UEFA Women's Cup - Duisburg erwartet eine Party

Eurosport - Fr 22.Mai. 21:19:00 2009

Die Anspannung ist weg, und beim designierten UEFA-Cup-Sieger FCR Duisburg ist alles für eine rauschende Party angerichtet. Pure Vorfreude macht sich breit. "Es ist das bedeutendste Fußball-Ereignis, das es in Duisburg je gab", sagte der FCR-Vorsitzende Guido Lutz vor dem Final-Rückspiel.

FOOTBALL fcr duisburg 2008-2009 - 0

Am Freitag (ab 19:30 Uhr im Eurosport-TV) trifft der FCR auf den russischen Meister Swesda Perm in der Duisburger MSV-Arena. "Vor dieser Kulisse wird es allen Spielerinnen viel Spaß machen. Unser Team will auf jeden Fall noch einmal attraktiven Frauenfußball zeigen", so Lutz weiter.

Die Kulisse wird imposant. Bis Mittwochabend waren bereits 22.500 Tickets abgesetzt. Einen Tag vor dem mit Spannung erwarteten Saisonfinale in der Männer-Bundesliga wollen es die Frauen richtig krachenlassen und intensiv Werbung für ihren Sport betreiben. "Wir sind überwältigt und danken allen Fans, die uns unterstützen wollen. Die Mannschaft wird sich voll reinhängen und zeigen: Frauenfußball ist geil", versprach Trainerin Martina Voss.

Dass der FCR sich nach dem 6:0-Kantersieg im Hinspiel in Kasan den Pokal noch aus den Händen nehmen lässt, glaubt sie nicht: "Wir schweben auf einer Wolke und fallen auch nicht mehr herunter." Allein die große Kulisse sei Ansporn genug, alles zu geben, betonte Weltmeisterin Annike Krahn: "Wir lassen uns vor so vielen Fans bestimmt nicht hängen."

Bresonik muss zuschauen

Ein Highlight ist das europäische Endspiel eine Woche vor dem DFB-Pokalfinale in Berlin gegen Turbine Potsdam auch für Inka Grings. Mit ihrem "Dreierpack" im Hinspiel legte die 30-jährige Nationalstürmerin den Grundstein zum insgesamt fünften Triumph eines deutschen Teams nach dem 1. FFC Frankfurt (2002, 2006, 2008) und Potsdam (2005). "Für das Team, den Club und mich gibt es nichts Größeres, als den UEFA-Cup zu gewinnen", sagte Grings. Die Gelb-gesperrte Teamkollegin Linda Bresonik muss das Spiel gegen die Russinnen, die ohne den nach dem Hinspiel entlassenen Chefcoach Alexander Grigorian anreisten, allerdings auf der Tribüne genießen.

Der Zuschauerrekord für Frauen-Vereinsspiele in Europa wird wohl nicht geknackt. Zum UEFA-Cup-Finale zwischen Frankfurt und Umea IK vor einem Jahr strömten 27.640 Besucher in die Commerzbank-Arena. Gleichwohl ist FCR-Clubchef Lutz mit dem Vorverkauf mehr als zufrieden. Die Entscheidung, vom kleinen PCC-Stadion im Stadtteil Homberg in die Heimstätte des MSV Duisburg umzuziehen, war goldrichtig und wegen der UEFA-Auflagen auch notwendig.

Staunen über Zuschauermassen

"Nach dem Hinspiel-Sieg hat das Interesse noch einmal stark angezogen. Das hätte ich nach dem klaren Ergebnis nicht gedacht. Wir haben uns immer neue Ziele gesetzt", sagte Lutz. Nebenbei winkt dem FCR eine satte Einnahme, die die Ausgaben für die Stadionmiete übersteigen wird.

Selbst der Chefin des Organisationskomitees der Frauen-WM in Deutschland 2011, Steffi Jones, verschlug es fast die Sprache. "So viele Zuschauer, cool", entfuhr es ihr. "Es herrscht bestimmt eine super Atmosphäre. Die Spielerinnen können sich darauf freuen und ich finde, sie haben sich diesen Triumph durch tolle Leistungen in dieser Saison auch verdient", sagte Jones, die sich wie Bundestrainerin Silvia Neid das Live-Erlebnis nicht nehmen lässt. DFB-Chef Theo Zwanziger dagegen wird fehlen, weil er im Urlaub ist.

dpa / Eurosport

Kommentare 1 - 6 of 6

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  1. Wer hat denn den deutschen Fussball in den letzten­ Jahren besser vertreten? DIE FRAUEN !
    Also sollten­ sich diejenigen, die noch dazu offen zugeben,­ Frauenfussball nicht zu gucken, weil sie sich nicht­ dafür interessieren, mal zurückhalten. Weil ihnen­ jegliche Grundlage für eine Beurteilung fehlt!
    Oder­ sind das die, die auch nichts von @#$% halten, weil sie­ in ihrer Kindheit mal jemand "sehr sehr lieb"­ hatte? Ich bin mir bewußt, das man so etwas eigentlich­ nicht schreibt, aber bei manchem Kommentar reißt auch­ mir mal die Hutschnur!

