Eurosport - Fr 21.Aug. 13:38:00 2009
Die IRC-Saison 2009 sieht mit Proton einen neuen Hersteller in ihren Reihen. Der malayische Automobil-Produzent nahm das erste Mal im Juni bei der Ypern-Rallye in Belgien teil. Bereits beim zweiten Auftritt in Russland gelang Fahrer Guy Wilks und Co-Pilot Phil Pugh mit Platz vier ein Topresultat.
Proton tritt mit dem Modell "Satria Neo" in der IRC-Meisterschaft an. Eingesetzt wird der Wagen nach dem Super-2000-Reglement von dem britischen Team Elliot Motorsport. Mit dem zweifachen britischen Rallye-Champion und erfolgreichen JWRC-Fahrer Wilks, haben die Neueinsteiger einen starken Piloten verpflichtet. Der 28-Jährige war von Beginn weg an Proton begeistert.
Bei der Debüt-Veranstaltung konnte er sich vom vorhandenen Potenzial überzeugen, da sich der Zeitrückstand auf die Spitze in Grenzen hielt: "Wir hatten in Ypern eine Asphalt-Abstimmung, die wir bei einem Test in Südfrankreich probiert hatten. Pro Kilometer haben wir in etwa eine Sekunde auf die Spitze verloren. Wir wussten also, dass wir ein gutes Packet haben."
Ständige Weiterentwicklung
Die Basis stimmt, wie die Punkteplatzierung in Russland verdeutlichte. Um an der Spitze um den Sieg zu kämpfen, fehlt jedoch noch etwas. "Das komplette Team weiß, dass noch viele Verbesserungen kommen müssen", so Wilks zur Weiterentwicklung des Proton. "In den drei Rallyes, an denen wir bisher teilgenommen haben, wurde bei jedem Service-Halt etwas verändert." In Tschechien wird Proton erstmals ein zweites Fahrzeug für den Franzosen Bryan Bouffier und Xavier Panseri einsetzen.
In der Gesamtwertung führt Kris Meeke nach sieben Veranstaltungen mit 35 Punkten nur fünf Zähler vor Jan Kopecky. Die verbleibenden vier Rallyes werden hart umkämpft sein. "Es gibt meist mindestens zehn Fahrer, die gewinnen können", so Wilks über die Konkurrenzfähigkeit der IRC. "Die ersten 30-Piloten der Nennliste sind immer sehr starke Teams."
"Bald um Siege kämpfen"
In Zukunft will Proton nicht nur mitfahren, sondern an der Spitze um Siege kämpfen. Wilks über die Marschroute des Teams. "Die Autos der anderen Teams sind voll entwickelt. Wir wissen daher, in welchen Bereichen wir uns verbessern können. Bald werden wir um Siege fahren!"
Die Barum-Rallye am kommenden Wochenende in Tschechien wird der nächste Prüfstein für Proton. 25 S2000-Boliden sind in die Nennliste eingetragen und mehr als 30 Mitsubishis der Generationen Evo IX und X werden die Top-Fahrer aufmischen. Für einen Neueinsteiger, der noch nie im rallyebegeisterten Tschechien unterwegs war, eine große Herausforderung.
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