen,dass­ ich ihn mag.

    Es ist nur eine Mienung und Meinungen­ sind wie Archlöcher,jeder hat eins.

    Von , am Mo 22.Jun. 12:11
  12. zu 68: die anzahl seiner ausritte von der strecke sind­ ja wohl unübersehbar! ganz zu schweigen davon, dass er­ ein rennen bei der einfahrt zur box­ "weggeschmissen" hat...

    Von knapf94, am Mo 22.Jun. 12:02
  13. Schade, dass die meisten Kommentare sich nicht auf das­ Rennen, sondern nur um irgendwelche Hautfarben und­ persönliche Scharmützel drehen. Sicherlich sind die­ Rennen auf der Strecke nicht mehr so spektakulär, wie­ sie früher einmal waren, aber für jemanden, der sich­ wirklich mit Motorsport auseinandersetzt, ist die­ Taktik ebenso Bestandteil eines Rennens, wie eben­ Überholmannöver und Windschattenduelle. Sebstian Vettel­ hat an seine grossen Leistungen anknüpfen können, das­ Setup war schon im Qualifiying überzeugend, die Reifen­ waren früh auf Temperatur, die Taktik hat perfekt­ gepasst und dadurch konnte er sich auf überzeugende­ Weise seinen Sieg sichern. Natürlich ist die Leistung­ eines Fahrers ein grosser Teil an diesen Rennen, aber­ mindestens 15 der 20 Fahrer, die gestern gefahren sind,­ können ein Rennen bei entsprechend guter Taktik und­ gutem Setup gewinnen. Das Zusammenspiel aller­ Komponenten muss stimmen, dann ist alles möglich. Wie­ dicht die Qualitäten der Fahrer zusammenliegen, können­ wir anhand den gezeiteten Runden der Trainings und des­ Qualifiyings doch ablesen - auf einem Kurs von über 5­ km Länge sind die Unterschiede der Fahrer (wohlgemerkt­ mit verschiedenen Fahrzeugen unterschiedlicher­ Qualität) meist im Bereich von wenigen zehntel -­ Sekungen, wer möchte hier von "schlechten"­ Fahrern sprechen? Wenn jeder von uns so gut in seinem­ Job wäre, wie die aktuellen F1 - Piloten in Ihrem,­ würden wir sicherlich ganz schnell einen Weg aus der­ Krise finden. Schönen Tag noch.

    Von Jochen K, am Mo 22.Jun. 11:57
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    wenn ich ne predigt hören will @ andreas,dann geh ich­ in die kirche

    Von , am Mo 22.Jun. 11:08
  15. wenn man die kommentare so liest fragt man sich um was­ es den meissten hier eigentlich geht?
    gegenseitiges­ bepoebeln und beschimpfen scheint hier an der­ tagesordnung zu sein.
    man sollte jedem seine meinung­ lassen ob richtig,falsch oder dumm.
    was die f1 angeht­ braucht man doch nicht viel verstand zu haben um zu­ verstehen was da los ist.
    wenn der fia es wirklich­ ernst waere mit ihrer budgetaenderung haetten sie den­ fristgerechten termin der letzte woche war eingehalten­ !!!
    haben sie nicht und damit haben sie fuer die­ zukunft alles verspielt das sie jetzt doch erst recht­ keiner mehr ernst nimmt.
    vettel war gut aber das jetzt­ alle davon reden das er weltmeister werden kann ist­ doch lachhaft.button kann die letzten rennen im­ halbschlaf machen und gewinnt.
    ich persoenlich finde es­ schade das die f1 eine einzige materialschlacht­ geworden ist.
    dieses jahr sieht man es besonders das­ der fahrer doch eigentlich nur noch dazu da ist den­ karren um die kurven zu fahren. button ist mit­ sicherheit ein guter fahrer,das ist hamilton auch­ anhand dieser beiden sieht man doch am besten das wenn­ du ein bescheidenes auot hast du nichts reissen kannst­ und da stellt sich mir die frage-was hat das denn noch­ mit sport zu tun-?

    Von Andreas, am Mo 22.Jun. 11:05
  16. Vettel ist nicht unbedingt mein Lieblingsfahrer,das ist­ aber kein Grund dass ich seine Leistung nicht­ anerkennen sollte.Wenn er gewinnt dann gratuliere ich­ ihm genau so wie ich das bei jedem anderen Fahrer auch­ tun würde.Sin äusseres interessiert da überhaupt nicht­ und das gleiche sollte auch bei Hamilton gelten,Punkt

    Von loisl_90, am Mo 22.Jun. 10:59
  17. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    Zu 65
    Da kann ich nur sagen dass der Hamilton­ warscheinlich einer derjenigen ist der sich am­ wenigsten geärgert hat obschon sein Team ihm ein­ unfahrbares Auto hinstellte.Und jeman der behauptet­ Hamilton könne nicht fahren der kennt nun wirklich­ nichts aber auch gar nichts von Autosport.Man muss ihn­ nicht mögen aber sollte trotzdem objektiv bleiben.

    Von loisl_90, am Mo 22.Jun. 10:51
  18. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    FRESSE TANTE DU HIRNLOSER ARSCHKRIECHER;HAT DEINE­ ANSTALT DIR MAL WIEDER NE HALBE STUNDE INTERNET ERLAUBT­ ????

    DU WITZFIGUR

    Von , am Mo 22.Jun. 10:25
  19. Das soll Sport sein???

    Ha ! und Ha! und Ha!!!

    Von quassel.tante, am Mo 22.Jun. 10:23
  20. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    Ich glaube der Herr Hamilton hat sich einfach nur­ SCHWARZ geärgert weil fast alle anderen besser sind...

    Von knapf94, am Mo 22.Jun. 10:22
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