Eurosport - Sa 20.Dez. 23:11:00 2008
Shaun Murphy hat sein Formtief überwunden und steht im Finale der UK Championship. In der Vorschlussrunde setzte sich Murphy dank einer starken Leistung mit 9:4 gegen Stephen Maguire durch. Eine Vorentscheidung war schon in der ersten Session gefallen, nach der Murphy mit 6:2 geführt hatte.
Zwar hatten die ersten drei Frames allesamt jeweils mehr als eine halbe Stunde gedauert, doch schon da lochte Shaun Murphy die Einsteiger sehr sicher und scheute auch keine spektakulären Bälle. Auch im taktischen Bereich hatte er Vorteile gegenüber Stephen Maguire. Im weiteren Verlauf der Session kamen dann bei Murphy nicht nur die Einsteiger, sondern er schaffte auch höhere Breaks.
Maguire nicht stark genug
In der Abend-Session präsentierte Stephen Maguire sich dann stark verbessert, doch gegen Shaun Murphy reichte das an diesem Tag auch nicht. Trotzdem legte Maguire gleich im ersten Frame des Abends los wie die Feuerwehr und war lange auf Maximum-Kurs. Doch nach 14 Mal rot und schwarz verstellte er sich auf die letzte rote und die fiel dann auch als Double nicht - es blieb bei 112 Punkten.
Die Antwort von Murphy war dann eine "total clearance" von 136 Punkten. Spätestens in Frame elf fiel die Vorentscheidung: Maguire führte klar, aber Murphy kämpfte sich zurück in den Frame, locvhte im Endspiel einen sensationellen grünen Ball und gewann auf schwarz zum 8:3.
Murphy im Endspiel gegen Fu
Moral bewies Stephen Maguire, als er nach dem Midsession Interval mit einer 115 auf 4:8 verkürzte. Doch die Wende schaffte er nicht mehr. Shaun Murphy war zu sicher und zu nervenstark und machte in Frame 13 mit einer 45er-Clearance bis pink den Sieg perfekt. Im Finale trifft Shaun Murphy am Sonntag auf Marco Fu aus Hongkong, der am Tag zuvor Ali Carter mit 9:7 bezwungen hatte.
Kommentare 1 - 1 of 1
Nun sind die UKC schon fast wieder Geschichte. Aber es wurde bisher alles geboten, was ein Snooker-Herz höher schlagen lässt. Ob Safty vom Feinsten, Century und sogar ein Maximum, ob ein langer, zäher Frame oder ein kurzer schmerzloser Frame. Mehr kann man sich wirklich nicht wünschen. Es gab Qualifikanten, die überraschten und leider auch wieder Favoriten, die es nicht über die erste Runde geschafft haben. Freuen wir uns nun auf ein hoffentlich recht spannendes Finale. Ich werde es auf alle Fälle genießen.
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