Eurosport - Di 20.Okt. 17:21:00 2009
Zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte greifen die Basketballer des deutschen Meisters EWE Baskets Oldenburg auf internationalem Parkett an. Und diesmal in der Euroleague - wo die Crème de la Crème des Kontinents um den prestigeträchtigsten und bedeutendsten europäischen Vereinstitel kämpft.
"Das ist für Oldenburg und uns eine tolle Sache", sagte EWE-Coach Predrag Krunic vor dem Euroleague-Debüt seines Teams an diesem Mittwoch (19.45 Uhr) beim polnischen Club Asseco Prokom Gdynia. Die Baskets gehen aber geschwächt in das Duell. Denn Jason Gardner, der beste Liga-Spieler der vergangenen Saison, fällt wegen einer Rückenverletzung aus.
Niederlage in Berlin abgehakt
Zwar ging die Generalprobe durch die 67:69-Bundesliganiederlage bei ALBA Berlin am Sonntag daneben, aber davon beeindrucken lassen wollen sich die Oldenburger nicht. "Diese Niederlage ist abgehakt, wir konzentrieren uns jetzt ganz und voll auf unsere Aufgabe in Polen", blickte Krunic voraus. In der Gruppe D bekommen es die Baskets zudem mit Titelverteidiger Panathinaikos Athen, der bisher fünfmal die Euroleague gewinnen konnte, Real Madrid, Olimpia Mailand und Chimki Moskau zu tun. "Wir messen uns mit den besten Teams in ganz Europa und wollen so gut wie möglich abschneiden", erklärte Krunic.
Der Start beim sechsmaligen polnischen Meister hat es gleich in sich. "Gdynia verfügt über eine eingespielte Mannschaft. Alle Positionen sind exzellent besetzt", erklärte Krunic. Prokom baut wie Oldenburg auf Kontinuität, denn zahlreiche Spieler aus der Vorsaison konnten gehalten werden. Herausragende Akteure sind neben dem nach nur einem Jahr zurückgekehrten Center Pape Sow der frühere Bundesliga-Spieler Ronald Burrell (Bonn und Köln) sowie Qyntell Woods, Spielmacher Daniel Ewing und David Logan. Mit diesem erstklassigen Personal setzte sich Prokom ungeschlagen an die Tabellenspitze der polnischen Liga.
Jagla im Fokus
Krunic dürfte in den Reihen des Auftaktgegners aber vor allem auch den deutschen Nationalspieler Jan-Henrik Jagla im Blick haben. Denn der Neuzugang, der optisch an NBA-Star Dirk Nowitzki erinnert, ist nervenstark. Das bewies der Forward zuletzt bei der EM im September in Polen. Im letzten Vorrunden-Spiel gegen Lettland, in dem Deutschland für den Zwischenrundeneinzug höchstens mit acht Punkten verlieren durfte, versenkte Jagla 13 Sekunden vor dem Ende zunächst einen Dreier und verwandelte zehn Sekunden vor dem Ende zusätzlich zwei Freiwürfe. So verloren die Deutschen nur mit sechs Punkten, obwohl sie kurz zuvor noch mit elf Zählern zurücklagen.
Gespannt ist Krunic vor allem auf den Auftritt seiner Spieler. "Das ist für alle eine neue Erfahrung. Wir werden sehen, wie die Jungs mit dieser Ausgangslage umgehen", sagte der 41-jährige Bosnier, der mit EWE in der vergangenen Saison in der EuroChallenge am Start war und dort den Einzug ins Viertelfinale verpasste. Um erfolgreich in die höchste europäische Spielklasse zu starten, wird nichts dem Zufall überlassen: Im Training wird derzeit nur mit den offiziellen Euroleague-Bällen geworfen.
Bitte melden Sie sich an.
Kein Yahoo!-Nutzer? Kostenlos Registrieren.