Eurosport - Mo 21.Jan. 17:40:00 2008
Sechs Wochen früher als in den Vorjahren beginnt 2008 die ProTour-Serie: Erstmals markiert die "Tour down under" den Saisonstart und präsentiert ein starkes Feld mit allen Topteams. Im Blickpunkt stehen die Spitzensprinter, doch der Gesamtsieg könnte einmal mehr an einen Ausreißer gehen.
Sechs Etappen rund um Adelaide stehen vom 22. bis 27. Januar auf dem Programm - und die 19 Mannschaften, darunter Gerolsteiner, Milram und High Road, werden hart um die ersten wichtigen Siege kämpfen. Die Tagesabschnitte sind kürzer als sonst und nicht allzu schwer, wobei insbesondere die Hitze gerade den europäischen Fahrern das Leben schwer machen wird.
Für die Australier ist das Heimspiel natürlich einer der Saisonhöhepunkte und falls es bei der zehnten Auflage der Rundfahrt nicht mit dem fünften einheimischen Sieg klappen sollte, werden sie sicher einige Tageserfolge einfahren können: Dafür stehen die Sprintasse Robbie McEwen, Allan Davis, Mark Renshaw, Aaron Kemps oder Graeme Brown. Stuart O'Grady kämpft sogar nach 1999 und 2001 um den dritten Gesamtsieg, ist aber laut eigener Einschätzung noch nicht in Topform.
Für packende Sprintduelle mit den "local heroes" sorgen hoffentlich die Deutschen Robert Förster, Enrico Poitschke, Halb-Australier Heinrich Haussler und Andre Greipel, der einen Tag vor dem Tour-Auftakt die australische Elite schon einmal hinter sich ließ. Mit Aurelien Clerc (Schweiz) sowie Bernhard Eisel und Peter Wrolich (Österreich) sind weitere endschnelle Fahrer mit am Start - nicht zu vergessen Jose Joaquin Rojas (Spanien) und den Brasilianer Murilo Fischer.
Dementsprechend dürften viele der siebenköpfigen Teams ein Interesse daran haben, das Feld auf dem meist welligen, aber nicht allzu schweren Terrain, zusammen zu halten - doch fast schon traditionell kam der Gesamtsieger in den letzten Jahren immer aus einer Ausreißergruppe. Dieses Erfolgsrezept wollen Titelverteidiger Martin Elmiger (Schweiz) und seine Vorgänger Simon Gerrans (Australien), Mikel Astarloza und Luis Leon Sanchez (Spanien) gerne wiederholen. Die wohl beste Möglichkeit, auch ein geschlossenes Peloton zu sprengen, bietet am vorletzten Tag der Willunga Hill gegen Ende der Etappe - an diesem Anstieg fiel schon häufiger die Vorentscheidung des Rennens.
Bislang standen zwei Deutsche auf dem Abschlusspodium, 2001 wurde Kai Hundertmarck Zweiter, ein Jahr zuvor hatte Steffen Wesemann den dritten Rang belegt.
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