Eurosport - Do 22.Jan. 20:37:00 2009
Kati Wilhelm hat beim Sprint-Weltcup in Antholz den dritten Platz belegt. Auf der 7,5 Kilometer langen Strecke musste sich das "Rotkäppchen" nur der Norwegerin Tora Berger und Dayra Domrachewa aus Weißrussland geschlagen geben. Als zweitbeste Deutsche kam Martina Beck auf den zehnten Rang.
Im tief verschneiten Antholz in Südtirol bewies Wilhelm, dass sie sich kurz vor den Weltmeisterschaften in Korea in einer sehr guten Form befindet. Mit dem dritten Rang knüpfte sie nahtlos an ihre hervorragenden Rennen in diesem Jahr an. Vor 12.000 Zuschauern, die das komplette Läuferfeld tatkräftig unterstützen, gelang der 30-Jährigen bei schwierigen Bedingungen am Schießstand mit nur einem Fehlschuss eine gute Leistung.
Dass sie läuferisch in Topform ist, bewies die Dritte des Gesamtweltcups schon in den vergangenen Rennen. "Mit dem dritten Platz kann ich gut leben. Das ist eine gute Ausgangsposition für den Verfolger am Samstag. Antholz gefällt mir", sagte Wilhelm zufrieden.
Die Tagesdritte lag im Ziel 20,7 Sekunden hinter der Siegerin Tora Berger. Die Norwegerin war die sechste Gewinnerin im sechsten Sprint der Saison und feierte ihren ersten Weltcup-Sieg in diesem Winter. Dayra Domrachewa, die wie Wilhelm und Berger eine Strafrunde drehen musste, erreichte mit dem zweiten Rang ihr bestes Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere.
Neuner: Das leidige Schießen
Magdalena Neuner, die am vergangenen Wochenende in Ruhpolding das Sprintrennen und die Verfolgung gewann, zeigte bei ihren Schießeinlagen Nerven. Vier Scheiben verfehlte sie und schied damit im Kampf um eine vordere Platzierung aus. Da half ihr auch die abermals beste Laufzeit nicht. Beim Blick auf die Anzeigetafel witzelte die 21-Jährige noch: "Wer war das denn?", als sie ihren Namen inmitten von einer oder null Strafrunden wiederfand. Doch sie fügte ernsthaft hinzu: "Vier Strafrunden sind im Sprint viel zu viel. Da hilft dir auch die schnellste Laufzeit nicht weiter."
Glücklich war dagegen Martina Beck mit ihrem zehnten Platz. "Der zeigt, dass es nach den nicht so guten Rennen zuletzt wieder aufwärts geht", sagte Beck. Andrea Henkel, die mit der Höhe von 1600 Metern zu kämpfen hatte und deshalb vor dem Wettkampf ein 500 Meter tiefer gelegenes Einzellager bezogen hatte, landete auf dem zwölften Rang.
Müssiggang: "Das passt schon"
Das insgesamt gute Abschneiden der deutschen Damen komplettierten Kathrin Hitzer als 16. und Juliane Döll, die ihr erstes Weltcup-Rennen bestritt und auf Anhieb einen guten 19. Platz erreichte. Bundestrainer Uwe Müssiggang war zufrieden mit der Vorstellung seiner Athletinnen: "Bis zu 'Jule' liegen sie alle weniger als eine Minute zurück. Das passt schon - und lässt für die Verfolgung hoffen."
Im Gesamt-Weltcup macht Wilhelm mit 437 Zählern einen Sprung auf den dritten Rang. Denn die Konkurrentinnen um den Gesamtsieg zeigten schwache Leistungen. Die Russin Ekaterina Jourjewa und Helena Jonsson (SWE) kamen nicht unter die besten Zehn. Swetlana Sleptsowa aus Russland, die mit 481 Punkten führt, konnte aufgrund einer Krankheit nicht an den Start gehen. Hinter Wilhelm liegt Neuner auf dem vierten Rang (435).
Kommentare 1 - 12 of 12
Ich kann mich noch dra erinnern das es eine Zeit gab wo es so lief wer oben stehen will muss erst einmal die Deutschen schlagen und das ist noch nicht so lange her ergo warten wir doch erstmal die WM ab im übrigen schaut euch mal die Weltcub Tabelle an da sind immerhin 3 Deutsch unter den ersten 10 und wenn es dieses Jahr auch bei der WM nicht klappen sollte es kommen auch wieder andere Wienter!
Stimmt, die hat in den letzten Rennen wirkich einiges abgerufen 1x3., 2x2.? Nicht übel. Allerdings muss es am Ende der Saison sehr viel anders ausgesehen haben ... 344 Punkte im Moment bedeutet, dass jene 3 Rennen ca die Hälfte ihrer Punkte darstellen.
Also abwarten, ob die 3 Erfolge hintereinander eine "Konstanz" darstellen. =)
Aber mal ne andere Frage:
Was ist mit Sandrine Bailly los?? Ich mein, hatte sie irgendwelche Trainingsrückstände, persönliche Horrorerlebnisse, oder ähnliches, die ihre (für ihre Verhältnisse) geradezu unterirdische Leistung begründen könnten?
Domracheva wird super sportliche Zukunft haben :)
rostschnauze
Halt die Schnauze rostschnauze! Ich erwarte mehr von meinen Russinnen, weil die ja selbst Erfolgsverwöhnt sind.
Also mal ganz ehrlich: die russischen Damen und auch Herren sind jedes Jahr am Anfang der Saison saustark, aber mit der Zeit nach einigen Wettkämpfen verlieren sie an Boden. Ich frage mich warum? Warum bricht eine Iourieva heute so dermaßen ein? Warum wechseln die teilweise ihre Starterinnen wie andere ihr Unterwäsche? Ich habe da nur eine vielleicht unpopuläre Antwort: die bösen Mittelchen!
Schwache Russinnen?
Der Gesamtweltcupstand sagt etwas anderes: 1. Sleptsova, 2. Iourieva, 7. Akhatova, 13. Pyleva.
Deutschland: 3. Wilhelm, 4. Neuner, 8. Henkel, 11. Beck.
Das ergibt für die Russinnen einen Koeffirienten von 5,74 und für die Deutschen von 6,5.
Noch Fragen?
cwaninnger
Finde ich schon! Der letzte Sieg liegt schon ne Weile her. Von ihnen kann man schon erwarten, dass sie jedes zweite Rennen gewinnen! Weil wir die BESTEN sind!!!!!!
genau, die russinen entäuschen in den einzeldiziplinen maßlos... sind ja nur erste und zweite in der gesamtweltcupwertung...
richtig, wo sind die russinen? in den staffeln warn sie doch nach wie vor recht stark, aber in den einzeldisziplinen enttäuschen sie. überraschend stark sind dagegen ja die ukrainerinnen...
Meine Güte, was ist auch mit den Russinnen los? Die sollen endlich wieder ganz oben stehen!!!!!
Wilhelm wunderbar? Naja....
Meine Güte, was ist auch mit den Russinnen los? Die sollen endlich wieder ganz oben stehen!!!!!
Wilhelm wunderbar? Naja....
Super,einfach super, Kati!!
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