DFB-Pokal - Bayer zittert sich nach Berlin

Eurosport - Mi 22.Apr. 09:20:00 2009

Der erste Finalplatz für das Endspiel im DFB-Pokal ist vergeben. Bayer Leverkusen zitterte sich gegen Mainz 05 zu einem 4:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung und buchte so sein Ticket nach Berlin. Erst in der Verlängerung war der Klassenunterschied sichtbar. Bayer sicherte sich per Dreierpack den Sieg.

FOOTBALL 2008-2009 DFB-Pokal Leverkusen-Mainz Vidal Hoogland Renato Augusto - 0

Bayer-Angreifer Angelos Charisteas beschrieb die Partie mit einem breiten Grinsen im Gesicht: "Wir fahren nach Berlin - das ist das Wichtigste", so der Grieche.

"Wir sind in der 1. Hälfte angerannt, aber uns hat das Tor gefehlt. Als der Treffer dann endlich da war, dachten wir, das Ding sei erledigt", fasste Bayer-Trainer Bruno Labbadia das Spiel zusammen und fügte mit einem Augenzwinkern hinzu: "Aber in der Nachspielzeit war's das ja dann auch."

"Nach dem 0:1 haben wir sehr offensiv eingewechselt. Zwar hat Bance noch den Ausgleich erzielt, aber danach waren wir hinten sehr offen", so der Mainzer Coach Jörn Andersen, für dessen Team nun endgültig der Kampf um den Aufstieg in die 1. Bundesliga beginnt.

1. Halbzeit

Bereits in der 3. Minute hätten die Gastgeber in Führung gehen müssen: Der Chilene Arturo Vidal flankte von links in den Strafraum, wo Renato Augusto frei zum Schuss kam. Der Brasilianer probierte einen überhasteten Volleyschuss, der Keeper Dimo Wache direkt in den Armen landete.

Leverkusen drückte immer weiter auf das Tempo. Vor allem die linke Seite um Michal Kadlec und den Ex-Bayern-Spieler Toni Kroos sorgte für reichlich Wirbel. So landete Kadlec' Freistoß in der 18. Minute beispielsweise nur hauchdünn rechts neben Waches Gehäuse.

Trotz deutlicher optischer Überlegenheit schafften es die Leverkusener von da an aber nicht mehr, entscheidend vor das gegnerische Tor zu kommen. Mainz verteidigte mit Mann und Maus und rettete ein 0:0-Unentschieden in die Pause - für die Gäste ein gutes Ergebnis, für die Werkself gewiss weniger als erwartet.

2. Halbzeit

Nach der Pause zog sich die Partie bis zur 80. Minute wie Kaugummi. Leverkusen machte es sich rund um den Mainzer Strafraum gemütlich, ließ aber jeglichen Zug zum Tor vermissen - zu gut stand auch die starke Viererkette um Bo Svensson und Nikolce Noveski.

Ab der 81. Minute entwickelte sich das, worauf 40.000 Zuschauer gewartet hatten: Ein echter Pokal-Krimi. Simon Rolfes' Schuss knallte an den Pfosten, Stefan Kießling staubte ab, aber Schiedsrichter Michael Weiner hatte richtig gesehen, dass Kießling im Abseits gestanden hatte.

Keine sechzig Sekunden später fast die Duplizität der Ereignisse, aber diesmal zählte der Treffer: Augusto zimmerte von rechts aus vollem Lauf auf Waches Gehäuse. Der Keeper klärte, legte dabei aber das Leder dem eingewechselten Angelos Charisteas vor die Füße, der nur noch abstauben musste.

Als jeder dachte, das Spiel sei gelaufen, hatte die Stunde des Aristide Bance geschlagen. Mirolad Pekovic flankte in der 89. Minute in den Strafraum, wo Bance lauerte und das Leder zum 1:1 in die Maschen köpfte. Das Kuriose war, dass während des Spielzuges Charisteas verletzt im Strafraum gelegen und damit Bances Abseits aufgehoben hatte. Weiner hatte Vorteil laufen lassen und gab Mainz somit die Chance, sich in die Verlängerung zu retten.

Verlängerung

Nach dem Schock durch Bances späten Ausgleich gingen die Leverkusener mit der nötigen Konsequenz zu Werke. In der 93. Minute konnte Wache Kießlings Schuss nur halbherzig klären und Vidal markierte die neuerliche Führung. In der 104. Minute verlängerte Manuel Friedrich eine Ecke per Kopf in Richtung Rolfes. Der Nationalspieler musste nur noch den Fuß hinhalten und baute die Führung zum 3:1 aus. Drei Minuten vor dem Abpfiff stellte Kadlec den 4:1-Endstand her. Der Tscheche legte sich das Leder selbst durch die Mainzer Defensive hindurch vor und schob unhaltbar an Wache vorbei.

