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Kajak-Kapitän Vettel braucht Schub

Do 22 Mai, 12:48 Uhr


Monte Carlo (dpa) - Sebastian Vettel begnügt sich mit einem Kajak daheim statt einer schicken Yacht im Hafen von Monte Carlo. Eines braucht der deutsche Formel-1-Pilot aber dringend: ordentlichen Schub.

Vier der bisherigen fünf Rennen beendete er nicht einmal annähernd, vor knapp zwei Wochen in Istanbul wurde der in der Schweiz wohnende Heppenheimer 17. - und Letzter. Beim Großen Preis von Monaco setzt Vettel nun große Hoffnungen in seinen neuen Toro-Rosso- Dienstwagen STR3. «Im Moment brauchen wir einen großen Schritt», gibt er zu. Mit dem STR3 sei ein erster Schritt wohl gelungen.

Vergangene Woche wurde der Bolide im französischen Le Castellet auf Herz und Nieren getestet. «Monaco ist etwas Spezielles, da kommt es auch auf andere Sachen an, aber das neue Auto hat sich beim Testen gut angefühlt», meint Vettel. Technisch habe es keine Probleme gegeben. Dennoch war Vettel in den bisherigen Rennen vor Fremdeinwirkung, sprich Unfällen und Karambolagen, nicht gefeit.

Umso größer sind jetzt die Erwartungen. «Der neue Wagen ist ein Unterschied nach vorn», sagt Vettel. Allerdings wird der 20-Jährige, der mit großen Hoffnungen in seine erste Saison als Stammpilot gestartet war, mit Blick auf das neue Auto auch nicht übermütig. «Die anderen schlafen auch nicht», betont Vettel. Insbesondere in Monte Carlo, wo ein Höchstmaß an sogenannter Down-Force (Abtrieb) gefordert ist, sind die Wagen mit mehr aerodynamischen Finessen ausgestattet als woanders.

Das Vertrauen in den neuen Wagen stimme, betont Vettel, der zudem als einer von ganz wenigen auf Regen beim Rennen setzt. «Ich denke, Regen kann uns helfen. Das ist ohnehin hier schon eine große Lotterie, bei Regen noch viel mehr», sagt der Heppenheimer, der dem Trubel um millionenschwere Yachten im Hafen des Fürstentums indes nicht so viel abgewinnen kann. «Ich habe auch ein Boot - ein Kajak», sagt er und grinst.

Bei leicht bewölktem Himmel und im neuen Auto hatte Vettel am Donnerstagmorgen dann noch nicht das große Los gezogen. Im ersten Freien Training zum Klassiker kam er nicht in Fahrt. Nach anderthalb Stunden fand sich der Hesse lediglich auf dem 19. Rang wieder und war damit Letzter, nachdem David Coulthard aus Schottland die Probeeinheit ohne gezeitete Runde frühzeitig hatte beenden müssen.

 

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