Eurosport - Sa 20.Dez. 09:09:00 2008
In Las Vegas arbeitet Tommy Haas derzeit mit Hochdruck an seinem Comeback. Nach der bitteren Enttäuschung über das frühe Aus in New York will der 30-Jährige wieder angreifen - dazu hat er sich den legendären Fitnesscoach von Andre Agassi an die Seite geholt.
Manche Dinge können sogar einen Tommy Haas noch überraschen. Zum Wochenbeginn fiel vor den Stadtgrenzen von Las Vegas tatsächlich Schnee. "Ich wusste gar nicht, dass es in der Wüste schneien kann", stellt Haas verwundert fest, der sich seit zwei Monaten in der Spielermetropole von Nevada aufhält. Doch Haas sucht sein Glück nicht etwa am Roulettetisch, vielmehr arbeitet er mit Hochdruck an seinem Comeback bei den Australian Open.
"Noch nie so intensiv trainiert"
Dabei ist der neue Trainingsort nicht rein zufällig gewählt, Haas hat sich den legendären Gil Reyes als Fitnesscoach an seine Seite geholt. Über fast zwei Jahrzehnte hinweg war der ehemalige Footballspieler der engste Vertraute von Andre Agassi. Ihm verdankte der Ausnahmekönner seinen zweiten und dritten Frühling, im Alter von 35 Jahren schaffte es Agassi sogar noch einmal ins Finale der US Open. Kraftpaket Reyes - Markenzeichen: dunkle Anzugjacken, die mindestens zwei Nummern zu klein sind - machte Agassi Beine.
Er jagte den früher Trainingsfaulen die Hügel im heimischen Las Vegas rauf und runter, selbst an Heiligabend kannte er keine Gnade mit Agassi. Auch Haas spürt schon die ersten Auswirkungen: "Ich habe in meiner ganzen Karriere noch nie so intensiv trainiert. Die Hügel hat er mir bisher erspart, aber vielleicht kommt das ja noch." Haas war zwar nie trainingsfaul, doch von der Arbeit mit Reyes erhofft er sich den entscheidenden Unterschied.
Start in Melbourne fest anvisiert
Haas ist mittlerweile 30 Jahre alt, hat drei Schulteroperationen und stetige Leidenszeiten hinter sich. Für die US Open im September, sein ausgewiesenes Lieblingsturnier, hatte er sich so viel vorgenommen. Sogar auf den Davis Cup und die Olympischen Spiele verzichtete Haas für die intensive Vorbereitung. Dass dann in der zweiten Runde gegen den nahezu unbekannten Luxemburger Gilles Muller nach einer 2:0-Satzführung noch das Aus kam, schmerzte Haas tief.
Aus dem ersten Frust heraus dachte er wohl an sein Karriereende, wollte sich ein paar Wochen zum Nachdenken nehmen. "Ich habe sehr oft an Rücktritt gedacht", erinnert sich Haas, "meist nach meinen Operationen, wenn mir manchmal die Kraft fehlte, um noch weiterzukämpfen. Aber dieses Mal war es anders. Ich habe einfach eine Weile gebraucht, um die Niederlage zu verkraften."
Haas spürte, dass er eine Veränderung nötig hatte und war umso dankbarer, dass er auf Agassis freundschaftlichen Rat und seine Hilfe zählen konnte. "Ich wollte einfach einen neuen Ort, neue Leute um mich, damit ich den Extra-Kick bekomme, den ich brauche. Ich fühle, dass ich auf dem richtigen Weg bin", sagt Haas, der seit dem Aus in New York noch durch eine Entzündung im rechten Ellbogen gehandicapt ist.
Erst seit Anfang Dezember steht er wieder auf dem Tennisplatz, hinter seinem Antritt bei den Australian Open steht daher noch ein kleines Fragezeichen: "Vom Kopf her bin ich schon in Melbourne. Ich will dort unbedingt spielen und werde alles dafür tun. Ich brauche nur von meinem Arzt grünes Licht."
Weiter ohne neuen Trainer
Um sich die fehlende Wettkampfpraxis anzueignen, möchte Haas schon im Vorfeld bei einem Turnier antreten. Nach New York ist er in der Weltrangliste jedoch bis auf Position 82 abgerutscht und kommt daher nicht mehr automatisch ins Hauptfeld. Haas muss auf eine Wildcard hoffen, eine ungewohnte Situation für ihn: "Das ist schon hart, aber es motiviert mich auch." Das Ranking sei inzwischen aber nebensächlich für ihn, da müsse er keinem mehr etwas beweisen. Vielmehr möchte Haas bei großen Turnieren gegen die Besten antreten und zeigen, dass er es immer noch kann.
