(sid) 1899 Hoffenheim hat im Konflikt mit dem nigerianischen Fußball-Verband um die Olympia-Teilnahme von Chinedu Obasi nachgegeben und dem Stürmer die Freigabe für Peking erteilt. "Der Druck auf den Spieler und seine Familie in Nigeria hat in den letzten Tagen ein Ausmaß angenommen, das wir bei verantwortungsbewusstem Umgang mit diesem Thema nicht ignorieren können", sagte Manager Jan Schindelmeiser.
Die Freigabe knüpft der Klub jedoch an strikte Bedingungen. "1899 Hoffenheim wird Chinedu Obasi erst nach Beendigung unseres Trainingslagers in Leogang freistellen. Außerdem erwartet der Klub den Spieler einen Tag nach dem letzten Spiel der nigerianischen Auswahl wieder in Deutschland", hieß es in einer Pressemitteilung.
Obasi zeigt sich erleichtert
Der Forderung des nigerianischen Verbandes, Obasi sofort nach Südkorea reisen zu lassen, wo sich die Olympia-Auswahl zur Zeit in der Vorbereitung befindet, wird Hoffenheim somit nicht nachkommen. Obasi zeigte sich dennoch erleichtert. "Ich finde es großartig, dass mir der Verein die Möglichkeit gibt, an Olympia teilzunehmen und sich die für mich sehr komplizierte Situation damit entspannt", sagte der 22-Jährige.
Obasi war am Montag verspätet zum Training in Hoffenheim erschienen. Er hatte seit Mitte Juli an der Vorbereitung der Nationalmannschaft teilgenommen. Der Verein bezeichnete das Verhalten des Verbandes in dieser Angelegenheit als "dubios". Offenbar hatte der Verband Obasi zunächst nicht abreisen lassen.


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Kommentare 1 - 2 of 2
Unglaublich, dass der Verein nicht frei entscheiden kann und sich solchem Druck ausgesetzt sieht. ich bleib dabei, in der Olympia-Frage hat Blatter komplett versagt...
bin ja eingendlich kein hoffenheim fan. aber ich muß sagen, das diese olympiafreigaben oder auch nicht freigaben schon krasse ausmaße annehmen. die verantwortlichen auf jeder seite, sollten sich doch auf die regeln im vorfeld einigen.
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