GP Monaco - Im Fokus: Alle Augen auf Alonso

Eurosport - Di 20.Mai. 20:45:00 2008

Wenn am Wochenende der Große Preis von Monaco startet, steht vor allem ein Fahrer im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses - nämlich der Spanier Fernando Alonso, dem nach seinen Siegen 2006 und 2007 der "dritte Streich" im Fürstentum gelingen könnte.

FORMULA 1 2006 Fernando Alonso Briatore - 0

Doch im Gegensatz zu 2006, als Alonso auf dem engen Stadtkurs seinen Triumph mit Renault feierte und am Ende der Saison zum zweiten Mal Weltmeister wurde, ist der 26-Jährige diesmal Außenseiter.

Obwohl seine Leistungskurve mit Platz sechs in der Türkei eindeutig wieder nach oben zeigt, hat der feurige Spanier noch lange nicht die Klasse, wie die Top-Teams um Ferrari, McLaren-Mercedes oder BMW Sauber.

Probleme mit der Traktion

Monaco könnte für Alonso also richtungsweisend sein. Auf dem nur 3,340 Kilometer langen Stadtkurs kennt sich der Renault-Pilot bestens aus, im letzten Jahr sicherte er hier McLaren-Merdedes den Sieg. "Die Strecke ist äußerst ungewöhnlich, aber ich habe sehr gute Erinnerungen an diesen Grand Prix. Hier zu gewinnen, ist für jeden Piloten das Größte", erklärte Alonso, der mit neun Punkten in der Fahrer-Weltmeisterschaft auf Platz acht liegt.

Zu wenig für seine Ansprüche. Doch wer den Spanier und vor allem seinen Team-Manager Flavio Briatore kennt, der weiß, dass dieses "Duo Infernale" in Kürze wieder zuschlagen kann. "Monaco verlangt viel Traktion am Kurvenausgang. Das macht es einfacher, sich zu verteidigen oder auch mal anzugreifen", so Alonso mit einem ersten kämpferischen Statement. Leider hat er im Hinblick auf das sechste Rennen der Saison vergessen, dass die Traktion im Moment nicht die Stärke des R28 ist, aber die Franzosen arbeiten mit Hochdruck an diesem Problem.

"Wir haben uns in den letzten beiden Rennen stark verbessert, sind aber noch immer weit hinter der Spitze", erklärte Alonso. Doch der gewiefte Spanier weiß genau, dass diesmal nicht nur die Power der F1-Boliden, sondern vielmehr die Fahrkünste des Piloten im Vordergrund stehen. Dementsprechend hoch sind die Hoffnungen auf das erste Podium in der Saison 2008 nach Platz vier zu Beginn in Australien. "Im Moment kämpfen wir eigentlich nur um den siebten Rang, aber wir haben in Istanbul gezeigt, dass wir auch weiter nach vorne kommen können." Ob er dazu das nötige Glück hat bzw. ob ihn Ferrari & Co. den Platz an der Sonne überlassen, werden die F1-Fans spätestens nach der Entscheidung am Sonntag (ab 14:00 Uhr im Live-Ticker bei eurosport.yahho.de) wissen.

Dirk Adam / Eurosport