Haas verspürt noch Lust auf mehr: "Ich will später nicht zurückblicken und mir sagen müssen, ich hätte nicht alles gegeben. Und ein paar von den Jungs möchte ich noch ein bisschen ärgern."
Seine Rückkehr auf die Tour wird Haas zunächst wohl noch alleine bestreiten. Sein ehemaliger Coach Thomas Hogstedt, mit dem er gerne wieder trainieren wollte, entschied sich für die Leitung der Tennisbase in Oberhaching. "Ich habe ein paar Kandidaten im Hinterkopf", sagt Haas, "aber konkret ist noch nichts. Ich werde mich jetzt weiter umhören, doch es ist nicht leicht, den passenden zu finden."
Schließlich braucht Haas niemanden, der ihm das Tennisspielen beibringt, vielmehr jemanden, dem er vertraut, so wie es Agassi mit Reyes tat. "Wichtig ist, dass er mich pusht und mir in den Hintern tritt, wenn es sein muss. Ich will ja meine Ziele noch erreichen", betont Haas. Und das große Ziel heißt für ihn immer noch: einen Grand-Slam-Titel gewinnen. Ob ihm das in Melbourne gelingen kann, wo Haas bei seiner letzten Teilnahme 2007 das Halbfinale erreichte, bleibt abzuwarten. Zumindest wird es ihn motivieren, dass Agassi nach seinem 29. Geburtstag noch fünf Grand-Slam-Titel gewonnen hat. Und das eben auch dank Gil Reyes.
Kommentare 1 - 14 of 14
Es ist alles nur eine Frage, wielange seine Schulter wieder mitmacht. Wenn Haas fitt ist und gut trainiert und er wirklich mal kämpt, dann kann er es wieder unter die 10 Besten schaffen, aber die Schulter wird beim nächsten mal das Aus bedeuten. Tennis spielen kann er ja, das hat er oft gezeigt, aber der Kampfeswille ließ manchmal zu wünschen übrig!
von Burkhart
Ich weiß das past hier nicht zu. Aber igal. Nadals erstes Tunier 2009 ist Doha.
haas ist uncool
Haas ist cool
seit doch froh das Haas nicht aufhört, solange er an sich glaubt kann er auch gewinnen...
über die niederlage gegen Muller wird er sicher was gelernt haben ;)
Bitte, Leute! ... seid nicht so böse zu Haas. Der war nur einer der Besten zwischen den Schlechtsten. ;-) ... und nun einer zwischen den Lächerlichsten! :-D))))
VIEL LÄRM UM IX,DER HAAS IST EIN NICHTS WIE DER RALF SCHUMACHER,LANGE ERFAHRUNG ABER KAUM ERFOLGE!!!!!!
haas ist KEIN ANDRE AGASSI! Er soll endlich abtreten, und diese ewigen ankündigungen was er noch alles erreichen will einstellen!
Marion Kruse: Na ob das Ihm noch helfen kann ? ? ? ? ?
Das frage ich mich auch!!!
übrigens der heisst tommy und nich thommy haas naja eigentlich ja thomas haas aber egal also ich glaube wenn er die austrailien open schon ins virtelfinale kommt wäre das ein erfolg für ihn und wenn er das schaffen sollte glaube ich er kann das schaffen mit seinem traum
Oh Gott dieser Haas ist doch lächerlich...
..Thommy ist out...einen anschluss schafft er nicht mehr..das er es überhaupt mal bis auf platz 2 der weltrangliste geschafft hat ( ohne finalteilnahme bei einem grand slam ) ist schon mehr als es sein potential zulässt...im bereich der menthalen-fitness ist er weit entfernt von der weltspitze
Hm...ich schätze Thommy wirklich sehr und er ist der letzte fast "Große" den wir haben...aber man muss auch sagen, dass Andre Agassi ein ganz anderes Potential hatte als Thommy, was ihm auch im Tennis-Methusalemalter sicher weitergeholfen hat...die derzeitige Weltspitze ist einfach zu weit weg, als das Thommy diese bei einem Grand-Slam gefährden könnte...aber ich halte es wie Thommy und gebe trotz Allem die Hoffnung nicht auf.....HOL SIE DIR THOMMY!!!!!!!!!
Na ob das Ihm noch helfen kann ? ? ? ? ?
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