Eurosport - Mi 22.Apr. 16:30:00 2009
Mit Wut im Bauch gehen die Klassiker-Asse ins nächste Duell: Nachdem sie sich zuletzt überrumpeln ließen, wollen sie nun Revanche nehmen: Beim Flèche Wallonne geht es für Damiano Cunego, Alejandro Valverde, Davide Rebellin, Philippe Gilbert oder Samuel Sanchez auch ein Stück weit um die Ehre.
Denn beim Amstel Gold Race verpassten sie allesamt die entscheidende Attacke und mussten von hinten mit ansehen, wie ein Ausreißer-Trio wenige Sekunden vor ihnen die Plätze auf dem Podium unter sich ausmachte.
Das soll bei der Ankunft an der "Mauer von Huy" (ab 15:00 Uhr im Live-Ticker) anders werden. Die teilweise über 20% steile Rampe zum Ziel verlangt die richtige Mischung aus Kraft und Erfahrung. Wer sein Pulver zu früh verschießt, wird noch gnadenlos durchgereicht, wer zu spät antritt oder keine vordere Position zu Beginn des Anstieges hat, kann den Sieg ebenfalls abschreiben.
Rebellin auf Rekordkurs?
Dieses richtige Timing hat Rebellin (Diquigiovanni) schon zwei Mal erfolgreich unter Beweis gestellt. Mit einem dritten Sieg könnte der italienische Routinier bei der 73. Auflage den Rekord einstellen. Auch Valverde konnte am Ende der 195,5 Kilometer schon einmal jubeln - und falls die Form beim Spanier noch nicht ganz reichen sollte, hat Caisse d'Epargne mit Joaquin Rodriguez einen Spezialisten für steile Zielankünfte mit im Aufgebot: Zweimal siegte er bereits in Italien am extrem schweren "Monte Lupone" auf ähnlichem Terrain.
Olympiasieger Sanchez (Euskaltel) ist die dritte Trumpfkarte aus spanischer Sicht, in Italien hoffen die Tifosi auf den Vorjahres-Dritten Cunego (Lampre). Die Belgier wiederum träumen von einem Heimsieg durch Gilbert: Der hielt zuletzt beim Amstel im Finale am Cauberg die Konkurrenz in Schach - aber da ging es eben nur noch um Rang vier. Neben dem Wallonen hat das Team Silence aber in Cadel Evans ein zweites Ass im Ärmel: Der Australier wurde 2008 nur von Kim Kirchen geschlagen.
Zwar ist der "Titelverteidiger" aus Luxemburg auch am Start, doch dem Columbia-Profi fehlt nach einem Sturz noch die absolute Topform. Seine Mannschaft hat aber, wie fast immer, dennoch gleich mehrere heiße Eisen im Feuer: Thomas Lövkvist (Schweden), Maxime Monfort (Belgien) oder Michael Albasini aus der Schweiz wäre ein Coup auf dem Zickzack-Kurs durch die Ardennen zuzutrauen.
Double oder deustcher Coup?
Auf die Jagd nach dem Double aus Amstel und Flèche, das zuletzt Rebellin und Danilo di Luca holten, macht sich Sergei Iwanow (Katusha). An der Top-Verfassung des Russen besteht kein Zweifel, während der Niederländer Karsten Kroon (Saxo Bank) seinen zweiten Platz beim Heimspiel vor drei Tagen zu gerne mit einem Erfolg vergessen machen mächte.
Doch gerade beim "Wallonischen Pfeil" sind immer auch Überraschungen möglich. Denn die im Vergleich zu den ganz großen Klassikern deutlich kürzere Distanz vergrößert den Kreis der Kandidaten für die Spitzenplätze schon automatisch. Immer wieder kamen in den letzten Jahren auch Ausreißergruppen erfolgreich durch und sorgten für lange Gesichter bei den Favoriten.
Mehr als nur Außenseiterchancen rechnen sich auch die Fahrer von Milram aus: "Wenn Fabian Wegmann wieder zu 100 Prozent gesund ist, ist er ganz klar unser Mann für dieses Rennen", so Manager Gerry van Gerwen."Neben Wegmann ist Christian Knees unsere Konstante in diesem Frühjahr. Darauf werden wir uns konzentrieren. Linus Gerdemann startet nicht, er bereitet sich auf Lüttich-Bastogne-Lüttich vor", ergänzte der Niederländer.
TV-Tipp:
Verfolgen Sie den Flèche Wallonne und Lüttich-Bastogne-Lüttich LIVE im Eurosport-TV, über den Eurosport Player und im Ticker bei eurosport.yahoo.de!
Kommentare 1 - 8 of 8
Super Andy hat fast geklappt , tolle Leistung
Jansch hatte ne Erkältung deshlab hört der sich anders an:D
Andy Schleck wird für die grosse überraschung sorgen .
wer ist den der Co Kommentator ? Uli Jansch doch nicht oder ?
der beste Doper wird gewinnen
das is echt eines der geilsten rennen - die mauer ist der hammer!!! mal sehen, wer da heute die besten beidne hat - ich freu mich drauf.
Ganz ehrlich mein Favourit is de Kim Kirchen der bereitet sich auf das Rennen gezielt vor und ist eineglich ja auch genau der gleiche Fahrertyp wie Valverde...beide Sprintstark beide relativ gute Bergfahrer und die Hügel schaffen sie denk cih auch gut...
Ich denke, Valverde müsste gewinnen, aber trotzdem drücke ich Kim Kirchen die Daumen!
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