    Von billy, am Fr 22.Mai. 17:08
  2. FRAUENFUSSBALL NERVT DIE HABEN KEINE AHNUNG

    Von joe, am Fr 22.Mai. 15:22
  3. hey leute auserdem sind die freuen der stolz der nation­ weil die jungs hohlen eine titel mehr ,also frauen am­ die macht !!!!

    Von michael s, am Fr 22.Mai. 15:11
  4. Thorsten, da muss ich dir leider widersprechen. Du­ kannst nicht die Berichterstattung an die­ Zuschauerzahlen knuepfen. Mich interessiert zum­ Beispiel auch was die Frauen momentan so treiben, aber­ die Artikel findet man immer gut verstackt zwischen den­ Maennern. Bei den Maennern hast du oben 1., 2., 3.­ Liga, CL, UEFA-Pokal, ... , Ich einfach ein Direktlink­ "Frauenfußball" taete der Sache gut. Da kann­ man dann alles reinquetschen.

    Es ist nur schwer sich­ fuer etwas zu interessieren, ueber das man keine­ Berichte bekommt. Und ehrlich mal sind alle Uli Hoenes­ / Jens Lehmann / Berichte hier notwendig? Das hat mit­ Fußball weniger am Hut als z.B die Tabelle der Damen,­ die Ergebnisse der Spieltage, ...

    Von Alex, am Fr 22.Mai. 10:43
  5. Kommentar nicht angezeigt durch zu niedrige Bewertung. Zeigen

    Daß Frauenfußball für diejenigen wichtig ist, die­ selbst spielen oder in direktem Bezug dazu stehen ist­ klar Aber wie sieht es bei der Masse aus? Wo liegt der­ Zuschauerschitt pro Begegnung? Ich weiß es nicht, weil­ mich Frauenfußball überhaupt nicht interessiert.­ Genausowenig wie Frauenskispringen oder die U17­ Nationalmannschaft der Männer.
    Sollten 10000 oder mehr­ Zuschauer pro Spiel (also im Durchschnitt) kommen, dann­ gebe ich dir vollkommen recht.Wenn der Durchschnitt­ jedoch bei unter 2000 liegt, dann weiß ich nicht, warum­ Eurosport dem Frauenfußball besonders viel Zeit widmen­ sollte. Hier geht es schließlich nicht um Quotenfrauen,­ sondern um Sport-Berichterstattung. Und da geht es­ nunmal einfach danach, wie groß das Interesse der Leser­ ist.

    Die genannten zusacheuzahlen sind jetzt einfach­ nur so aus meinem Bauch herausgekommen, aber wenn die­ nicht mal einen Schnitt von 2000 Zuschauern pro Spiel­ hinbekommen, warum sollte man sich dann mit­ Frauenfußball so stark befassen? Die zeigen ja auch­ nicht alle Spiele der NRW-Liga im Fernsehen - nicht mal­ die Spitzenspiele. Diese Ligen sind ja nicht mal bei­ Eurosport unter ferner liefen­ vertreten.

    Grüße,
    Thorsten

    Von thorsten_tapp, am Fr 22.Mai. 9:41
  6. Es wird Zeit, dass Eurosport den Frauenfussball ernst­ nimmt und ihm seinen eigenen Link gibt, oben gleich­ neben DFB Team und anstelle von England. Die anderen­ wichtigen europaeischen Ligen werden sowieso unter Mehr­ gefuehrt. Der Titelkampf in der Frauenbundesliga in­ diesem Jahr zwischen Bayern, Potsdam und Duisburg ist­ echt spannend, wie zwischen Bayern, Wolfsburg und­ Stuttgart bei den Maennern. Eurosport sollte eine­ Vorreiterrolle spielen und den Frauenfussball viel­ besser an den Mann bringen.

    Von Oliver, am Do 21.Mai. 18:07
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