Stuttgart (dpa) - Die deutsche Wasserball-Nationalmannschaft hat beim Vier-Nationen-Turnier in Stuttgart nach drei überwiegend schwachen Vorstellungen wie erwartet den dritten Platz belegt.
Das Team von Bundestrainer Hagen Stamm verlor am Sonntag das abschließende Spiel gegen Weltmeister und Turniersieger Kroatien mit 8:13. Damit kam die Auswahl des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) nach nur einem Sieg aus drei Spielen auf 2:4 Punkte und 28:31 Tore, während sich Kroatien (6:0/37:23) mit drei Siegen souverän durchsetzte.
Beim vorletzten Test vor der Europameisterschaft vom 4. bis 13. Juli im spanischen Malaga war der Esslinger Heiko Nossek mit seinen drei Toren gegen Kroatien wie auch mit seinen insgesamt acht Turniertreffern bester deutscher Werfer. Zweiter des Turniers wurde Griechenland mit 4:2 Punkten und 34:28 Toren. Gegen die Südosteuropäer hatte Deutschland am Samstag mit 11:12 verloren, nachdem es zum Auftakt am Freitag einen 9:6-Sieg gegen die am Ende viertplatzierte Slowakei (0:6/19:36) gegeben hatte.
«Wir haben in dieser Woche besonders hart trainiert. Und ich wollte in diesen Spielen auch den Leistungsstand der Jüngsten testen», entschuldigte Coach Stamm die weitgehend enttäuschenden Auftritte seines Teams, das die Kroaten bei einem Test am Mittwoch in Esslingen noch überraschend mit 10:9 geschlagen hatte. Stamm setzte 19 Spieler seines vorläufigen Olympia-Kaders ein, der vor den Spielen vom 8. bis 24. August in Peking auf 13 verkleinert wird. Fehlen werden in China der 19-jährige Tobias Preuss von Spandau 04 Berlin und der zwei Jahre ältere Paul Schüler (ASC Duisburg). Sie wurden von Stamm am Sonntagabend aus dem Kader gestrichen.
Den letzten Test vor der EM bestreiten die Deutschen bei einem weiteren Vier-Nationen-Turnier am kommenden Wochenende in Ungarn. Als zweiter Torwart wird wieder Michael Zellmer (SGW Hannover) dabei sein. Tim Ole Fischer und Roger Kong, die in Stuttgart hinter dem als Nummer eins gesetzten Alexander Tchigir aufgeboten worden waren, bleiben zu Hause.




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