Milan-San Remo - Wer jubelt beim Jubiläum?

Eurosport - Sa 21.Mrz. 19:32:00 2009

Fast 300 Kilometer, rund 200 Fahrer - aber wer jubelt am Ende der 100. Austragung von Mailand-San Remo? Ob Showdown im Sprint oder erfolgreiche Attacke - bei jedem Szenario machen sich fast ein Dutzend Asse berechtigte Hoffnungen auf den großen Triumph: eurosport.yahoo.de präsentiert die Favoriten.

Mark Cavendish of Great Britain sprints to victory in stage four of the Tour of Califonia - 0

Sprinter stehen Schlange:

Seit Beginn der "Ära Zabel" im Jahr 1997 wurde die Classicissima nur vier Mal nicht im Massensprint entschieden - und auch diesmal spricht viel für eine Entscheidung aus einer großen Gruppe heraus: Zu viele Teams haben Topsprinter in ihren Reihen. Dementsprechend werden deren Helfer mit aller Kraft dafür sorgen, dass es zu einer Massenankunft kommt.

Anders als in den letzten Jahren gibt es aber keinen klaren Favoriten unter den schnellsten Männern im Feld: Bei der "Generalprobe" Tirreno-Adriatico gab es bei vier Sprints vier unterschiedliche Sieger.

Nach Saisonerfolgen ist Mark Cavendish die Nummer eins, doch der Brite geht erstmals beim längsten Rennen des Jahres an Start. Dementsprechend vorsichtig ist sein Sportlicher Leiter, Valerio Piva, mitvollmundigen Prognosen: "Er soll Erfahrung sammeln, dass ist das Hauptziel. Wenn er am Ende nicht vorne dabei ist, wäre das nicht das Ende der Welt."

Das würden manche Konkurrenten ganz anders sehen. Gerade die Italiener Daniele Bennati (Liquigas) und Alessandro Petacchi (LPR) machen sich größte Hoffnungen, ebenso ihre Landsleute Mirko Lorenzetto (Lampre), Danilo Napolitano (Katjuscha) und der Shootingstar Francesco Ginanni (Diquigiovanni).

Gegen einen Heimsieg wird sich die internationale Sprinter-Garde ins Zeug legen, angeführt von Tom Boonen (Quick Step). Dem Belgier fehlt der Sieg in San Remo ebenso noch in einem langen Palmares wie Thor Hushovd (Norwegen/Cervelo) und Robbie McEwen (Australien/Katjuscha). Keinesfalls unterschätzt werden dürfen auch der WM-Dritte Matti Breschel (Dänemark/Saxo Bank), US-Sprinter Tyler Farrar (Garmin), Greg van Avermaet (Belgien/Silence) und Allan Davis (Australien/Quick Step).

Gute Chancen haben auch zwei Deutsche: Sollte Gerald Ciolek (Milram) von seinen Magenproblemen nicht zu sehr geschwächt sein, muss ihn die Konkurrenz unbedingt auf der Rechnung haben. Dort steht auf jeden Fall auch Heinrich Haussler (Cervelo), der bereits drei Saisonsiege auf seinem Konto hat und bei Paris-Nizza auch bestens über die Anstiege kam.

Abteilung Attacke:

Bevor die Sprinter aber überhaupt zum Zuge kommen, müssen ihre Helfer erst einmal jene Topfahrer einfangen, die an den Anstiegen zu Cipressa und Poggio mit ihren Antritten für Furore sorgen dürften.

Ein ganz heißer Kandidat auf einen solchen Coup ist der frischgebackene Gesamtsieger von Paris-Nizza: Luis Leon Sanchez (Caisse d'Epargne) befindet sich in absoluter Topform - wie auch sein spansicher Landsmann und Teamkollege Joaquin Rodriguez, den bei Tirreno-Adriatico am steilen Anstieg zum "Wolfsberg" keiner halten konnte.

An Verbündeten stehen dem Duo dabei eine ganze Reihe erstklassiger Fahrer zur Verfügung - angefangen mit Philippe Gilbert (Silence), Italiens Routiniers Stefano Garzelli (Aqua e Sapone) und Davide Rebellin (Diquigiovanni), dessen Mannschaftskamerad Michele Scarponi oder dem Franzosen Sylvain Chavanel (Quick Step).

