Imola - SEAT dominiert in Imola

Eurosport - So 20.Sep. 16:47:00 2009

SEAT dominierte den zweiten WTCC-Lauf in Imola und feierte einen weiteren Doppelsieg. In umgekehrter Reihenfolge zu Lauf eins überquerten die gelben Flitzer die Ziellinie. Yvan Muller feierte seinen vierten Saisonsieg vor Lokalmatador Gabriele Tarquini. Dritter wurde Alain Menu auf Chevrolet.

FIA WTCC 2009 Imola SEAT Sport Race 1 Gabriele Tarquini Yvan Muller - 0

Von den Plätzen sieben und acht gestartet pflügten Muller und Tarquini durch das Feld. Der Italiener war besser gestartet und lag vor seinem WM-Rivalen, doch am Ende der ersten Runde gab es eine Feindberührung mit dem Chevrolet von Rob Huff. Muller ließ sich nicht bitten und gewann zwei Positionen. Zu Beginn der zweiten Runde kämpfte BMW-Pilot Alex Zanardi, der einen sehr guten Start hingelegt hatte, mit Markenkollege Sergio Hernandez um die zweite Position. Auf der langen Geraden Richtung Tamburello-Schikane nutzte Muller die Durchzugskraft seines TDI und überholte beide auf einen Schlag. Eine Runde später war der zu diesem Zeitpunkt führende Menu fällig.

"Ich habe die Möglichkeiten zu Beginn genutzt und mich aus allen Problemen rausgehalten", sagte Sieger Muller. "Aus WM-Sicht könnte das Resultat nicht besser sein." Tarquini hatte in den ersten Runden etwas mehr zu kämpfen und meinte dazu: "Wir waren in den ersten Runden viel schneller, weil wir gegen nicht so konkurrenzfähige Autos gekämpft haben. BMW war weit zurück, also war Alain der einzige Gegner." Menu war mit seinem Podestplatz zufrieden: "Es ist fantastisch nach Startplatz 20 im ersten Rennen hier zu stehen. Mein Start war gut, aber SEAT war viel zu schnell. Ich hatte schon früh beschlossen sie vorbei zu lassen, um meinen Podestplatz abzusichern."

Punkte für Lada

In den letzten Runden versuchte Zanardi noch alles, um Menu vom dritten Platz zu verdrängen. Schließlich musste sich der Italiener mit dem vierten Rang zufrieden geben. Ein harter Kämpfer war wieder James Thompson. Mit seinem Lada kämpfte der Brite verbissen um die Positionen, konnte Jordi Gene auf der Geraden jedoch nicht halten. Mit Platz sechs wiederholte Thompson das Ergebnis von Lauf eins und holte damit wieder Punkte für den russischen Hersteller.

Kein Glück für BMW und Farfus

Augusto Farfus erlebte ein schwarzes Wochenende in Imola. Aufgrund der Kollision in Lauf eins musste der Brasilianer von weit hinten starten. Mühsam kämpfte sich Farfus auf den achten Rang und rettete im Kampf um den WM-Titel einen Punkt. Markenkollege Andy Priaulx sicherte Farfus nach hinten ab und wurde Neunter. Noch schlechter lief es für Jörg Müller, der ebenfalls in Lauf eins in die Startkollision verwickelt war. Die Front seines BMW wurde nur behelfsmäßig repariert und so erreichte der Deutsche das Ziel nur als 15.

Die Privatfahrerwertung ging mit Stefano D'Aste an einen Italiener. Franz Engstler wurde als Gesamt-13. Dritter bei den Privaten.

In der WM-Wertung hat SEAT mit den beiden Doppelsiegen die Führung ausgebaut. Tarquini führt mit 109 Punkten sieben Zähler vor Muller. Farfus verlor einiges an Boden und hat zwei Veranstaltungen vor Saisonende, bei noch 40 möglichen Punkten, 18 Zähler Rückstand.

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Gerald Dirnbeck / Eurosport

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