Spieler des Spiels: Renato Augusto

Der Brasilianer lieferte ein Laufpensum ab wie eine Maschine und war an fast allen guten Spielszenen der Gastgeber beteiligt.

Richard Rother / Eurosport

Kommentare 1 - 18 of 18

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  1. ich schließe mich pw voll und ganz an!

    Auch in dem­ Leverkusener Stadtanzeiger stand, dass die Leverkusener­ eher unsicher und nicht so gut waren. Bei Kießling­ stand zum Beispiel, dass er genauso nutzlos wie Helmes­ war, zwar fleißiger und deshalb durchspielen durfte.­ Ich fand es sehr klasse, wie Kießling gespielt hat und­ ihm ein Tor gegönnt. Kießling war keineswegs nutzlos,­ wie es die Zeitung geschrieben hat. Auch Vidal soll­ immer gegen die Mainzer Abwehrwand mit seinem zu­ kleinen Dickschädel erfolglos angelaufen sein, fand­ aber, dass er nach seiner Verletzungszeit ein klasse­ Spiel abgeliefert hat und den Gegner fast überall­ gestört und das mit Erfolg. Die anderen Kritiken zu den­ anderen Spielern habe ich mir aus Wut gar nicht mehr­ durchgelesen.

    Klar, war es unnötig, dass sich der­ gutspielende Charisteas sich in der 88. Minute wegen­ einen Zusammenprall, der nicht schlimm war, auf den­ Boden hockte, dem Spiel hinterschaute und sich dann­ fallen ließ und liegen blieb. Alle anderen Spieler,­ auch Adler, waren verwirrt und wollten, dass das Spiel­ unterbrochen wird, aber die Mainzer waren, zwar auch­ wenn nichts gewesen war eher unsportlich in der­ Situation, wieder im Angriff, sodass es dem Schiri­ schwerer fiel, das Spiel zu unterbrechen. Charisteas­ hob alle Abseitspositionen auf und war maßgeblich­ schuld am Ausgleich. Vorallem, weil er nach dem­ Ausgleich nicht behandelt wurde und sofort sich­ aufgerichtet hat und weiterspielen konnte....

    Naja,­ Die Verlängerung war dann wieder klasse für Leverkusen,­ die dann verdient auch in der Höhe gewonnen haben.

    Von Just, am Mi 22.Apr. 13:11
  2. Heute Morgen war schon so ein Quatsch zu lesen, von­ "Gert auf der Heide" im Bonner­ Generalanzeiger, einem ausgemachten Fachmann in Sachen­ Leverkusen: "Leverkusen stolpert zum Sieg!"­ Das stand da zu lesen.
    Blöder kann ein Kommentar nun­ nicht sein. Labbadia hat es genau gewußt. Mainz spielt­ sehr erfolgreich nahezu doppeltes Catenaccio, und in­ engen Räumen sind selbst Kurzpässe und­ Hochgeschwindigkeitsfußball sehr schwer zu­ verwirklichen. Geduld sei angesagt, so der Trainer.­ Geduld hat Leverkusen gezeigt, trotz drückender­ Überlegenheit, in welcher Mainz das Atemholen schwer­ fiel. Labbadia hat erneut einen starken Eindruck­ hinterlassen, und wenn man die Leverkusener nach 120­ Minuten noch hat umher sprinten sehen, derweil die­ Mainzer keuchend am Boden saßen, kann man eine Ahnung­ davon bekommen, wie sehr sich das harte auf Ausdauer­ aufbauende Training gerade an diesem Abend­ ausgezeichnet hat. Die gesamte Mannschaft hat sich den­ Fußpballarsch aufgerissen, absolut überlegen gespielt­ und hoch verdient gewonnen. Ich würde gerne mal wissen,­ welche andere Bundesligamannschaft 120 Minuten lang­ diese Tempo mitgehen kann. Vermutlich stünde Leverkusen­ ganz woanders, wenn das Spiel 120 Minuten dauern würde.­ Als Mainz dann verzweifelt anfing, mitzuspielen, haben­ sie sich sehr schnell noch drei Dinger eingefangen.­ Diverse Kommentatoren sollten sich einfach mal schämen!

    Von pw, am Mi 22.Apr. 10:21
  3. Zittern ist das nicht gewesen .Leverkusen war klar die­ bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen.Drücke nun­ den HSV fest die Daumen.

    Von Andre`, am Mi 22.Apr. 9:19
  4. vizekusen wird wieder zuschlagen

    Von Tim, am Mi 22.Apr. 9:16
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    super spiel leverkusen finale das ist sooooooo schön­ nun auf nach berlin den HSV ko spielen und den pokal­ nach leverkusen bringen -das ist sooooooo cool­ gratuliere

    Von LAURA super sweet, am Mi 22.Apr. 7:50
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    es tut mir laid...