Auch der Sieger von 2006, Filippo Pozzato (Katjuscha), hat berechtigte Hoffnungen auf einen erfolgreichen Angriff und muss im Sprint einer kleineren Spitzengruppe keinen Gegner fürchten. Ähnliches gilt für den jungen Norweger Edvald Boasson Hagen (Columbia), George Hincapie (Columbia) oder Stuart O'Grady (Saxo Bank).

Nicht am Start sind Vorjahressieger Fabian Cancellara aus der Schweiz sowie sein Luxemburger Teamkollege Frank Schleck (Saxo Bank), ebenso wie der zweifache Triumphator Oscar Freire (Spanien/Rabobank). Dafür bestreitet Lance Amstrong (Astana) sein erstes Rennen in Europa seit seinem Comeback. "Ich bin nicht hier, um zu gewinnen. Ich will eine gute Figur abgeben und wissen, wo ich stehe", so der US-Amerikaner.

Verfolgen Sie die 100. Auflage von Mailand-San Remo ab 14:30 Uhr im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de und ab 15:50 Uhr LIVE im TV bei Eurosport!

Andreas Schulz / Eurosport

Kommentare 1 - 7 of 7

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  1. naja - sicher is die favoritenliste lang, aber so isses­ nu mal vor dem ersten janz großen rennen: gab 09 noch­ keinen überragenden sprinter, der das ding zu 99%­ abschiessen würde. ansonsten: vom poggio sindds­ vielleicht noch 7km ins Ziel, ncih 150, wie hier­ pseudo-experten meinen, bergfahrer haben auch schon­ gewonnnen, etwa chiapucci oder bugno. rebellin halte­ ich für alt, aber zuletz echt stark, o'grady und­ boonen waren beide schon mal 3. in san remo - warum­ denen dasd rennen nicht liegen soll versteh ich nicht.­ greipel is übrigens nach sturz noch außer gefecht.

    Von napfkarl80, am Sa 21.Mrz. 9:46
  2. letztendlich ist die einschaltquotengier von eurosport­ wegen diesen oberdopern nur noch peinlich

    Von Loewenherz, am Sa 21.Mrz. 6:19
  3. auflistung der besten doper

    Von Loewenherz, am Sa 21.Mrz. 6:11
  4. Ich halte mal die Favoriten liste fur gar nicht mal so­ schlecht vorgetragen, vielleicht ist Boonen nicht einer­ der idealsten Kandidaten fur dieses Profil, aber die­ anderen haben glaub ich durch aus Chancen. Schade dass­ Cancellara und Schleck nicht dabei sein konne, damit­ stehen die Chancen fur Saxo Bank eher schlecht, aber­ mal sehen, vielleicht gibt es ja eine Uberraschung am­ Ende. MOrgen schaut es fur mich aber eher nach einem­ Massensprint aus, da doch sehr viele Sprinter mitdabei­ sind und die es den Ausreisern schwer machen werden.­ Und so viele Teams, die da Sprinter mit dabei haben­ werden wohl kaum all ihre Helfer verlieren.

    Von bartnr11111, am Fr 20.Mrz. 20:41
  5. An Verbündeten stehen diesen Fahrern eine Reihe­ erstklassiker Helfer zur Verfügung. Dann werden­ Hincapie etc. genannt. Verbündete, Helfer, nicht­ Sieganwärter!!!!!

    Von justushabermann, am Fr 20.Mrz. 20:23
  6. hab nochmal nachgezählt. 25 Favoriten, von denen ich­ mindestens 10 ausschließen kann. da weiß ich auch nicht­ woher er die namen nimmt. o´grady, rebellin, hincapie­ alle weit über ihren zenit hinaus und nicht gerade­ geeignet für dieses rennen! das ist absolut nicht das­ rennen von tom boonen, der bekanntermaßen­ schwierigkeiten hat wenn es lang und steil wird. und­ was ist mit andre greipel? fährt der nicht mit?!

    Von sebastian.steinberg, am Fr 20.Mrz. 18:37
  7. vielleicht ein paar namen zu viel um wirklich ernsthaft­ ne aussage zu machen. am ende wirds wohl nen italo­ sprinter. kann mich nicht erinnern das schon mal nen­ bergfahrer das rennen gewonnen hat. liegt vielleicht an­ den 150 km solofahrt die nach dem poggio kommen! guter­ herr schulz, da kann man sich ruhig weiter aus dem­ fenster lehnen.

    Von sebastian.steinberg, am Fr 20.Mrz. 18:29
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