Bundesliga - Bayern: Keine Einigung mit Lahm

Eurosport - Di 22.Apr. 20:30:00 2008

Ist Philipp Lahm gedanklich schon weg aus München? Es schien nur eine Frage der Zeit, bis der Nationalspieler seinen Vertrag beim FC Bayern verlängern würde, doch nun teilte der deutsche Rekordmeister mit, dass die Gespräche mit dem 24-Jährigen ohne Ergebnis geblieben sind.

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Bayern teilte mit, dass es sein ursprüngliches Angebot für ein weiteres Engagment des Abwehrspielers zurückgezogen habe. Der aktuelle Kontrakt mit Lahm läuft noch bis zum 30. Juni 2009. Der frisch gebackene DFB-Pokal-Sieger hatte eine Verlängerung bis 2012 angeboten.

Damit verdichten sich die Gerüchte, wonach der 39-fache Nationalspieler den Verein möglicherweise vorzeitig verlassen wird. In welche Richtung es Lahm zieht, scheint auch schon klar. Denn zuletzt buhlte der spanische Spitzenklub FC Barcelona immer heftiger um den Star der Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. In "Barca" lockt neben einem fürstlichen Salär auch der Gewinn der Champions League. Bayern traut Lahm das kurzfristig nicht zu: "Ich glaube nicht, dass wir es 2009 schon ins Finale schaffen können."

Karriereplanung sieht Wechsel vor

Möglicherweise sind überzogene Gehaltsforderungen der Grund für die gescheiterten Gespräche. Denn Lahm hatte zuletzt immer wieder betont, dass er in München bleiben möchte. Allerdings stellte er im Magazin "stern" auch klar: "Meine Karriereplanung sieht vor, dass ich den FC Bayern München irgendwann verlassen werde, und das nicht erst, wenn ich meinen Zenit überschritten habe."

Jetzt könnte der Abschied früher als erwartet kommen, denn: Die Bayern wollen sich diesen Verlust sicherlich mit einigen Millionen versüßen lassen. Lahm bezeichnete diese Option als "gut möglich". Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge erteilte dieser Lösung allerdings eine Absage. "Eines ist klar: Selbst wenn er seinen Vertrag nicht verlängert, wird er den FC Bayern nicht vorzeitig verlassen und bis zum 30. Juni 2009 bei uns bleiben", so Rummenigge in einem Interview mit der Münchner Zeitung "tz"

Stefan Zürn / Eurosport