dpa

Boulahrouz-Wechsel nach Stuttgart vor Abschluss

Mo 21 Jul, 17:42 Uhr


Stuttgart (dpa) - Der Wechsel des niederländischen Nationalspielers Khalid Boulahrouz zum Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart steht kurz vor dem Abschluss. Der FC Chelsea stimmte dem Transfer des Verteidigers zu den Schwaben zu.

Es sei Einigung mit dem VfB über die Ablösesumme erzielt worden, teilte der Club von Michael Ballack auf seiner Internetseite mit, ohne Details zu nennen. Die Stuttgarter wollten die Verpflichtung des 26-Jährigen allerdings noch nicht bestätigen. Boulahrouz hatte von 2004 bis 2006 für den Hamburger SV in der Bundesliga gespielt und war in der vergangenen Saison von Chelsea an den FC Sevilla ausgeliehen.

Boulahrouz war vor zwei Jahren für 13 Millionen Euro von Hamburg zum FC Chelsea gewechselt, hatte sich in dem Londoner Starensemble aber nicht durchsetzen können. Auch in Sevilla war er nur zu wenigen Liga-Einsätzen gekommen. Bei der Europameisterschaft wurde Boulahrouz jedoch in allen vier Spielen der Niederlande eingesetzt und bot überzeugende Leistungen. Allerdings hatte er während des Turniers einen Schicksalsschlag zu verkraften, als vor dem Viertelfinal-Aus gegen Russland seine Tochter einen Tag nach der Geburt starb.

Eine Verpflichtung von Boulahrouz, die die Schwaben laut Zeitungsberichten eine Ablösesumme von knapp fünf Millionen Euro kosten soll, stehe nicht in direktem Zusammenhang mit der Zukunft des wechselwilligen Fernando Meira, hieß es von Seiten des Vereins. Da der Portugiese den VfB verlassen will, besteht allerdings dringender Bedarf an einem international erfahrenen Abwehrakteur.

Der als VfB-Kapitän abgesetzte Meira war am Sonntag bereits aus Going abgereist, um die Angebote mehrerer Vereine zu prüfen. Die Stuttgarter Verantwortlichen warten auf eine Mitteilung von dessen Berater Roger Wittman, für welches Angebot sich der 30-Jährige entschieden hat. Erst dann sollen Gespräche mit dem interessierten Verein beginnen. Neben dem türkischen Erstligisten Galatasaray Istanbul sollen sich auch der Premier-League-Club Tottenham Hotspur und Panathinaikos Athen um Meira bemühen.

 

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