Eurosport - Sa 21.Mrz. 19:15:00 2009
Das norwegische Team hat den letzten Teamwettbewerb des Winters in Planica gewonnen. Mit der Windlotterie kamen die Norweger am besten zurecht und setzten sich vor Polen und Russland durch. Die deutschen Ski-Adler hatten mit dem Ausgang des Skifliegens nichts zu tun und wurden Sechster.
Die Sonne strahlte, die Fans waren bester Laune - eigentlich optimale Voraussetzungen für ein tolles Saisonfinale im Teamwettbewerb. Doch der Wind machte den Fliegern auf der größten Skiflugschanze der Welt einen Strich durch die Rechnung. Schon im ersten Durchgang wurde die Geduld der Springer, Trainer und Fans immer wieder durch längere Unterbrechungen auf die Probe gestellt.
Im Finale ließ man noch drei Gruppen vom Balken hinunter, bevor der Wettkampf abgebrochen wurde. Nach langer Pause zwischen dem dritten und vierten Block entschied sich die Jury zum Abbruch, weil der Wind einen Flug der letzten acht Springer nicht mehr zuließ.
Das Quartett aus Norwegen kam mit den schwierigen Bedingungen am besten zurecht. Mit der Aufstellung Tom Hilde, Johan Remen Evensen, Anders Jacobsen und Anders Bardal ging das norwegische Team an den Start. Hilde brachte seine Mannschaft mit 209 Metern in Führung, Evensen setzte noch einen drauf und stand seinen Flug bei 216 Metern. Der Spitzenplatz konnte den Skandinavier danach von keinem Team mehr streitig gemacht werden. Jacobsen und Bardal mit Flügen auf 195,5 und 201,5 Metern verteidigten die Führung.
Glück für Russland
Überraschungszweiter wurde die Mannschaft aus Polen. In der Besetzung Kamil Stoch, Lukasz Rutkowski, Stefan Hula und Adam Malysz erreichten die Polen das beste Teamresultat der Saison. Stoch und Malysz knackten die 200-Meter-Marke, die anderen beiden Springer sicherten mit zwei ordentlichen Flügen über 190 Meter den viel umjubelten Podestplatz.
Glücklich schätzen durften sich die Russen. Nach drei Gruppen im zweiten Durchgang hatte das österreichische Team noch einmal viele Punkte gut gemacht und lag nur noch fünf Zähler hinter Russland. Es wäre das Duell zwischen Dimitri Wassiliew und Gregor Schlierenzauer geworden, das über den dritten Platz entschieden hätte. Doch nach dem Abbruch durfte sich Russland freuen.
Beim Top-Favoriten aus Österreich patzten Wolfgang Loitzl und Martin Koch, die jedoch beide Pech mit den Bedingungen hatten. Thomas Morgenstern zeigte zwei ordentlich Sprünge, Schlierenzauer wurde nur ein Mal vom Balken gelassen.
Keine Chance für die Deutschen
Enttäuschung bei den deutschen Adlern, die mit den Bedingungen überhaupt nicht zurecht kamen. Kein Flieger des DSV-Quartetts konnte überzeugen. Michael Neumayer hatte große Probleme bei seinem Sprung und kam nur auf 188,5 Meter. "Schade, dass ich wieder nicht so richtig ins Fliegen gekommen bin", sagte der Berchtesgadener.
Auch die beiden jungen Talente Erik Simon und Christian Ulmer konnten die 190-Meter-Marke nicht knacken. Selbst Routinier Martin Schmitt tat sich äußerst schwer. Schon bei 178,5 Metern musste der Schwarzwälder seinen Flug beenden. "Es nutzt ja nichts, über die Bedingungen zu schimpfen. Ich hatte zunächst ein gutes Gefühl, denn in der ersten Flugphase ging es ordentlich. Dann bin ich aber in ein Luftloch gefallen. Es war sehr schwer zu springen", bilanzierte Schmitt.
Kommentare 1 - 8 of 8
@ sabrina
Stimme dir zu, dass es hier nur noch um Kommerz geht und nicht um die Sportler, vor allem auch bei den deutschen Medien. Sieht man ja am besten bei der Vermarktung des Wertgenstandes Martin Schmitt für Eurosport und Milka.
Mich hat die Leistung des jungen Eric Simon erstaunt. Scheinbar mag er die Flugschanzen. Allerdings nervt mich der gönnerhafte und manchmal ziemlich unaufmerksame Kommentator.Bloß gut, daß der noch von Gerd Siegmund assistiert wird.
@ glaserjens:
Wenn man ständig bei schlechten Bedingungen starten muß, kann man auch keine besseren Leistungen bringen, siehe teileweise auch heute bei den Österreichern und Finnen. Bei sowas ist nunmal kein sportlicher Vergleich möglich. Hier geht es nur noch um Kommerz und nicht um die Sportler, Hauptsache ein Durchgang wird irgendwie durchgebracht!
Glückwunsch an die Gewinner!
Glückwunsch an den jungen Simon, war ganz ordentlich. Neumayer und Schmitt haben ihre Leistung vom Vortag bestätigt.
Das ist ja so, als würde man ein Fussbalspiel nach 80 Minuten abbrechen ohne es vorher zu sagen. Was für ein besch*** Regelwerk, dass solchen Firlefanz zulässt. Da kann man ja kaum von sportlichem Vergleich reden. Eine Lachnummer ohnegleichen.
hoffentlich wirds morgen besser...
und wieder eine windlotterie ! )=
Langweilig :(
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