Eurosport - Sa 21.Mrz. 18:30:00 2009
Die Negativ-Serie von Bayer Leverkusen wird immer länger. Mit dem mageren 1:1 (1:1) gegen Eintracht Frankfurt blieb die Elf von Trainer Bruno Labbadia vor 32.000 Zuschauern in der LTU-Arena zum fünften Mal nacheinander ohne Sieg. Die Tore erzielten Alex Meier (16.) und Michal Kadlec (40.)
Nach dem Remis gegen die Eintracht steht Bayer mit 38 Punkten auf dem siebten Rang der Tabelle, und die Plätze, die zum internationalen Geschäft berechtigen, sind in weite Ferne gerückt. Für Frankfurt war das Unentschieden nach dem guten Spiel gegen Leverkusen eigentlich zu wenig. Mit nun 26 Zählern ist die Eintracht punktgleich mit Hannover auf Platz zwölf.
"Wir hatten uns sehr viel vorgenommen. Aber dann war in der ersten Hälfte ersichtlich, dass uns das Selbstvertrauen gefehlt hat", sagte Bruno Labbadia. Bayer-Sportdirektor Rudi Völler sprach von einem "mentalen Problem. Die Spieler können's ja nicht verlernt haben".
Frankfurts Coach Friedhelm Funkel war im Gegensatz zu Labbadia und Völler zufrieden: "In den letzten zwei, drei Begegnungen hat sich die Mannschaft sehr stabil gezeigt. Ich glaube, dass wir ein gutes Spiel meines Teams gesehen haben."
1. Halbzeit:
Zu Beginn tasteten sich beide Mannschaften in die Partie. Den Leverkusenern war die Verunsicherung anzumerken, die sich nach den ausbleibenden Erfolgserlebnissen in die Köpfe eingeschlichen hatte. Die Frankfurter machten die Räume eng, arbeiteten gut gegen Ball und Gegner und ließen die Gasgeber nicht ins Spiel kommen.
Eintracht-Trainer Funkel, der vor der Partie von einem möglichen Dreier in der LTU-Arena in Düsseldorf gesprochen hatte, schien die richtige Taktik gefunden zu haben, denn sein Team stand in der Defensive sicher und konterte in der Anfangsphase gefährlich.
In der 16. Minute setzte sich Martin Fenin nach einem langen Ball auf der linken Seite gegen Lukas Sinkiewicz durch und spielte einen müstergültigen Pass von der Grundlinie in die Mitte, den die Defensive der Leverkusener nicht aus der Gefahrenzone bringen konnten. Meier stand am langen Pfosten goldrichtig und schob aus kurzer Distanz zum verdienten 1:0-Führungstreffer ein.
Auch in der Folge schaffte es Bayer nicht, sich zu befreien und die Frankfurter drängten darauf, die Führung auszubauen. Einzig dem starken Rene Adler (28./38.) hatten es die Leverkusener zu verdanken, dass sie nicht aussichtslos zurück lagen.
Frankfurt hatte das Spiel durch eine konzentrierte Mannschaftsleistung bis kurz vor der Pause im Griff. Erst durch eine Ecke in der 38. Minute von Tranquillo Barnetta und den daraus resultierenden Treffer von Kadlec konnte Bayer den schmeichelhaften Ausgleich erzielen.
Direkt danach hatte Stefan Kießling die große Chance, das zu diesem Zeitpunkt völlig unverdiente Führungstor zu erzielen, doch der Lupfer des Nationalspielers landete auf der Latte, sodass sich die Teams mit einem 1:1 in die Pause verabschiedeten.
2. Halbzeit:
Das Ausgleichstor kurz vor dem Pausentee verlieh den Gastgebern keine Sicherheit - im Gegenteil: In der 50. Minute verhinderte Adler mit einer Glanzparade gegen einen Schuss aus der Drehung von Meier den Rückstand.
In einer Begegnung auf schwachem Niveau ergab sich durch den herausragenden Meier (66.) erneut die Möglichkeit zum Führungstreffer, doch der Angreifer scheiterte mit dem Außenrist knapp. In der Nachspielzeit vergab Habib Bellaid nach einem Freistoß des eingewechselten Caio für die Eintracht den möglichen Sieg.
Spieler des Spiels: Alexander Meier
Der Frankfurter war zusammen mit Sturmpartner Fenin der auffälligste Akteur seiner Mannschaft, brachte die Eintracht verdient in Führung und hätte sogar den Siegtreffer erzielen können.
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