    Von ryan108stars, am Mi 22.Apr. 4:03
  7. Also zittern ist hier wohl das falsche Wort! Leverkusen­ ist angerannt aber war bis zur 80 Minute einfach nicht­ konsequent genug! Mainz hatte eigentlich nur eine­ richtige chance und das war direkt ein Tor. Ansonsten­ kam von Mainz nach vorne fast nix wobei man sagen muss­ die haben es Bayer richtig schwer gemacht mit ihrer­ Mauer Taktik! Aber wie im Artikel dann beschrieben­ gingen die Kräfte irgendwann aus man musste aufmachen­ und dann konnte man gut sehen das Mainz spielerisch­ keine Chance hatte! Die einzige möglichkeit wäre so ein­ Ding wie gegen Schalke gewesen! Auch dort hat Mainz so­ gespielt wie heute..... Naja alles in allem ein sehr­ verdienter Sieg.

    Von Daniel B, am Mi 22.Apr. 2:37
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    Borkode dir fehlt echt was im Kopf, keine Ahnung vom­ Fussball, bist halt ein blöder Preiß

    Von NR, am Mi 22.Apr. 1:05
  9. @ NR
    Da sie FCB Fan sind sollte ihnen dieses Spiel­ egal sein, Bayern M. ist nur noch im Titelrennen weil­ sie den mit abstand größten Etat von allen Clubs in der­ Liga hat. Pokal Raus, CL merklich die Grenzen­ aufgezeigt bekommen und Innovativ wie Erbsensuppe eurer­ Spiel.
    Neben bei schönens Spiel, 2Hälfte war sehr­ ansehnlich, schade für Mainz....

    Von r.steinke, am Mi 22.Apr. 0:43
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    Ihr könnt schnattern so viel ihr wollt, egal ob­ Leverkusen , HSV oder Bremen , Deutscher Meister und­ Pokalsieger wird nur der FCB.
    Alle anderen Vereine­ sind Blindfänger und Lachnummern der Bundesliga.
    Alles­ nur Traumtänzer die nicht mal wissen dass im Ball ein­ Frosch sitzt.

    Von NR, am Mi 22.Apr. 0:33
  11. Der HSV wird es schon richten! Zuerst die Vorspeise­ (UEFA-Pokal), dann das Hauptgericht (Deutscher Meister)­ und als Nachtisch Leverkusen in Berlin. Ein leckeres­ Dreigängemenü für den HSV!!!

    Von Andreas M, am Mi 22.Apr. 0:23
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    Ja bremen soll auf jeden Fall gewinnen!!
    Und Leverkusen­ hat Glück gehabt,Mainz hatte einfach keine Kraft­ mehr!!
    Da ist der Unterschied schon gut zu erkennen­ zwischen 1 und 2 liga

    Von ana_ivanovic1989, am Di 21.Apr. 23:56
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    JAAAAAAA!!!! Danke Leverkusen!!!!
    Schade Mainzer alles­ ist vorbei!!!!
    Berlin, Berlin ihr fahrt NIEMALS nach­ Berlin!
    Muhahahahahahahahahahahahahahaha

    Von Jürgen, am Di 21.Apr. 23:36
  14. an Winasm : Bayers Platz im internationalen Geschäft (­ UEFA )
    ist nur dann sicher, wenn sie das Finale­ gewinnen oder der Endspielgegner HSV heißt und dieser­ in der Champions League
    spielt; dann würde Bayer sogar­ als Pokalverlierer nachrücken...

    Von vip_hup, am Di 21.Apr. 23:30
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    lach--- Wärder Brämer gewinnt gar nix...

    NUR DER­ HSV...!

    Von schwattekeiler, am Di 21.Apr. 23:27
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    Was is los? Augosto schiesst dem Adler direkt in die­ Arme??? Hab ich nicht gesehen. war wohl eher Wache, ne?

    Von Willibald Willi, am Di 21.Apr. 23:14
  17. Zittern eher weniger (also nicht so wie es in der­ Schlagzeile steht) denn in der Verländerung fehlten den­ Mainzern einfach die Kräfte.
    Grosses Lob an die Mainzer­ das sie soweit gekommen sind und erst nach 120 Minuten­ bezwungen werden konnten - sie können mit erhobenen­ Haupt vom Platz gehen.
    Glückwunsch an Leverkusen das­ sie sich den Platz im Internationalen Geschäft gewahrt­ haben.

    Freue mich auf das Finale.

    Von winasm, am Di 21.Apr. 23:07
  18. Schade Mainz aber ich denk mal das bremen DFB Pokal und­ Uefa CUp gewinnen wird

    Von firestylezz, am Di 21.Apr. 23:06
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