Bundesliga - Club verdirbt Skibbe den Einstand
Der 1.FC Nürnberg hat zum Auftakt der Rückrunde im heimischen easyCredit-Stadion gegen Hertha BSC mit 2:0 (1:0) gewonnen. In einer unterdurchschnittlichen Bundesligapartie traf Alexander Esswein in der 43. Minute zur Führung, ehe Dominic Maroh in der 85. Minute den Treffer zum Endstand markierte.
Die Lehren:
Ein gelungener Auftakt in die Rückrunde für das Team von Dieter Hecking. Spielerisch war das sicherlich nicht das, was man sich in Nürnberg erhofft, aber im Endeffekt steht ein insgesamt verdienter Sieg. Neuzugang Adam Hlousek zeigte gleich bei seinem Debüt, warum er dem Club eine Million Euro Ablöse wert war. Der Tscheche war defensiv stark, machte auf seiner linken Seite Druck nach vorne und sorgte mit seinen Standards für Gefahr. Durch den Sieg ist man in der Tabelle an den Berlinern vorbeigezogen und verschaffte sich etwas Luft im Abstiegskampf.
In diesem endgültig angekommen sind die Berliner dank der Niederlage. Michael Skibbes Einstand verlief alles andere als gewünscht. Weder Ronny in der ersten Halbzeit, noch Änis Ben-Hatira in der zweiten, konnten den etatmäßigen Spielmacher Raffael ersetzen. Im Offensivspiel fehlte es an Kreativität und in der Hintermannschaft ging man zweimal nicht richtig zur Sache, was eiskalt bestraft wurde. 16 Partien hat der Hauptstadtclub Zeit, die anvisierten 20 Punkte in der Rückrunde einzufahren. Die nächste Chance, damit zu beginnen, bietet sich am kommenden Samstag, wenn der Hamburger SV zu Gast im Olympiastadion ist.
Die Stimmen:
Dieter Hecking (Trainer 1.FC Nürnberg): "Wir haben sehr stabil gestanden und wenig zugelassen - das war schon in Ordnung. Wir haben die Konsequenz gehabt, aus unseren Chancen die Tore zu machen. Es geht nur so wie heute."
Patrick Ebert (Hertha BSC): "Wir haben eigentlich ein ordentliches Spiel auswärts gemacht, haben aber vergessen, ein Tor zu schießen. Aber wir haben in der Hinrunde 20 Punkte geholt und werden versuchen, auch in der Rückrunde 20 Punkte zu holen."
Die Höhepunkte:
12. Lell verliert als letzter Mann den Ball an Didavi, dieser zieht los und lässt Kobiashvili ins Leere Grätschen. Der Nürnberger ist auf dem Weg zum Tor, verfolgt von der Berliner Hintermannschaft. An der Strafraumgrenze schießt er in Richtung linkes Eck. Kraft macht sich lang und pariert.
23. Doppelchance für Hertha! Eine flache Hereingabe von Ebert verpasst Ramos im Zentrum um einen Schritt. Der Kolumbianer erläuft auf links die Kugel und spielt zu Niemeyer, der im Rückraum lauert. Sein Schuss aus 17 Metern fischt Schäfer aus dem rechten unteren Eck!
43. TOOOR für Nürnberg! Esswein erobert an der linken Strafraumgrenze den Ball von Ebert, fackelt nicht lange und schießt. Hubnik fälscht die Kugel per Kopf ab und dadurch landet sie unerreichbar für Kraft im rechten Eck.
59. Riesenchance für den Club! Eigler legt am Sechzehner herrlich quer zu seinem Sturmkollegen Pekhart. Dieser kommt völlig frei zum Abschluss. Kraft mit einer starken Fußabwehr und der Keeper vereitelt so die höhere Führung der Gastgeber.
66. Ecke für Hertha von rechts - Ebert schlägt sie auf den zweiten Pfosten. Hubnik kommt zum Kopfball, der rechte Pfosten rettet für die Gastgeber. Gewusel im Fünfer - Niemeyer schießt, trifft aber Cohens Fuß und es gibt Freistoß für den Club.
85. TOOOR für Nürnberg! Hlousek mit einem Freistoß von der rechten Außenbahn. Der Ball tippt im Fünfer, Kraft sieht schlecht aus, Lasogga ist nicht bei Maroh und dieser bugsiert die Kugel aus Nahdistanz über die Linie.
89. Didavi verliert an der Mittelinie den Ball an Kobiashvili. Der Routinier sieht Hubnik frei im Zentrum und bringt die Kugel ideal zu seinem Teamkameraden. Der Tscheche ist allein vor Schäfer, dieser kommt raus - Heber... Zentimeter am rechten Pfosten vorbei!
Der Kracher: Nürnbergs Chancenauswertung
Der Club machte nicht viel nach vorne, doch in den entscheidenden Augenblicken waren die Franken zur Stelle und nutzten durch Esswein und Maroh ihre Möglichkeiten zum Sieg.
Im Abseits: Ronny
Während der Vorbereitung ließ Michael Skibbe keine Möglichkeit aus, den Brasilianer lobend zu erwähnen. Im Spiel gegen Nürnberg nahm er ihn dann bereits nach schwachen 45 Minuten vom Feld. Seinen älteren Bruder Raffael konnte er als Spielgestalter nicht ersetzen.
Die Statistik: 1000
Das Spiel gegen die Berliner war für den Club die 1000. Partie in der Bundesliga. Am 24.08.1963 traten die Nürnberger als Gründungsmitglied zum ersten Mal an. Gegner in diesem Spiel war niemand anderes als Hertha BSC. Die Partie endete 1:1 und für die "Cluberer" traf damals der legendäre Max Morlock.
TV-Tipp:
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Kommentare 1 - 3 of 3
mit skibbe als trainer wird hertha leider absteigen , dieser trainer hat bisher noch jeden verein runtergespielt
Deswegen ist er ja wohl auch da - oder ? Er spielt alles runter.
mit skibbe als trainer wird hertha leider absteigen , dieser trainer hat bisher noch jeden verein runtergespielt
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