Eurosport - So 20.Sep. 12:31:00 2009
Der Äthiopier Haile Gebrselassie hat den 36. Berlin-Marathon gewonnen, einen weiteren Weltrekord am Ende aber klar verpasst. Der 36-Jährige siegte in inoffiziell 2:06:08 Stunden, nachdem er im Vorjahr in 2:03:59 Stunden seinen zweiten Weltrekord in der Hauptstadt aufgestellt hatte.
Mit dem vierten Triumph hintereinander ist Gebrselassie nun immerhin alleiniger Rekordsieger in Berlin.
Den zweiten Platz belegte der Kenianer Francis Kiprop in 2:07:04 Stunden, Dritter wurde der Äthiopier Negari Terfa in 2:07:41 Stunden. Bester Deutscher war der Erfurter Christian Seiler auf Rang 17 in inoffiziell 2:18:11 Stunden. Durch Atsede Besuye gab es auch im Frauen-Rennen einen äthiopischen Sieg. Besuye feierte in 2:24:47 Stunden ihren bisher größten Erfolg.
Noch sieben Kilometer vor dem Ziel lag Gebrselassie fast 40 Sekunden unter der Zwischenzeit aus dem vergangenen Jahr, am Ende musste er dem hohen Tempo Tribut zollen und lief seine bislang schwächste Zeit in Berlin. Auch die Weltjahresbestzeit von Duncan Kibet aus Kenia, der im April in Rotterdam 2:04:27 Stunden schaffte, verfehlte er deutlich. Kibet musste schon nach 20 Kilometern abreißen lassen und stieg später wegen Hüftproblemen aus.
Gebrselassie und Tempomacher Sammy Kosgei stellten für die ersten 30 Kilometer derweil einen Weltrekord auf. "Leider nicht nach 42 Kilometern. Ich war sehr müde. Vielleicht waren wir bis 30 Kilometer zu schnell. Auf den letzten fünf konnte ich keinen Druck mehr machen. Es war kein Marathon-Wetter", sagte Gebrselassie angesichts von Sonnenschein und zum Schluss 19 Grad. Insgesamt erhält der Laufstar, dem die Mühen zum Schluss ungewohnt deutlich anzusehen waren, 80 000 Euro an Prämien für seine Leistung, dazu kommt das Antrittsgeld.
Besuye leicht verletzt
Atsede Besuye erreichte trotz eines blutigen Zehs als Erste das Ziel. Die Russin Silwia Skworzowa wurde nach starker Schlussphase in 2:26:24 noch Zweite vor Mamitu Daska aus Äthiopien, die 2:26:38 lief. Melanie Schulz aus Erfurt wurde Elfte in inoffiziell 2:44:56 Stunden. Die favorisierte Vorjahres-Zweite Askale Tafa Magarsa, die in diesem Jahr wegen einer Fußverletzung vier Monate pausieren musste, gab frühzeitig auf. Die letztjährige Siegerin Irina Mikitenko aus Wattenscheid, die diesmal nicht dabei war, hält weiter die Weltjahresbestzeit. Beim Erfolg in London am 26. April hatte Mikitenko in 2:22:11 Stunden gewonnen.
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Kommentare 1 - 1 of 1
Als ich meinen Marathon damals in 2 St. und 11 min. gewann, hat sich keiner fuer mich interessiert. Warum sollte ich dann diesen Artikel kommentieren???
Lasst mich doch alle in Ruhe!!!!!!
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